Menschen mit individuellen Geschenken entwicklen Selbstbewusstsein durch das Leben

Im Unterschied zum Tier, das in der Regel kurze Zeit nach der Geburt eigenständig ist, bleibt das menschliche Neugeborene lange, sehr lange auf Hilfe angewiesen. Es kommt als Bündel von Bedürfnissen zur Welt und braucht unbedingt die Wärme menschlicher Arme, wachsamer Augen und liebkosender Berührungen. Brutkästen und elektrische Wärme sind nur ein sehr unzulänglicher Ersatz dafür, und die Berührung mit kalten Instrumenten, lieblose und dumpfe Berührungen (Anm. der Autorin dieses Beitrages) kann wie eine Folter sein.

Das Baby braucht die Gewissheit, dass es in jeder Situation beschützt wird, dass sein Kommen erwünscht war, dass sein Schreien gehört, seine Blicke beantwortet und seine Angst beruhigt werden. Es braucht die Sicherheit, dass sein Hunger und Durst gestillt, sein Körper liebevoll gepflegt und seine Not niemals ignoriert werden. Ist das zuviel verlangt? Unter Umständen viel zu viel, eine große Bürde, unter anderen Umständen hingegen eine Freude und Bereicherung. Das hängt ganz davon ab, was die Eltern selbst einst erfuhren und was sie zu geben haben. Doch dessen ungeachtet – jedes Kind ist auf die Erfüllung seiner Bedürfnisse angewiesen, weil es sich selbst nicht helfen kann. … “ (aus Alice Miller, Das verbannte Wissen – Vorwort, Seite 7)

Kinder brauchen die Anerkennung von all dem, was sie ausmacht & was sie ins Leben mitbringen und Erwachsene auch – für einander und miteinander.

Talente, Begabungen und Fähigkeiten sind Wesensmerkmale wie die Augenfarbe oder der Knochenbau – im Wesentlichen unveränderbar und indivduell.

Leider ist der Spruch: „Der Prophet gilt im eigenen Land nichts oder bleibt unerkannt“ in der Realität sehr wirksam.

Es gibt im Umfeld von Begabten immer auch Unverständige, Unerfahrene, auch Menschen, die neue oder anderes ablehnen.  Oder Menschen mit kognitiv belastetenden Verhaltensweisen wie negativ-konkurrierend, eifersüchtig und neidisch also selbstwertunbewusste Menschen. Falls eine Persönlichkeitsstörung wie bei krankhaften Narzissmus oder Borderline Syndrom vorliegt, ist jedem empathischen Menschen nur anzuraten sich von diesen Menschen gesund zu entfernen – aus Selbstfürsorge, Selbstachtung und Selbstliebe bwz. Selbstwertschätzung. Sonst lebt dieser in einem Kriegsfeld und ist herausgefordert sich immer wieder zu distanzieren.

In der Wertschätzung von Traditionen hat Neues oder Fremdes oft keinen Platz und keine Wertschätzung und wird ausgegrenzt, negiert und auch bekämpft. gefördert wird das was gemeinsam macht und auch Entwicklung verhindert. Bei dieser Ablehnung kann es einen familiären Narzissmus geben, latent und unbewusst, weil der Patriarch/ die Martiarchin eben den Einklang mit ihm und seine Vorstellungen einfordert, lobt sowie bestraft, ausgliedert und ablehnt, eben regiert. Wer sich nicht fügt, wird ausgegrenzt.

Oft besteht auch Konkurrenz, Unterwerfungsmodalitäten oder Erhöhungsansprüche – Eltern- oder Partnerliebe, also das, was dafür gehalten wird – entspricht institutionalisierten Werten (eine Institution ist eine Einrichtung wie eine Verwaltung, ein Verein, eine Schule oder eben auch die Kirche). Ein Vater, eine Mutter, ein Partner, eine Partnerin sieht sich als Institution, in hierarchischern Struktur „verehrungswürdig“ ohne es wirklich zu sein. Es sind Größenphantasien, die ein Mensch mit fehlendem Selbstbewusstsein – blendend –  vor sich setzt wie ein Guru mit Untertanen. Narzissten und Borderliner sind hypersensibel für sich bis hysterisch (ohne Empathie für Menschen und/oder Tiere) nur für eigene Belange und damit am anderen Ende des Spannungsbogens von Hochsensibilität (Hochsensible sind reflektions- und lernfähig  und somit teamfähig ebenso wie führungsfähig; Narzissten und Borderliner sind zu 90% keines von diesen 4 Fähigkeiten).

In diesem Sinn kommen viele Kinder in eine Atmosphäre von Nicht-Wohlwollen anstatt von Wohlwollen, ob zuhause bei Eltern oder Großeltern, ob in der Schule oder im Beruf. Die Folgen davon sind dann Umwege, Scheitern oderauch lebenslanger Rückzug von dem was eigenlich Geschenke – Fähigkeiten & Gaben- sind.

Im Glücklichen Fall erkennt ein Mensch aus dem Lebensumfeld eines Kindes, dass hier ein kleiner Mensch wirklich begabt ist und fördert das Mädchen oder den Jungen.

Instiutionen können dann auch positiv wirken, wenn die Vertreter der Instiutionen wie Jugendamt, Schule, Kirche eben von missbräuchlichen Strukturen und Strategien wissen und diese erkennen, so subtil sie auch sind, gegen sie anzugehen.