IQ-EQ-KQ hoch 3

Was ist eigentlich wichtig? Die Trennung zwischen den Fähigkeiten, die sich im IQ (Intelligenzquotienten), im EQ (Emotionale Intelligenz) und dem KQ (Kreative Intelligenz) finden ist nicht mehr aufzuheben.

Wenn eine Firma wie Google heute nicht mehr auf „Superzeugnisse“ setzt, weil emotionale & soziale Intelligenz für Kommunikationsfähigkeit und Gestaltung von Teams spricht, dann ist das eine Erkenntnis und Entscheidung, die Tragfähigkeit zeigt.

Mein Biologielehrer in der Oberstufe hat es einmal ganz anders ausgedrückt: Ich frage eine Arzt mit welcher Note er das Examen gemacht hat?! Hat er es mit Eins gemacht, schicke ich ihn weg mit der Begründung er solle in die WissenschafEt. Der Absolvent mit 2 oder 3 als Examensnote, hat andere Herausforderungen bewältigt und ist menschlich bzw. lebensoffen. Er selbst hat während des Studiums geheiratet, 2 Kinder bekommen, neben dem Studium dann in einer Chemiefirma in Hessen gearbeitet, um sich und seine Familie über Wasser zu halten. Ferner meinte er, dass einige dieser Schülergeneration viel zu sehr sicherheits- und Planorientiert seien und damit mal erhebliche Schwierigkeiten bekämen, wenn etwas nicht so laufen würde, wie geplant. Womit er Recht hatte.

Einseitige Förderung von Talenten, ist fatal. Einige meiner Lehrer und Arbeitgeber bwz. Chefs sind einseitig begabt und leider nur fähig in der Übersetzung im 1:1-Modus. 1:3 oder 1:5 zu übersetzen, eine Situation zu öffnen, eigene Unfertigkeiten und Unfähigkeiten und ihre Erfolgsabhängigkeit im Team -beruflich oder privat- zu erkennen, gelingt ihnen nicht. Ich habe glücklicherweise auch andere Erfahrungen mit Arbeitgebern und Chefs!!! Diese hatten sich allerdings auch auf das Leben eingelassen.

In NRW ist es in den Gesamtschulen zum größten Teil Pflicht, dass die Lehrer schon einen anderen Beruf erlernt haben bevor sie als Lehrer unterrichten – weil sie das Leben in den bunten bis chaotischen Anforderungen kennen; anstatt nur die lineare Struktur in einem allgemeinen Lehrerleben. Das klingt und ist provotkant und soll die Einzelleistung mancher wirklich auch guter anderer Lehrer alles andere als Infrage stellen.

Die Unfertigkeit einiger Einserkandidaten, auf die jener Biologielehrer anspielt ist, die mit dem Leben umzugehen. Weil nicht Normen das Leben oder Gesundheit bzw. Krankheit alleine bestimmen, sondern Lebensereignisse und die Fähigkeiten damit umzugehen sowie andere Rahmenbedingungen.

Fühlend zu sein, bedeutet eben Schmerz, Trauer, Wut, Eifersucht, Neid, Getrenntheitsgefühle, Isolation, Ablehungung, Ausgegrenztheit oder Ekel spüren zu können ebenso wie Freude, Glück, Vertrautheit, Nähe, Offenheit, Geborgenheit, Verbundenheit. Das sind Informationen von Emotionaler Intelligenz (EQ) und Empathie, der Fähigkeit mitzufühlen (sich in einen anderen Menschen einzufühlen oder in eine Situation). Diese persönlichen Qualitätmerkmale finden Ergänzung unter den Inhalten und dem Begriff „softskills“ wieder.

Gegenwärtig und auch in der Anlehnung an Mitarbeiterprofile von Firmen wie Google oder Apple, die wieder auf handgeschriebene Flipcharts-Präsentationen!!! setzen. Findet ein neuer bzw. altbekannter, wenig geschätzter, Quotient zunehmend Beachtung. Der Kreative Quotient (KQ). Firmen wie Google und Apple bemerken, dass kreative und innovative Impulse wichtig sind – auch für die Entwicklung des Arbeitsmarktes der Zukunft.

Neben der Tatsache, dass es auch Bereiche gibt in denen Autisten führend sind – interessanterweise ohne Teammeetings, weil das nicht geht. Weil Autisten Hochschnelligkeitsfaktoren in konzentrierter Form im Gehirn und in manchen Arbeitsfeldern haben und die soziale Langsamkeit langsamer in der Verarbeitungsschnelligkeit ist oder unmöglich.

Die Lösungen für ein gutes, gesundes Leben und eine berufliche Tätigkeit, die Effizienz für ein Unternehmen fördert, sind in alten Strukturen alleine nicht zu finden. Auch hier ist Integration wichtig.

Kleiner, wichtiger Hinweis: die höchsten psychischen und psychosomatischen Erkrankungsraten finden sich in Baden-Württemberg und Bayern. Die Prognose für das Jahr 2030 laut WHO ist, dass welt- bzw. bundesweit nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depression und Burnout in allen Altersgruppen als zweiter Erkrankungsfaktor ist. Den dritten Platz werden Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus aufgrund von Ernährungs- und Bewegungsfehlern einnehmen.