Kurz & Bündig

Was ist Alexithymie?

Alexithymie wird als Unfähigkeit beschrieben eigene Gefühle, zu verspüren, sie mitzuteilen und zu beschreiben. Genau übersetzt beschreibt es „Gefühlsblindheit“.

Umgekehrt fällt es Betroffenen auch schwer die Gefühle anderer zu erkennen: Angst, Ärger, Traurigkeit, Freudlosigkeit, Zorn oder Wut , Verachtung oder Ekel zu unterscheiden. Gefühle von Getrenntheit, Ausgeschlossenheit usw. ein.

Aleithymie hängt damit zusammen, dass auch für die eigenen Gefühle eine klare Erkennbarkeit und Benennbarkeit fehlt.

Das schliesst auch positive Gefühle wie Freude, Lachen, Leichtigkeit, Gefühle von Nähe, Geborgenheit und Liebe mit ein.

Gründe dafür können sein, dass in der Herkunftsfamilie, in der Gruppe sozialer Zugehörigkeit eine Werthaltigkeit für Gefühle verloren gegangen ist oder nie bestand. Davon betroffen sind nicht nur Randgruppen, sondern in allen Schichten gibt es Tabu-Bereiche, Ungewohntheit, Unerfahrenheit die Möglichkeit zu fühlen zu verbieten, abzutrainieren und auszuschliessen als negtive Menschlichkeit oder als Wertung von Unfertigkeit als Mensch.

Letztlich bedeutet Alexithymie eine Art Amputation von wesentlicher Lebendigkeit und Ausdrucksfähigkeit.

Gefühle, die so unbemerkt und ungeachtet exisitieren können: Mitgefühle, Liebesgefühle, Glücksgefühle, Bauchgefühle, verletzte Gefühle, Schuldgefühle, Schamgefühle, Selbstwertgefühle, Lust- und Genussgefühle, Minderwertigkeitsgefühle, Neid- und Eifersuchtsgefühle sowie Frustrationsgefühle.

Je nach Erziehung fällt eine Identifizierung auch aus oder war nicht erlaubt.

Auch Traumatas können zu dieser Gefühlsblindheit führen; das kann ein einziger Satz gewesen sein, eine Erfahrung der Lächerlichkeit als emotionaler oder mentaler Missbrauchbis hin zu gewaltsamen, körperlich-sexuellen Übergriffen.

Folgen können Erschöpfung sein, weil Müdigkeit nicht zugelassen wird. Unausgeglichenheit im Körper; Über- und Unterforderung, ebenso wie ein Ungleichgewicht im Kontakt mit Menschen (ehre Isoliertheit, denn Freudeskreis oder Partnerschaften mit Nähe & echter Intimität).

Es entsteht auf verschiedenen Ebenen einfach so Stress, der dann auch zu körperlichen Defiziten, mentalem Denkstress (Grübeln) und seelsicher unbenannter Belastung führt, weil die Betroffenen gar keine Worte zu Auswahl haben, um ihre Gefühle & Emotionen zu benennen.

Mittlerweile sind neben eindeutig mehr Männern und Kindern immer mehr auch Frauen davon betroffen.