Rebellen – Leistungsverweigerung & falsche Demut

Underarchiver – Jene hochbegabte Menschen, die intellektuell auf einem gefühlten „Scheiterhaufen täglich erneut verbrennen“, weil sie unterhalb ihrer Fähigkeiten und Talente – auch unerkannt oder unbewusst – leben.

Sie leben oft mit einem Minimum an Talententwicklung und sind die, die trotz vielfältiger Begabungen „nie Erfolg haben“.

Sie dümplen vor sich hin: „Ich könnte schon erfolgreich sein, aber ich will das gar nicht – ich will doch nich in euer Sch… Establishment“ (Zitat: Das Drama der Hochbegabten, S. 21; Jürgen vom Scheidt. Mein Ausbilder „Mentoring für Hochbegabte“).

Das sind Menschen, die hinter Institutionen und deren Strukturen sehen, ihre Wirkungsweise verstehen und dann rebellisch eben keinen oder einen Weg suchen zu revolutionieren oder innovativ zu evolutionieren.

Letztere haben dann auch Erfolg im Leben; erstere dümpeln und scheitern trotz ihres Potentials, weil sie sich im Weg stehen oder es zu lassen, dass unbegabtere, unerfahrenere sich in den Weg stellen. So können für den Hochbegabten erneute und weitere Traumantisierungen stattfinden, die auch zu Depressionen führen können.

Gerade die „hochbegabte Frau“ unterliegt vielen tradionellen und sozial-konservativen Vorurteilen und Bewertungen; sie ist oft dann nur in einem Bereich fast selbstaufopfernd extrem gut. Was dann im gegenteiligen Pol zu einer Minderausübung der Begabung führt. Also wenn sie Mann und Kinder fördert, ist ihre Berufsposition nicht unbedingt adäquat oder umgekehrt ist sie beruflich stark und in der partnerschaftlichen, familiären Situation eingeschränkt. Ausserdem ist es für eine hochbegabte Frau evtl. schwierig einen ebenbürtigen Partner zu finden, weil auch Rollendefinitionen in das Beziehungsleben einfliessen.

Intuition

Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat. „

Albert Einstein

„The intuitive mind is a sacred gift and the rational mind is a faithful servant. We have created a society that honours the servant and has forgotten the gift.“

Intuition ist im Ursprung lateinisch und beschreibt einen kreativen Process an dessen Ende dann Handeln, Sprechen und Denken stehen. „intuitio“ ist die unmittelbare und neutrale Anschauung oder „intueri“ in der Bedeutung von „genau hinsehen und anschauen“.

Damit sind Fähigkeiten für Einsichten & spontan klare Erkenntnisse gemeint wie beispielsweise:

  • Inhalte nonverbaler Kommunikation, allgemeiner oder besonderer Sachverhalte, Situationen & Atmosphären
  • unterschiedliche Sichtweisen und Denkstrukturen
  • Gesetzmäßigkeiten, Regeln & systemische Strukturen; auch im Instiutionellen Bereich
  • generell menschliche Strukturen

als gegebene, subjektive und vorausschauende Stimmigkeit für jeden Menschen möglich und ermöglichen so Entscheidungen zu erlangenzu treffen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes.

Das wird auch „Bauchgefühl“ (Enternisches Nervensystem/ENS) genannt.

Häufig hat man dann Vertrauen; vorallem, wenn der Bauch sowie das gesamte Nervensystem: Darmnervensystem, Darmwandnervensystem, Eingeweidenervensystem oder intramurales Nervensystem, als „Bauchhirn, Bauchgehirn oder Darmhirn“ eben entspannt ist, was auch den nervales System des Sympathicus oder Parasympaticus mit einbezieht als Leiter dieses Bauchgefühles hin zu andern Organen und dem Gehirn, das dann den Denk- und Handlungsprozesse einleitet.

Die Begründung eine Entscheidung aus „dem Bauch herausgetroffen zu haben“ ist Männern gleichermassen wie Frauen möglich, generell.

Kinder sind von ihrer Intuition glasklar; das kann sich durch Verhaltensmuster, Be.Wertungen und Urteile in der Umweltbeeinflussung ändern (die Intuition wird eingeschränkt). Sie haben ein natürliches und ethisches Grundverhalten, das durch „Erziehung“ in Moral und deren Inhalte verwandelt wirdl

Im Besonderen haben sehr sensorisch bewusste & sehr empfindsame Menschen einfach eine bessere Möglichkeit bzw. mehr Erfahrung und diesen Impulsen zu folgen.

  • Deshalb ist gutes, gesundes Essen sowie ausreichendes Trinken, Bewegung, ausreichend Schlaf wichtig, damit Giftstoffe, das Magen-Darm-System nicht belasten und aus dem Körper ausgeschieden werden. In einer gesunden, genuss- und entspannungsfähigen Lebensart sind Impulse dann klar!

Was im Bauchgefühl auch Ausdruck findet, ist der „Instinkt“. Das Leben liefert natürliche Profile im Zusammenhang mit unserem Kleinhirn – archaische Erfahrungen, der Jagd- und Fluchtinstinkt.

Abgerundet wird das „Intuitions-Instinkt-Programm“ bei hochsensiblen & hochbegabten Menschen durch ihre enorme seismische, wertungsfreie Verarbeitungsfähigkeit und Informationsverarbeitung beider Gehirnhälften (kurze, sehr schnelle Rechts-Links-Verarbeitung oder langsame Verarbeitung weil viele Detaills als Information aufgenommen wurden).

Der „7. Sinn“ betrifft die Fähigkeit klar wahr zu nehmen: Klarfühlen, Klarsehen, Klarhören, Klarschmecken, Klarriechen & Klarwissen. Ich verwende hier „Klar“ statt „Hell“, weil aus dem esoterischen Bereich, die Verwendung von „Hellsehen, hellfühlen, usw.“ für mich eine eher negative Wertung hat (die Szene hat teilweise extrem abwertende und beurteilende Ansätze, die Ethik und gesunder Spiritualität widersprechen).

Der Zugang über Klarwissen bietet eben auch die Facetten von Medialiät an vielfältig & empathisch detailliert zu kommunizieren. Weitere mögliche Bezeichnungen: Innere Stimme, gesunder Menschenverstand, “gefühltes Wissen“, Phantasie, Geistesblitz, Eingebung, Insoiration, Aha-Erlebnis, Ahnung oder „Antennen haben“, …

Spiritualität ist ein weiterer Ausdruck von Intuition bzw. Themen, die für mich mit „ethischem, humanen, empathisch-klarem“ Verhalten gleichzusetzen ist und damit einer Form von Fürsorgeverhalten, Nächstenliebe oder Altruismus in einem menschlichen Bezug.

Viel hochsensible Kinder haben Fragen & Antworten, die religiös-philosophisch und wissenschaftlich-reflektierend sind – positive Aspekte. In diesen Rahmen gehört die hinterfragende Haltung, die schon kleinen Kindern zu eigen ist und sich auch in grübeln und „sich-Sorgen-machen“ einen belastenden Aspekt finden kann.

Damit schliesst sich der nonverbale, persönliche Informations- und Entscheidungskreislauf, neben haptisch-sinnhaftem Tasten & Fühlen, Gerüchen, Geschmack, Lesen von Literatur, Hören & Sehen von Medien, Gesprächen sowie lebendiger positiver wie negativer Erfahrungen im Leben und der dann gespeicherten Muster, Reaktionsmöglichkeiten u.v.m.

Gegenteiliges & Differentialbereiche zu Hochsensibilität/Hochbegabung

Menschliche -auch krankhafte Formen- Differentialthemen oder Gegenteile zu Hochsensibiliät und Hochbegabung , Reflektionsfähigkeit, Analysefähigkeit und feiner Empathie sind:

  • Narzissmus als negativer Form durch Manipulationen wie Erniedrigung und Entwertungen ./. positives Selbstbewusstsein mit Macherqualitäten
  • Borderline-Syndrom (Interaktionsstörung) mit Übergriffigkeit, „Eigene Welt-Strukturen“, die andere Qualitäten anderer Menschen und Kulturen abwertend ausschliessen und isolierend wirken
  • Histrionisch-bedürftige Menschen – müssen immer im Mittelpunkt stehen
  • Co-Abhängigkeit & Suchtpotentiale – alles ander als selbständige & selbstverantwortliche Menschen, die ihre Lebensführung aus SelbSelbstwert, Selbstliebe, Selbstachtung gestalten.
  • Dunning-Kruger-Effekt hier ist es „egal, ob es um Berufliches oder Privates geht: Diejenigen, die am allerwenigsten über ein Thema Bescheid wissen, sind leider oft die, die glauben, sie wüssten es besser als andere“.
  • Münchhausenstellvertreter-Syndrom oder Münchhausen-by-Proxy-Syndroms – zwanghaftes, krankhaftes Verhalten meist einer Mutter das eigene Kind wirklich aktiv auch durch Medikamentmissbrauch krank zu machen, um selbst Aufmerksamkeit als „fürsorgliche Mutter“ durch andere Familinemitglieder oder Ärzte und Pflegepersonal zu bekommen – sehr subtiler Missbrauch
  • Missbrauch in Form mentaler, emtionaler, seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt
  • Schlechte Beziehungspartner – der Artikel ist für Frauen geschrieben; der Inhalt gilt auch für Männer, die auf schlechte Beziehungpartner getroffen sind

  • Liebes.be.ziehungen in der Hochsensibilität ./. Liebesbeziehungen der anderen Normalos, die weniger senisibel sind
  • Autismus
  • Hochstapler-Syndrom – Ein „Hochstapler“ ist eigentlich Blender; ihr Kennzeichen: große Klappe, nichts dahinter. Hinter dem sogenannten Hochstapler-Syndrom verbirgt sich genau das Gegenteil: kleine Klappe, viel dahinter.
  • ECHO-Syndrom – Selbstzweifel aufgrund von narzisstischen Abwertungen eines Partners, Familienmitgliedes oder Kollegen, Chefs oder Arbeitgebers. Einge Fähigkeiten und Talente sind oft unbekannt oder werden negiert, weil der dominate Gegenpart sich als „gößer, besser und daher unangreifbar“ darstellt. Natürliche Bescheidenheit wird verformt bis zur TArnung aus Schüchtenheit usw. bis zur erzwungenen Unterwürfigkeit.

“Ein egoistischer Mensch ist einer, der darauf besteht, mit dir über sich selbst zu reden, auch wenn du dafür sterben würdest, um mit ihm über dich zu reden.” (Jean Cocteau)

Latente Hochbegabung

Neben den erkannten und anerkannten erfolgreichen berufstätigen Hochbegabten gibt es auch latente Hochbegabte.

Sie sind oft vergleichbar mit hochgezüchteten, besonderen Rennpferden, die evtl. ein Leben lang mit den Hufen scharren und nicht wissen, wohin sie springen sollen oder sie bleiben im Luftsprung dauerhaft stehen, weil sie nicht landen können.

Sie machen manche Aufgaben scheinbar „mit links“ wie das Abitur, das Studium und einen Job. Sie sind in der Lage sich mit der eigenen Denkgeschwindigkeit, der Kenntnis um die eigne Kompetenzen und Interessen, das eigene Leben gut einzurichten – auch aus Selbstgenügsamkeit als durchaus positiver Eigenschaft heraus.

Dennoch liegt „Frustrations-Empfinden in der Luft“ wegen frühkindlicher Traumatisierungen wie Spott, Ablehnung, Anforderungen und anderer negativer Einflüsse, die durch die Fähigkeiten eines Hochbegabten „sich-selbst-auch-in-Schach zu halten“ sowie eigene Unruhe & Unzufriedenheit erzeugen, viel Energie blockierend oder Energie kostend, die eigentlich der Begabungsentwicklung besser dienen würde, einfach wie im Laufrad laufen lässt – ohne effektives Ergebnis.

Überforderung, Stress und emotionale Ungleichgewichte können dann auftauchen neben einer gewissen – auch isolierenden Aggresivität und dann Unverständnis für das Gegenüber.

Das bedeutet Hochbegabte müssen gelegentlich ihr Tempo „runterschalten und zügeln“ oder auch ihre Verständnisbereitschaft und Empathie, die vorhanden ist, trainieren.

Wobei Duldsamkeit oft von ihnen selbst falsch interpretiert wird, was unter Umständen mit einer Bescheidenheitsaufforderung zusammenhängt, die echter Selbstgenügsamkeit und ihrem tatsächlichen, echten Wertebewusstsein gegenübersteht; entweder unbeachtet oder unerkannt.

Positiv ist dabei durchaus auch ihr „Tempomachen“, weil in ihrer Pionierhaften Inititative eben auch notwendige, wichtige Potentiale für Veränderungen stecken.

Nichts desto Trotz im wahrsten Sinne dieser worte, muss ein Hochbegabter mit enormer Frustration umgehen lernen, sich im „Immer-wieder-Aufstehen“ üben und so auch lernen was adaptives, innovatives Denken und Handeln bedeutet im Zusammenhang mit Antifragilität (= das Lernen das aus Scheitern und Verletzung entsteht).

So verbindet sich dann bewusste und latente Hochbegabung.