Stürmische See schlechter Erfahrung & gute Reiseerfahrungen im Leben

Schon als Kinder und als Erwachsene geraten wir in gute, weniger gute Situationen oder auch in echt miese bis lebensbedrohliche Situationen. Oder wir beobachten, dass unsere Kinder in miesen bis lebensbedrohlichen Situationen wie in ein „Unwetter“ oder einen „Tsunamie“ ausgeliefert sind. Und dann gilt es aufzuräumen…

Doch als Erwachsene können wir nur so gut „aufräumen“ wie wir selbst „abenteuerliche“ bis “ lebensbedrohlich“ empfundene Situationen sortitiert haben. Zu wissen, dass jede miese Situationen zu Ende ist und dass wir diese unwahrscheinliche, unerwartete Situation gut verdaut und „gehändelt“ haben.

Für einen Teil sind diese Erlebnisse und Situationen – eben Herausforderungen & Mutproben. Sie zeigen dann, dass dieses Mädchen, dieser Junge ein „kleineres bis mittleres Unwetter“ überstanden haben. Doch was ist mit den „grossen Tsunamis“? Die ebenso stark und gewaltig über ein Kind oder einen Erwachsenen hereinbrechen?

Als Mutter oder Vater (Oma, Opa, Erzieherin, Lehrer, Ausbilder, …) können wir nur so gut begleiten, wie wir selbst unsere Verluste, Trauer, empfundenen & erlebten Bedrohungen verarbeitet haben…

Trost und Fürsorgeimpulse empfangend, damit sich die negative, heftige Erfahrung als blosse Bewältigungserfahrung in eine stärkende Bindungserfahrung (freundliches Lächeln, freundliche Stimme, evtl. eine warmherzige, achtsame Berührung oder Umarmung, in eine Decke eingekuschelt zu werden, eine Tasse Tee, usw. ) mit einem Menschen, der diese gute Bindungserfahrung ermöglicht, zu wandeln.

Die Psyche speichert diese Erfahrung als gute und stärkende Erfahrung ab – diese Situation ist gemeistert!

Die wirklich als schlimm empfundenen Situationen sind oft unbeendet in der Erlösung. Flucht oder Kampf oder Erstarren „wie tot sein“ sind die ersten Reaktionen auf eine Überflutung von aggressiven Übergriffen. Manchmal wissen wir nicht, welchem Impuls wir zuerst folgen sollen und „frieren“ ein. Diese „erfrorene“ Information speichert unser Gehirn sowie unser Körper. Es entsteht eine “ innere Traumaliste“ oder ein „Traumaalarm“, der wie ein Filter wirkt. Im Grunde zeigt uns diese Liste, was wir noch nicht in Balance oder Heilung gebracht haben wie auch der Alarm, der eben „lauter, schriller“ ist und jede aktuelle Situation überschattet, dunkel verfärbt und aktuell blockiert wie das Ursprungserlebnis.

Das Not-Aus als dichteste, intensivste Form von traumatischem Stress auf allen Ebenen – körperlich, mental, emotional – beschreibt dann:

  • das Nicht.flüchten.können – das Gefühl von Ausgeliefertsein & „Gelähmtheit“
  • das Nicht.kämpfen.können – das Gefühl von Hilflosigkeit
  • das Sich.nicht.verbinden.können in größter Not, mit einem Menschen, der rettet oder schützt – das Gefühl von Verlorensein oder schutzloser Freigabe

Es entsteht somit der Stress zum Überleben, allerdings auch der Wunsch zum Leben und zum Wachstum – persönliche Entwicklung findet statt als echtem Motiv.

Daraus resultieren dann auch „Lebensaufgaben“ und „Berufungen“, Impulse und Motivation neue Lösungen zu finden, Menschen zu begleiten oder auch entsprechende Teams zu gründen oder einfach wieder im guten Lebensfluss zu sein. Wenn das Gefühl eines „sicheren Hafens“ in einem Kind ist oder auch in einem Erwachsenen, dann ist dieser Mensch von positiven Impulsen, Informationen und guten Energien gestärkt; er wächst über sich hinaus und nimmt andere mit, die das wollen.

Ein anderer Begriff dafür ist „Resilienz“.

Resilienz ist die Fähigkeit zu heilen, selbst zu spüren, dass ICH als Mensch in mir selbst gesund bin – andere Menschen sich falsch verhalten haben, das falsch erlernt haben und dann unbewusst oder bewusst ihre schlechten Erfahrungen weitergeben und neues Leid hervorbringen).

Dieser Reslilienz-Ort ist wie ein Quelle der Gesundheit, des Ganz.Seins – ist ist für jeden Menschen und in jedem Menschen angelegt. Dieser Ort ist immer wieder in mir selbst zu finden, wenn ich auch dazu bereit bin, weil er die Kraft, die Liebe, das Vertrauen und den Mut, die Ruhe, die ich dort finde immer als Ressourcen hat – als Erwachsener und auch als Kind eben auch unabhängig von anderen Menschen im Aussen. Bis dahin, können freundliche, positive und klare Erwachsene eben ein Kind begleiten auf diesem Weg zur seinen eigenen Ressourcen: Resilienz, Mitgefühl, Ruhe und gesunde Stille ebenso wie Freude, Lebendigkeit, mentale & emotionale sowie körperlich-seelsiche Gesundheit – das richtige Mass von allem oder die richtige Balance.

Gerade sehr senisitive, sensorisch starke Kinder haben diese natürliche Äquivalent von Wahrnehmungsbegabung ( Fähigkeit zu scannen und Profile zu erkenne, um zu unterscheiden); diese Tool brauchen sie, um im eignen Leben auch dann gute Lotsen und Kapitäne zu sein – auf ruhiger See genauso wie auf der „rauen und orkanartigen See“. Die Erfahrung zu Überleben haben sie gemacht, ebenso wie es ist sich dann nach „Not und Stress“ wieder zu entspannen und auf „sicherem Boden“ zu landen.

Auch Menschen, denen dieses Talent feinster Wahrnehmung und Informationsverarbeitung fehlt, leiden unter gewaltreichen Erfahrungen, subtiler bis dumpfer, manchmal daher auch schwerer im Ausdruck dessen was sie erlebt haben.

Kein gewaltsamer Akt ist mit einer anderen miesen, aggressiven, lebensbedrohlich empfundenen Situation zu vergleichen – egal, ob Schläge mit und ohne Gegenstände wie Gürtel oder Kochlöffel oder der blossen Hand, Verunglimpfung und „Lächerlichgemacht.werden“ oder sexueller Missbrauch. Hier sind immer auch zugleich mentaler und emotionaler Missbrauch durch verantwortungslose, gewissenlose Täter erfolgt und auch meist Mitwissende im Umfeld – genauso Täter.

Es ist eine Herausforderung aus dem „zum Opfer gemacht werden“ heraus zu wachsen, die auch gute und freundliche Unterstützung braucht. Auch unterscheiden zu lernen, ist wichtig, um sich effektiv und bewusst zu schützen.

Falls DU als Mutter, Vater, als Lehrer, Erzieher, Ausbilder oder PartnerIN eigene „Seeungeheuer, heftige Belastungen“ (Wasser symbolisiert Gefühle und Emotionen) noch in ein gesundes Areal – einen sicheren Hafen für dich- weisen willst oder auch erkennen willst, wo DEINE Stärken liegen und DU alles andere als „schwach“ in deinem Leben gewesen bist, wenn DU etliche Orkane und Tsunamis überlebt hast. Letztlich gelegentlich dann „irgendwie“ gestrandet bist, ohne zu wissen, welche Kompetenz und Begleitung dir zur Verfügung standen, kannst du gerne Kontakt mit mir aufnehmen.

Aufräumen – Epigenetik

In der Traumata-Arbeit gibt es die Erkenntnis, dass generationsübergreifende Erfahrungen und Erlebnisse zu Denk-, Emotions- und Verhaltensmustern werden, die zum einen eben Werte, Urteile und Denkstrukturen betreffen.

Allerdings auch – weil genetisch verankert – den Körperbau, Informationen von Krankheiten bzw. Möglichkeiten unter bestimmten Bedingungen zu erkranken und die Krankheit des Großvaters oder der Urgrossmutter zu „bekommen“ oder gesund zu bleiben.

In der Hömöopathie ist so die Miasmenlehre entstanden, die sich auf „Grundkrankheiten“ bezieht: Psora, Syphilitisch, Sykose, Tuberkulin, präkanzerös, Krebs, vakzinosisch. Dazu gehören spezifische Ängste, Konditionierungen und Lebensansichten, die dann auf die Folgegenerationen wirken (können).

Ein Miasma ist eine Fehlinformation, die aus einer schrecklichen oder intensiven, „unverdauten“ (nicht integrierten) Erfahrung herrührt.

Eigenlich ähnlich wie in der Astrologie, denn jedes Sternzeichen hat auch Herausforderungen, Ängste und Konflikte.

Dass heisst hinter dem Themen verbergen sich Inhalte, die sich ohne zu erkranken auf das Leben auswirken können und es auch subtil beeinflussen.

Es kann also sein, dass DU heute ein Thema aus deiner Herkunftsfamilie, Ahnenfamilie oder auch Seelenfamilie (Seelenmuster) oder einem kollektiven unbewussten Teil (Carl Gustav Jung – Das kollektive Unbewusste) letztlich in deinem Leben zum Ausdruck kommt. Hinter jeder Herausforderung steckt immer auch mindestens ein Talent, die Herausforderung als Mutprobe & Reifeprozess erfolgreich zu bestehen.

Wenn Du also Begleitung möchtest, Klärung in Verwirrung oder Chaos zu bringen, dass dein Leben beherrscht oder auch schon Eltern oder Großeltern, dann nimm Kontakt mit mir auf.

Alles Gute,

Cornelia

Mediation & Hochsensibilität

Löwenzahn durchbricht harte Erde; hat Wurzeln und alles was er braucht!

Mediation & Hochsensibilität –

Abschlussarbeit zur „Zertifizierten Mediatorin“

The trail does not teach you

who you are

It can just teach you

 to accept who you are! – (Leitspruch der Thruhiker)

Prolog – Es geht um Sprache & Verständnis

Die Geschichte von Kalif Storch von Wilhelm Hauff (Kurzversion)

„Der Kalif Chasid zu Bagdad und sein  Effendi (Großwesir) Mansor kaufen von einem Krämer in Pulver, mit dem sie sich in Tiere verwandeln und deren Stimmen verstehen können.

Allerdings verstoßen die beiden gegen die Auflage, nicht lachen zu dürfen. Sie müssen Störche bleiben, weil sie durch das Lachen den Zauberspruch vergessen haben, der sie wieder in Menschen zurückverwandelt hätte: „mutabor“ (lateinisch: „ich werde mich verwandeln“).

Der Kalif bemerkt dann, dass sie auf seinen alten Feind, den Zauberer Kaschnur, hereingefallen sind, als dessen Sohn die Herrschaft des Kalifen unter dem Vorwand übernimmt, dass dieser gestorben wäre. Daraufhin begeben die zwei Verwandelten sich auf eine Reise, auf der sie die Eule Lusa kennenlernen und sich mit ihr verbünden. Diese gibt sich als eine ebenfalls vom Zauberer verwunschene Prinzessin zu erkennen, die nur durch ein Heiratsversprechen wieder in ihre menschliche Gestalt zurückverwandelt werden könne. Unter der Voraussetzung, dass einer der beiden – trotz ihrer Gestalt als hässliche Eule – um ihre Hand anhalten muss, zeigt sie den beiden den geheimen Treffpunkt des Zauberers und seiner Verbündeten. Dort berichten die Anwesenden von ihren Untaten, und die beiden Störche können das benötigte Zauberwort in Erfahrung bringen, ohne bemerkt zu werden.

Endlich wieder in menschlicher Gestalt, kehren der Kalif und seine zwei Begleiter nach Bagdad zurück, wo der illegitim als Kalif amtierende Sohn des Zauberers vom Thron gestürzt und nun seinerseits in einen Storch verzaubert wird. Der Zauberer wird gehängt, und Chasid ist wieder Kalif von Bagdad. Lusa, die sich bei ihrer Rückverwandlung als ausgesprochen schöne Frau erweist, bleibt an seiner Seite.“ ( de.wikipedia.org/wiki/Die Geschichte von Kalif Storch)

Die Geschichte beschreibt wie Menschen sich unter Einflüssen, Prägungen und Aussagen („Einflüsterungen“) verändern oder sich auch treu bleiben und damit ihren Charakter sowie ihre Handlungen im positiven wie negativen selbst auch erkennen (Fähigkeit zur Reflexion).

Neugierde, das Wissen wollen wie die Lösung gefunden wird und funktioniert, ist dann die Wandlung des aktiven „mutabor“ und ein Prozess, der das Alltagsleben von hochsensiblen &hochbegabten Menschen kurz und knapp erfasst.

Da die Mediation auch einen Raum zur Wandlung, Erkenntnis, tiefem Verständnis und positiver Lösung anbietet in der Verbindung, dass Kommunikation – verbal und nonverbal – permanent stattfindet, schaffen die Fähigkeiten hochsensibler & hochbegabte Menschen die Basis für eine schnellere und effiziente Lösung auch in Konflikten.

  1. Was ist Hochsensibilität & Hochbegabung?

Hochbegabung oder Intelligenz hat mehrere wichtige Bausteine, die sich wie folgt unterteilen lassen; aufgrund der „Theorie der multiplen Intelligenzen“ von Howard Gardner:

  • Intellektuelle Intelligenz: Logik & Mathematik, Kognitivität, Analytik & Sprachlich-Linguistische Intelligenz (number smart – word smart – picture smart)
  • Emotionale Intelligenz: Sensitivität, Sensibilität, hohe Sensorik (nature smart – music smart – body smart – picture smart – word smart – self smart)
  • Soziale & Interpersonelle Intelligenz : Empathie bis Telepathie (people smart – nature smart – body smart – self smart)
  • Intrapersonale Intelligenz (self smart – music smart – body smart – picture smart); körperlich-kinästhetische Intelligenz, Bildlich-Räumliche Intelligenz, Musikalisch-Rhythmische Intelligenz.

Hochsensibilität oder Hochsensorik sind also Elemente von vielfältiger, hoher Intelligenz und entsprechen einer normale, menschlich-natürliche Veranlagungen und damit persönlichen, wesentlichen Eigenschaften.

Derzeit sind ca. 12 Millionen Menschen in Deutschland hochsensibel – ca. 3 Millionen rein logisch-hochbegabt. Diese große Anzahl mit der Fähigkeit sensorisch prozessorientiert sensitiv zu sein und damit sensorisch detailliert sehr vieles zu erfassen; sind mit einem anderen Ausdruck „wahrnehmungsbegabt“. Im Einzelfall kann diese Fähigkeit medialen Fähigkeiten entsprechen und sind daher alles andere als esoterisch wie die Medialität in dem Bezug auch meist verunglimpft wird. Wahrgenommen wird von hochsensiblen & hochbegabten Menschen der gesamte Kontext, in dem sein Gegenüber lebt – all seine Geschichten, Gedanken- und Glaubensmuster, die dann sein individuelle Lebensgeschichte formen.

Auf der anderen Seite der Skala für sensorische  Wahrnehmungs-begabung oder sensorische prozessorientierte Sensibilität finden sich Gefühlsblindheit bis Gefühlsausdruckslosigkeit oder Gefühlsunerfahrenheit (Alexithymie belastete Menschen) und damit verbundener Gefühlsorientierungslosigkeit; das betrifft ca. 13 Millionen – Zahl steigend- und stehen Hochsensibilität/Hochsensitivität gegenüber bzw. dazwischen ist die Menge an Menschen, die „robuster“ wirken und teilweise auch sind mit deutlich reduzierter Sensorik.

Obwohl langsam auch in populären Zeitschriften die Gesellschaft für diese Themen sensibilisiert wird, gibt es viele Fragen oder Unsicherheiten bei Menschen, die selbst hochsensibel & vielfältig-hochbegabt sind oder vermuten, diese natürlichen Wesensmerkmale zu haben. Oder auch, wenn KollegINNen, Partner oder  eigene Kinder diese wesentlichen unveränderlichen Merkmale – ähnlich der Augenfarbe oder Hautfarbe – mitbringen,  braucht es Kenntnis über Herausforderungen & Möglichkeiten sowie Mut der mit diesen Fähigkeiten ausgestatteten den anderen „Normalos“ zu begegnen; auch zu sich selbst bzw. diesen KollegINNen, Partnern und Familienmitgliedern zu stehen und sie eben auch anders als „normal“ wertzuschätzen.

Familienangehörige oder Lehrer und Ausbilder, Ärzte, Psychologen und Berater wie Anwälte stehen dann auch gelegentlich vor einigen Herausforderungen und müssen auch mit (noch) Unbekanntem umgehen lernen (wollen).

„DIE Hochsensibilität“  gibt es schlichtweg nicht; dennoch einige pauschalere Merkmale. Hochbegabung – multiple Intelligenz – die in Verbindung mit der hohen sensorischen Fähigkeiten existiert ist in mehr Facetten im Alltagsleben.

Kurzzeitige emotionale Betroffenheit oder wie langfristige Belastung kann ganz anders wirken. Hochsensible & Hochbegabte finden individuell innere Stabilität finden, wenn ihnen bewusst ist, dass ihr „Anderssein“ (auch) normal ist und ihre Harmonieorientierung kann gut innerhalb Konfliktgestaltung wirken, sofern sie ihre oft unterstellte  „Konfliktscheuheit oder Konfliktunfähigkeit“ selbst definieren und entdecken, dass sie kämpferische und gerechte Elemente leiten können wie auch ihre feinste Empathie bis Telepathie in den einzelnen Situationen.

  • Hochsensibilität – ein kurzer Exkurs in die Psychologie

Das, was du hinrotzt (in Leichtigkeit tust) ist dein Talent!“

Zitat von Jürgen vom Scheidt – Psychologe, Ausbilder von Mentoring für Hochbegabung

Der Begriff „Hochsensibilität“ wurde von der US-Amerikanischen Psychologin Elaine Aron erstmals in die Öffentlichkeit gebracht. Sie selbst entdeckte für sich und Kommilitonen sowie Freunde, dass die klassischen Zuordnungen von Persönlichkeitsmerkmalen bzw. Dysbalancen bis Störungen für diese Menschen unzutreffend waren und viel eher kontraproduktiv.

Hochsensibilität“ in diesem Sinn ist „Highly Sensitivity“ (hohe Sensitivität) oder noch klarer definiert „Highly sensory processing sensibility“ von Elaine Aron definiert. Diese hohe sensorische prozessorientierte Sensibilität oder Wahrnehmungsbegabung beschreibt ein Spektrum simultan erfolgender Synchronisationen der menschlichen Sinne: VAGOK – visuell, auditiv, gustatorisch, olfaktorisch und kinästhetisch bzw. haptisch. Aufgrund dieser prozessorientierten Verarbeitung von Impulsen und Informationen, der Vielschichtigkeit, ergibt sich ganz klar der Bezug zu „Hochbegabung“ oder Vielfältigkeitsbegabung sowie einer natürlichen breiten Werteskala, die allen Soft Skills-Fähigkeiten entsprechen.

Dem Zugrunde liegen eine andere natürliche Hypophysen-Hypothalamus-Nebennieren-Verschaltung, die dem Motor eines Ferraris vergleichbar ist, gegenüber den anderen Verschaltungen, die eben dann einem Audi- oder Opel-Motor entsprechen und auf andere Impulse und Reize reagieren sowie ein eigenes „Fahrverhalten“ haben in ihrem natürlichen Spektrum. Allerdings das „Ferrari-Spektrum“ auch nicht erreichen können aufgrund ihrer eigenen „Bauweise“.

Neurobiologische bzw. wissenschaftlich-anatomische neueste Forschungsergebnisse besagen, dass der Balken im Gehirn, der die linke und die rechter Gehirnhälften verbindet bei Hochsensiblen Menschen entweder kleiner, kürzer oder gar nicht vorhanden ist; als evolutionär-biologische Anpassung und Äquivalent an die technischen Entwicklungen, die auch schneller verarbeiten, integrieren und lernfähiger sind – bei den hochsensiblen Menschen kommt allerdings die feine Qualität der Sinne, des Fühlens dazu und intensiviert vieles.

Die geschlechtliche – weiblich/männlich – Verteilung liegt überraschenderweise gleich bei 50:50. Auswirkungen sind geschlechtsspezifische Erziehungsformen und Wertungen darüber „Was weiblich ist oder eben männlich“! und damit auch blockieren und verhindern diese Fähigkeiten als „gift – to be gifted“ zu werten.

Neben den 5 Sinnen: sehen, hören, riechen, schmecken, bewegen/tasten gibt es in dem filigranen Nervenleitsystem dann auch einen 6. Sinn, der sich aufgrund der schnellen Informationsverarbeitung in eine Form von Medialität und Klarfühlen, Klarsehen, Klarhören, Klarschmecken und Klarriechen führt. Durch diese natürlichen Veranlagungen haben Hochsensible & Hochbegabte eine klare und starke Fähigkeit im Bereich der Empathie bis hin zur Telepathie, die das „Denken“ anderen und kollektive Strömungen mit einschließt. Was zum einem eben ein Vorteil ist, aber nachteilig, wenn zu viele Inputs einem Tsunami gleich einströmen.

Ein weiteres Spektrum eröffnen amerikanische Zuordnungen in 2 Hauptgruppen, die die Wesensmerkmale & Lebensbedingungen bzw. Lebenserfahrungen mit 2 Blumenarten verbinden:

  • Löwenzahn – eine Pflanze, die durch den Asphalt bricht mit enormer Disziplin & Kraft
  • Orchidee – eine Pflanze, die durch die einzigartigen Lebensbedingungen aus Humus und Wasser, eben einen ganz anderen Lebensraum hat

Dazu gehört die Idee, dass Familien wie Unternehmen und letztlich jede Art von Partnerschaft in einem Ökosystem funktioniert. Entgegen der oft „landläufigen“ Meinung, dass hochsensible & hochbegabte Menschen „Mimosen“ und „Weicheier“ oder „empfindlich“ sind, sind die „Löwenzahn-Menschen“ als Äquivalente in oft harte, rigide, Empathie eingeschränkte bis empathielose und schwer traumatisierte Familien hineingeboren, um auf das „andere in der Menschlichkeit aufmerksam zu machen. Leider scheitern sie oft in diesen Beziehungen mangels Bereitschaft der anderen zu Reflexion und Gesundung; sie durchbrechen dann den Kreislauf bzw. „den Asphalt“ und gehen irgendwann in ihre eigene Kraft, Buntheit und Stärke und integrieren ihre Fragilität in der Erfahrung antifragil und autonom zu werden und zu leben.

Die „Orchideen-Menschen“ können nur in Atmosphären gedeihen, die Ästhetik, Harmonie und Gesundheit, Fürsorglichkeit anbieten. Sie sind eine „Spur empfindsamer“ und benötigen auf jeden Fall harmonische Beziehungen! Und ein „aufgeräumteres Leben“; kann dann auch dogmatisch, pedantisch wirken, weil z.B. kein Essen auf dem Teller vermengt werden darf. Konfliktscheu sind sie zugunsten von der Selbstfürsorge und einer Selbstgenügsamkeit, die oft verwechselt wird mit „Mangel oder Unterwürfigkeit“.

Beiden Gruppen ist gemeinsam, dass sie natürliche Führungskompetenz haben, unterschiedliche Durchsetzungs- und Duldungs- bzw. Leidensfähigkeit. Sie führen und unternehmen viel weniger kriegerisch, sondern mit Weisheit in Einbindung und zum Wohl des Teams (Partners, Familie) und sind hier sehr präsent, extrovertiert anstatt zu der hohen „stillen“ Reflexionsfähigkeit, die sie dann „schüchtern oder introvertiert bis träumerisch“ erscheinen lässt.

  • Einflüsse im Leben und im Dialog mit hochsensiblen & hochbegabten Menschen

Das, was du hinrotzt (in Leichtigkeit tust) ist dein Talent!“

Das, was so sehr mit uns verbunden ist, was in Einklang nur mit uns existiert, „färbt“ unsere Weltanschauung und wie wir in die Welt gehen. Es kann passieren, dass wir dann ein lebenslang die Anstrengung suchen und nicht finden, weil die Leichtigkeit unserer Talente und Fähigkeiten erst einmal keinen Namen und keine Wertschätzung hat. Daher ist es wichtig, die Vorteile, Herausforderungen und Probleme zu kennen, die Hochsensibilität, hohe Sensorik und Begabung mit sich bringen. Die Einflüsse im Leben und im Dialog sind in den Schwerpunkten festzumachen:

  • Reizüberflutung/Intensitätsempfindung

Schwache Filter bzw. Filterlosigkeit im Gehirn wie im Körper lässt je stärker die sensorische Sensibilität und durchlässiger ist alle Informationen auf der körperlichen Ebene – Temperatur und Gerüche erfassend – Gedankenstrukturen des anderen erkennend sowie auch Gefühle und Emotionen fühlend, eben in enormer Intensität aufprallen. Hieraus resultiert die Simultan-Verarbeitung, die parallel dauernd im Hintergrund abläuft. D. h. parallel läuft auch immer das Programm: Flucht-Kampf-Totstellen. Der Scan von Situationen und Atmosphären sorgt zusätzlich für die Schaftstellung der Sinne und zugleich für Erweiterung der Foki. Daraus ergeben sich dann auch andere Nähe-Distanz-Verhältnisse im Gemeinschaftsleben, ein anderes Ruhe und Bewegungsverhalten sowie Essgewohnheiten u.v.m.

  • Perfektionismus/Detailgenauigkeit

Die Detailgenauigkeit als natürliche Erfassungsgabe und Verarbeitungs-Tool fordern den Hochsensiblen & Hochbegabten oft bis an die Grenze der Erschöpfung. Das reduziert und wandelt die vorhandene Schnelligkeit im Fühlen & Denken dann in die Langsamkeit der Umsetzung und fordert Geduld für sich selbst und diese fehlt oft (während diese meist für andere da ist. Gelegentlich kann das auch bei Distress in Verachtung oder Missachtung führen, für die eigene „Langsamkeit“ oder auf die, die tatsächlich langsamer erfassen und begreifen oder erst gar nicht feinere, subtilere Informationen aufnehmen, weil sie „grober gestrickt sind“ und nie gelernt haben auf diese Foki zu achten). „Es ist nicht perfekt allerdings optimal“ ist der Lernstoff für diese talentierten Menschen.

  • Finden der Berufung/ Viele Berufungen haben

Aufgrund der vielfältigen Fähigkeiten gibt es viele Interessen, die in einen Beruf führen können: künstlerisches Talent, heilerische Begabung, Fähigkeiten zum Schreiben, oder zum Tanz wie auch didaktische, vermittelnde Fähigkeiten und Wissenschaftsinteresse.

Für Hochsensible Menschen ist fast alles eine Berufung, deshalb ist es wichtig von Berufungen zu sprechen: Freundin-Sein, Partner-Sein, Mutter/Vater-Sein, Kollegin-Sein, Chef/Arbeitgeber-Sein oder Unternehmer-Sein. Es gibt in der Folge wenig Trennung zwischen Privatleben und Berufsleben; man kann das auch als „hohe Authentizität“ bezeichnen. In dem Zusammenhang ist der Hinweis wichtig, dass Begeisterung, Neugier, „Recht.schaffen.heit“ als „Ritter, der den Fehdehandschuh aufgreift“ und auch bis zum Letzten streitet und verteidigt als altruistische Grundhaltung zu betrachten. Deshalb sind auch Anwälte, Ärzte, Coaches und andere in den  Berufen zu finden, mit den Talenten der hochsensiblen/hochsensorischen & vielfältig Befähigten.

  • Hohe moralische Ansprüche/ Themen aus Religiosität & Philosophie

Stellen sie an sich selbst und andere bei Verbindlichkeit, Loyalität, Rücksichtnahme, Pünktlichkeit, Fleiss, Einfühlungsvermögen. Hier finden sich auch werthaltige Maßstäbe wie Interkulturelle, überkonfessionelle Akzeptanz, Offenheit für unterschiedliche Lebensformen/-gemeinschaften (weil nur aus der selbst empfundenen positiven Wertung eigene Lebensformen entwickelt werden; die den gleichen Anspruch für andere Menschen zulassen). Weltgewandtheit, Reisefreude & Entdecken von neuen & fremden Gesellschaften; überkonfessionelle Haltung bzw. eigene „religio“ (ist keine Religion!). In diesem Zusammenhang entwickelt sich entweder Spiritualität oder Atheismus; auf jeden Fall ethische Wertmaßstäbe im Sinne einer humanistischen Ausbildung und eine entsprechende Sozialkompetenz (er hat gesunder Rebellion und auch Vertretung wie als Klassensprecher von „Stilleren oder sozial Schwächeren“ zur Folge mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn). Oft ist eine große Freude vorhanden, zu philosophieren – hohe Reflexionsfähigkeit und Sprachgewandtheit in vielen Formen.

  • Finden von Auszeiten

Sie haben Mühe auch Pausen zu machen – siehe Perfektionismus! Und „eintauchen in das Thema aus Disziplin & Hingabe aus Interesse bringt Zeitvergessenheit; auch Vergessen zu trinken und zu essen- Hypoglykämie macht „schlechte Laune“ und stresst negativ – schwächt Offenheit und Kommunikationsfähigkeit bzw. Fähigkeit zur Auseinandersetzung); denn die grossen Anstrengungen bei der Konzentration bzw. Fokussierung & Ausblendung von Unwesentlichem ist eine enorme Anstrengung. Musik bei der Arbeit kann unterstützen im einem Moment und im anderen ist es zu viel, wenn sich der hochsensible Mensch der Reizüberflutung und „alltäglichen Erschöpfung“ nähert oder über diese Grenze hinweg geht.

Auf der anderen Seite ist das „Bore-out“ (Langeweile, Monotonie, Routine) ein Bereich der neben dem „Ausbrennen“ (Burn-out“) bei ihnen ein gefährlich wichtiger Faktor; die Kombination von Leben & Arbeit ist unabdingbar miteinander verknüpft; ebenso Wertschätzung und Würde.

  • Priorisieren

Was ist das Wichtigste? Priorisieren ist ein Lernprozess und auch schwer abwägbar, weil Kleinigkeiten wichtig sind; jede Aufregung riesiger oder „bunter“ wegen der Informationsvielfalt (jedes Anliegen verdient sofort Aufmerksamkeit!). Verzettelung  oder auch langsam.Sein – langsamer als andere – wegen der Detailgenauigkeit steht am anderen Ende dieses Spannungsbogens: Freude an Kompetenz und ihrer Lebbarkeit. Sie sind aktive Theoretiker & Pragmatiker.

  • Umgang mit schwierigen Gefühlen

Da jede Information intensiv wahrgenommen wird, passiert das auch mit Gefühlen. Schwarz-Weiss gibt es nicht; Grautöne liegen dazwischen ebenso wie die gesamte Farbpaletter in allen Nuancen. Depressive Empfindungen sind dann Pechschwarz oder Tonnenschwer. Verliebtsein – lauer Sommerwind bis Orkan, der alles mitnimmt. Es ist jedoch alles andere als Hysterie! Wut, Eifersucht, Neid, Hass oder Verzweiflung zu erleben in der Gefühlswelt der anderen ist ein Berg-und-Talfahrt, wobei der Hochsensorische Mensch in der Mitte steht und all das (mit)fühlt. Deshalb ist es wichtig für Hochsensible zu lernen sich abzugrenzen, um dann auch klar zu fühlen, was die eigenen Gefühle und Empfindungen sind und die der anderen zu unterscheiden.

Zugleich ist ihr Körper eben ein Klangobjekt, weshalb sie Musik auch körperlich fühlen wie Sprache und Sprachfärbung wie Lautstärke, Intonierung, Monotonie oder Lebendigkeit in der Sprache.

Eigene Traumatas müssen unbedingt in der eigen Biographie zeitintensiv, liebevoll-klar und so detailgenau aufgelöst werden, so wie es diesem hochsensiblen Menschen gut tut. Er ist ein Autodidakt* und Selbstführender, hasst Voyeurismus und akzeptiert hier nur Begleiter, die ähnliches bewältigt haben. Das ist auch wichtig bei Generationskonflikten oder hierarchischen Strukturen, die sie nur aus der Wertigkeit verbunden mit Menschlichkeit tolerieren; anders ausgedrückt schätzen sie die Putzfrau genauso wie den Professor oder Pfarrer oder dann auch nicht, wenn dem einen oder anderen dann sozial-menschliche und ethische Kompetenzen fehlen.

  • Abgrenzung* & Vertrauen

Hochsensible haben ausgeprägte Spiegelneuronen – siehe Umgang mit schwierigen Gefühlen/Traumata Bearbeitung von Coaches, Therapeuten, Ärzten, Lehrern und Anwälten. Sie nehmen daher alles wahr, ob sie wollen oder nicht – in Sekundenbruchteilen! Wenn es zu nah wird, laufen sie gegebenenfalls weg, brauchen Pausen – auch mehrere Tage oder Wochen; deshalb sind Therapien oft kontraproduktiv in der wöchentlichen Regelung! Sei müssen wirklich lernen Empathie für sich selbst zu entwickeln und sich darin ernst zu nehmen, weil sie sonst in Isolation geraten. Letzteres ist auch die Herausforderung, wenn sie sich wie „Das hässliche Entlein“ oder „Der Adler in der Hühnerfamilie“ fremd fühlen und mit tiefer Ablehnung und Ausstossung konfrontiert waren.

  • Ausgeprägte Scham

Die hochleistungsfähigen Spiegelneuronen scannen die Menschen und Situationen unserer Umwelt; das führt dazu, dass wir uns anpassen und tun was die Umwelt will oder erwartet mit Leichtigkeit. Wenn dann eine Mutter nicht ertragen kann, dass ihr Kind weint, und das Kind zum Lauchen bringt, verlernt das Kind das Vertrauen in die eigene Traurigkeit bzw. andere intuitive Merkmale zu haben und verkümmert bzw. schämt sich dann für eine Unzulänglichkeit, übernimmt Verantwortung (auch ein Zuviel und gerät in Überlastung) weil die Mutter unreflektiert und unachtsam ist wegen eigener Alexithymie (Gefühlsblindheit). Und das Kind schämt sich dann und bezieht dieses Unvermögen auf sich, sehr zum eigenen Leid und blockadenfördend bis es lernt, dass es gesund ist im Verhalten; auch durch die Begegnung mit anderen darin reflektierten und kognitiv gesunden Menschen.

  • Hergebrachte Rollenbilder: Yin/Yang

Da Sensibilität, Verletztsein/Berührtsein, Mitgefühl oder Tränen und Erschöpfung eher den Frauen in unserer Gesellschaft zugestanden werden, ist es für Männer – männliche Systeme – fast unmöglich diese Werte im Yang wie Weichheit, Nachgiebigkeit, Empathie und natürlich-organisches Wachstum geschlechtsneutral jedem Menschen zu zugestehen. Männliche Eigenschaften sind im Yin: Aktivität, Stärke und Härte und Kanalisierung/Planung. Letztlich sind Frauen wie Männer mal aktiv und stark und dann wieder vulnerabel und brauchen Pausen. Unsere eigenes Vertrauen und unsere Wertestruktur  in die unterschiedlichen Qualitäten, macht dann den Unterschied aus und beeinflusst in der Konsequenz unser Handeln, unser Reden und gesamtes Leben.

  • Was ist Mediation?

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, in dem eine bewusste mediative Haltung, fein aufeinander abgestimmte Methoden und die Bereitschaft zur Selbstreflexion die Möglichkeit einen Konflikt zu erhellen und in der Folge auch zu vertiefen – erst dann können wirklich effektive Lösungen angegangen werden-  Es ist so möglich zeitnah und schnell zu bearbeiten und Stress zu reduzieren. Dem Verfahren liegen Vertraulichkeit und persönliche Verantwortung der Medianten zu Grunde sowie freiwillige Teilnahme.

Am Ende steht ein Konsens für die beteiligten Parteien mit sinnvollen, besonders dauerhaften Vereinbarungen, weil im Lösungsprozess eben auch die Zukunft als Orientierung wichtig ist und der Prozess dahin auch gestaltet wird. Die beteiligten Parteien erleben im Empowerment, das der Mediator ihnen Mut und Selbstverantwortung zutraut; das setzen die Parteien im Prozessverlauf gemeinsam um, um fair und sachgerecht vorwärts zu gehen. Mögliche Mediationsbereiche sind:

  • Familie und Besitz (Trennung, Scheidung, Erbschaftsstreitigkeiten, Generationskonflikten)
  • Nachbarschaft (Mietstreitigkeiten, Haustiere, Lärmbelästigung, Grenzbebauung)
  • Arbeit (Mobbing, Teamkonflikte, Geschäftspartner, Verträge)
  • Politik und Wirtschaft
  • Kultur und interkulturelle Konflikte
  • Ökologie
  • Kirche
  • Strafrecht und Täter-Opfer-Ausgleich

3.1. Die 6 Grundmuster der Mediation

Die 6 Grundmuster der Mediation sind eine Dialogentwicklung nach einer Art von „Sprachverstummung“ gemeinsamer Gespräche & Handlungen, die aufgrund des Konfliktes entstanden, ist hin zu „Wieder-miteinander-reden“ können. Die teilnehmenden Parteien begegnen sich über mehrere Mediationseinheiten mit dem Mediator; die 6 inhaltsreichen Grundmuster der Mediation gliedern sich wie folgt:

1.Einleitung -– Wie funktioniert es? Wer will die Mediation? Wer nimmt Teil?!

Voraus gegangen ist das Vorgespräch oder „Nullphase“, in dem einer der Medianten, die Mediation beauftragt oder ein Dritter wie beispielsweise der Chef, der zwei Mitarbeiter zur Mediation schickt.

  1. Erklärung des Ablaufes

In der Einleitungsphase sollte das „Raumklima“ stimmen; also ein angenehmer Raum mit schöner Atmosphäre. Hier informiert der Mediator über das was Mediation ist, den Verlauf, seiner allparteilichen Rolle in diesem Verfahren. Vorinformationen der beteiligten Medianten werden abgefragt. Es geht es darum, dass die Medianten alle bedeutenden Informationen offen darlegen, Gesprächsregeln sind festzulegen, auf die freiwillige Teilnahme und Mitarbeit wird hingewiesen und vom Mediator erfolgt ein Überblick über den gesamten, strukturierten Mediationsverlauf. Ausserdem wird über das Honorar, Kostenübernahme sowie dem Vertrag zwischen Medianten und Mediator gesprochen, der Sitzungsdauer von ca. 90 Minuten pro Sitzung sowie die gesamte Zeitschiene (wobei die Anzahl der Sitzungen offenbleibt; mindestens bei 5 Sitzungen liegt; wobei auch der Abbruch jederzeit möglich ist).

  • Konfliktdarstellung – Worum geht es?!

Hier ist für jeden Mediaten der Raum und die Zeit seine Sichtweise des Konfliktes ohne Unterbrechung des anderen Medianten darzustellen.

Dabei werden vertrauensvoll oder vertrauensaufbauend die Grundregeln des Verhaltens und der Gesprächsführung festgehalten. Der Mediator hat immer Blickkontakt mit den Medianten und besonders dem sprechenden Medianten, auch in seiner gesamten Hinwendung. Hier erfolgt die wertungsfreie Sammlung der Konfliktthemen. Die Reihenfolge entsteht aus der Frage: „Wer mag beginnen?“ Durch aktives Zuhören und der Spiegelung der Sachebene und der Gefühlsebene erfolgt das für die Parteien wichtige Gefühl, dass sie wahrgenommen und ernstgenommen werden. Manchmal erfolgten Umformulierungen von negativen, verletzenden Aussagen und Empfindungen. Zusammenfassend – fortlaufend oder eben am Ende der Aussagen eines Medianten – werden die Gemeinsamkeiten und Differenzen benannt. Belobigung der Zusammenarbeit der beiden Parteien wirken förderlich im Sinne des Empowerments. Durch offene, vertiefende Fragen wird der Konflikt immer klarer.

  • Konflikterhellung – Einblicke, warum ist der Streit entstanden?! – Die „Eisbergspitze“

Hier besteht die Möglichkeit die Bedeutung des Konfliktes für jeden Medianten in der empfundenen Tiefe und notwendigen Bandbreite auszusprechen. Dabei besteht die wichtige Möglichkeit aus den Konfliktgegnern wie Mediations-gewünscht Konfliktpartner zu machen.

Der Mediator beobachtet, wie weit Hintergründe wirklich konfliktrelevant sind oder eben auch die Mediation überfordernd; weil ein Mediant eben eine psychotherapeutische Begleitung braucht.

  • Konfliktvertiefung – Gibt es noch mehr Gründe für den Streit?! – Der „Eisberg unter Wasser“

Dabei tauchen die gemeinsamen und unterschiedlichen Motivationen, Hintergründe, eigene Bedürfnisse und Ziele oder Wünsche jedes Medianten auf, die herausgearbeitet werden. In dieser Phase entwickeln sich von der ersten Gefühls- und Sachebene tiefere Gefühlsebenen. Verschiedene Tools wie Reframing, Methoden zum Perspektivenwechsel (Rollentausch Stuhlwechsel, Selbstbild-Fremdbild), Doppeln oder Einzelgespräche zur Überwindung von Blockaden bieten die Möglichkeit zur Vertiefung. Die Visualisierung von eignen Wünschen und Interessen sowie offene, zirkuläre Fragen, die vertiefen sind hier sinnvoll.

  • Lösungsversuch – Was können wir tun für Frieden & Erfolg?!

Die Medianten entwickeln aus den Lösungsvorschlägen einvernehmliche Lösungen; dabei haben gleiche Interessen den Vorrang. Spontane und gezielte Vorschläge werden diskutiert, ebenso wie die Optionen. Evtl. gibt es eine To-Do-Liste, die genauso wie die Lösungsliste darauf überprüft wird von den Medianten wie diese Probleme in eine konstruktive Lösung überführt werden können. Danach erfolgt der Check auf die Realisierbarkeit und evtl. Zeiträume, die zur Umsetzung benötigt werden. Dazu kann der Mediator auf seinen Methodenkoffer: Brainstorming (spontaner Zuruf von Ideen), Suche nach objektiven Kriterien, Suche nach den Einigungsgrad, evtl. Einzelgespräche, Sternanalyse, „Ja-wenn-Sätze (statt „Ja-aber-Sätze) zurückgreifen. Es kann hier ggfs. auch abgebrochen werden, wenn alles nichts nützt. Wichtig ist weiterhin empathisches, wertungsfreies Verhalten ohne Schuldzuweisungen und in Form von Empowerment den Selbstwert der Parteien zu stärken.

  • Vereinbarungen – „Urkunde“ für Erfolg!

„So machen wir es“- Prinzip; es ist fair, effizient, vernünftig und sachgerecht, stabil. Ausserdem wird das „worst-case-Szenario“ zur „best-case-Situation“. Eine Prüfung der besten Alternativen kann hier auch noch erfolgen; das SMART-Prinzip bietet hier eine effektive Leitlinie. Der Einigungspakt wird überprüft auf Umsetzung und Kontrolle, auch der Umgang mit künftigen Herausforderungen kann hier vereinbart werden. Es erfolgt eine schriftliche Vereinbarung mit „Memory-Effekt“, die Unterschrift der Medianten „besiegelt“ den Willen dazu und eine symbolische Abschlussgeste sorgt für die Erinnerlichkeit durch das Fühlen dieser Geste.

  •   Mediation – ein aktiver Prozess zusammen mit Hochbegabung &  Hochsensibilität

Da die geforderten und erwünschten Fähigkeiten neben Fachkompetenzen in unterschiedlichen Bereichen, die die Hintergründe von gelungener Mediation ermöglichen, ist eine Verbindung von Mediation zu Hochsensibilität & Hochbegabung sinnvoll und auch wegweisend.

  • Der Mediator als hochsensibler & hochbegabter Mensch

Ein Mediator ohne Lebenserfahrung, Gerechtigkeitsempfinden, Flexibilität, Lernbereitschaft und Offenheit wird in der Mediation schnell ein Ende finden und eine Lösung, die weniger an den Wünschen und der Lösungsbereitschaft orientiert ist.

Wegen der Reizüberflutung und Intensitätswahrnehmung ist für den Mediator ein Büro, ein Raum, in der er sich wohlfühlt sich den Gesprächen und Emotionen zu stellen, seine Gelassenheit zu wahren ebenfalls sehr bedeutsam. Er kann zwar auch „auf eine Holzkiste“ arbeiten, weil er seine Persönlichkeit eben immer „bei sich hat und auch sein Know-how“, dennoch ist für ihn Ästhetik wichtig – in allen Bereichen. Der Mediant muss also auch etwas für den Medianten „fassbar/scanbar“ ausstrahlen, was Begeisterung, Lösungsorientiertheit und humanitäre Wertigkeit vermittelt, sonst wird dieser Mediator alles andere als bereit sein, die Mediation durchzuführen, auch wenn ihm Geld dabei erst einmal verloren geht. Dabei geht es um seine Selbstwertschätzung, Selbstachtung und Autonomie.

Beim „mach mit! – die Einladung, die in allen Phasen immer wieder neu ausgesprochen wird, ist eine gute, freundliche und vertrauensbildende Atmosphäre wichtig und auch der Mediator muss diese Persönlichkeit ausstrahlen, einladend, vertrauensbildend und verlässlich. Er führt, indem er sagt, wo es lang geht und wie es langgeht. Der Mediator muss die Gefühle, die Sorgen und Verhaltensweisen sowie Handlungsabläufe wertneutral hören und wahrnehmen; ist er hochsensibel & hochbegabt, wird er hier schon mehr Informationen wertfrei als „innere Faktoren des Medianten“ wahrnehmen als ein Mediator, der robuster ist und evtl. sich auf vorgefasste Erfahrungs- und Meinungsparameter bezieht. Diese Art der Hochrechnung ist diametral anders als die Seismizität des hochsensiblen Mediators, der dann vorausschauend und rasant-seismisch reflektierend, weil empfindend, Situationen im Ausgang erkennt. Offen zu bleiben, wissenschaftlich neugierig ist hier ein geniales Element auch in der Ergebnisoffenheit.

Der Mediator erkennt selbst erlernte und erfahrene Profilelemente seiner Umwelt – kann als Profiler arbeiten; er „empfindet“ den Schmerz, die Intensität des Leidenden und kann mit einem „heiligem Zorn“ den Schwächeren verteidigen wollen – aus eigener Erfahrung des Schmerzes oder solidarisiert sich mit dem „Stilleren“ in der Mediation, während er dem „Lauten“ dann scheinbar in der Oberfläche mehr Raum gibt sich darzustellen und zu erklären. Das ist ein dauerhaft wichtiger Reflexionspunkt für den Mediator!

Auch die Bedeutung von Zeit ist dem hochsensiblen Mediator vertraut, die Vermeidung von „exklusivem Voyeurismus“ bei einem Verfahren von Konfliktklärung, die fordert alles „bis auf die Unterhose“ notwendigerweise und fallbezogen zu erzählen. Das erfordert Vertrauen und auch flexible Entgrenzung der Medianten.

Die Tools des Nachhakens, des Doppelns und Spiegelns oder des Rollentausches gehören zu den natürlichen intuitiven und detailreichen Fähigkeiten des hochsensiblen Mediators.

Das „immer-wieder-Eingehen“ und Verstehen ist natürlich – Meinungsoffenheit –  auf die eine wie die andere Partei, entspricht so „einer permanent Rollentauscherfahrung“ innerhalb des Mediation für den Mediator und genau wegen dieser „leichten Übung“ ist der Beruf eine Berufung für den Mediator.

Auch für „advancer & seeker“ unter den Mediatoren ein Abenteuer- und Adrenalinkick, der ihre Begeisterung immer wieder hervorholt im Positiven wie im Negativen die eigene Grenzüberschreitung und gewohnte Entgrenzungsfähigkeit, die zur Erschöpfung führt. Und durch geregelte Auszeiten und Selbstfürsorge verhindert wird.

Dem gegenüber steht die Fähigkeit des Mediators introvertiert, also „still & unsichtbar, doch beobachten und viele Zwischentöne erfassend“ den Medianten den Raum zu geben, ihre Lösungen zu finden. Er ist dann mehr ein Lotse auf dem Schiff anderer Eigener und lässt sie lernen die Untiefen und Passagen kennen zu lernen, um auszuloten was wirklich geht und was bremst und verhindert. Dabei ist er besonnen und registriert mit Einsichtserlaubnis in das Leben der Medianten – in Achtsamkeit, frei von Sensationslust, allerdings in der auch detektivischen Neugier alles was gerade passiert. Hier ist die  Fähigkeit der Seismizität und auch Synchronizität die Basis in bewusster Resonanz zu sein.

Im Rahmen dessen ist der Mediator eben auch bewusst, dass die Irrationalität der Ängste seiner Medianten zwar ernsthaft sind und dennoch auch eine Form von Illusion und damit etwas anderes sind als erfüllbare Visionen, die in der Mediation eröffnet werden (sollen).

In der Empathie ist wichtig eigene „Knetschen & blinde Flecken“ immer wieder zu beachten und dann selbst mit Coaches in gesunde Balance zu bringen. Das dient auch der Resonanzfreiheit in den einzelnen Fällen, weil Medianten durchaus traumatische Hintergründe und Lebenserfahrungen haben. Hohe, breite Reflexionsfähigkeit eröffnet so dann auch wertfreie Lösungsoffenheit – dazu ist der hochsensible/hochbegabte Mediator aus der Bereitschaft das eigene Leben zu entschlüsseln auch immer bereit. Das Erkennen und Verständnis eigener Vulnerabilität ist für den Mediator der Schlüssel zu Entspanntheit neben aller Bedrohlichkeit, allem Druck und allen Fehlschlägen, die in einem Konflikt enthalten sind.

Gleichzeitig bietet eben die „Spürnase“ des Mediators, die Widerstände, Blockaden und negativen Erfahrung zu erfassen und in der Doppelung auszusprechen. Oder eben auch das Gefühl für „echten Frieden“ nach den Phasen 3 und 4 zu haben – mit und für die Medianten unausgesprochen von seiner Seite. Oder diese Phasen erneut zu initiieren bzw. dann auch abzubrechen und dem Ausdruck zu geben.

Die Balance zwischen dem „Löwenzahn“ – Lebenshärte – und der „Orchidee“ – optimales Leben – findet in der Mediation geschildert durch die Klarheit des Verfahrens sowie der Mischung von der Tatsache, dass der Mediator auch im Sinne von „Empowerment“ die Medianten in ihrer Kraft, Fähigkeit Wünsche und Ziele zu äussern ebenso wie absolute „no go’ s“, die sie im Grunde ihrer eigenen Würde und im Bewusstsein wer sie sind und sein wollen, unterstützt, fördert und auch fordert.

Gerade wenn der Mediator im Sinne eines Archetypen des „verwundeten, geheilten Heilers“ agiert, hat er viele traumatische und belastende Situationen der eigenen Kinder- und Jugendtage vom Kopf her reflektiert und emotional transformiert, in dem er „negative“ Gefühle wie „positive“ Gefühle anerkennt und sich von den „negativen“ eben bewusst löst (das ist etwas anderes als Gefühle und Erfahrungen zu verdrängen und hat psychosomatische Disharmonie bis Krankheiten zur Folge!)

So kann der Mediator eben klar ausdrücken und zusammenfassen, ebenso wie beim Doppeln- in grosser Sicherheit und Zuverlässigkeit des eigenen persönlichen Wachstumsprozesses. Bei den erfahrenen Härten der Medianten wird er in größtmöglicher Behutsamkeit vorgehe, weil er die eigene Vulnerabilität kennt und die Chance darin.

Da im Zentrum von Wahrnehmung und Handeln des Mediators das Verstehen steht, wird er sich vergewissern – auch bevor er die gesamten Bilder des Konfliktes zusammenfügt, um die Medianten dezent und zugleich prozessgetreu zu lotsen – das Gemeinte korrekt verstanden zu haben. Diese Inhalte werden abgestimmt und können zweifelsfrei (detektivische Fähigkeit plus Profiling) eben dann auch gegeneinander abgegrenzt werden, so dass klar ersichtlich ist, wo der Konsens entstehen kann, entsteht und wo nicht.

Die Feinfühligkeit und hohe Sensorische Fähigkeit, situativ zu scannen, gibt dem Mediator auch das klare und gute Gefühl, dass der Konsens – Weg der Erkenntnisgewinnung –  als eine Bedingung und Folge des Verstehens entwickelt wurde. Er kann auch genau spüren wo die Mediation abgebrochen werden muss oder gegebenenfalls wirklich Einzelgespräche stattfinden müssen.

  • Der Mediant als hochsensibler & hochbegabter Mensch

Ein hochsensibler Mediant wird von Anfang an; also auch schon im Telefonat die Frequenzen scannen, ob die Stimme des Mediators angenehme ist, ob er in der Lage ist, sich aktuell und spontan wirklich schon auf den möglichen Medianten einzulassen (hochsensibler & hochbegabter Mediator tut dasselbe seismisch auch!)

Evtl. stellt der Mediant eine Vertrauensfrage wie: „Ich bin ein Halbstarker und will diese Verhalten verändern – was nutzt  mir diese Fähigkeit bei Ihnen? Die Testung ist dann die Urteilslosigkeit des Mediators bzw. der Mediant öffnet sich in seiner Vulnerabilität und zeigt Angriffsfläche.

Beim ersten persönlichen Kontakt ist tatsächlich wichtig, dass die Kombination von Klarheit und angenehmer Menschlichkeit – für die Vertrauensbrücke – schnell eröffnen müssen; da hat der Mediator wenig Zeit durch die feine Sensorik des Medianten.

Ein Witz unterstreicht das Gesprächsverständnis des hochsensiblen & hochbegabten Medianten:

An der Rezeption steht ein hochsensibler Hotelgast. Der Rezeptionist gibt ihm einen Schlüssel mit den Worte: „Sie wohnen jetzt neben mir.“ Der hochsensible Hotelgast antwortet: „Oh Sie wohnen neben mir!“

So ähnlich reagiert ein hochsensibler Mensch auf die Frage: „Wie geht es dir?“ – Er geht von echter Anteilnahme oder Interesse aus; Oberflächlichkeit ist ihm fremd. Er ist erst einmal irritiert, dass das Interesse nur der Small-Talk-Höflichkeit entspringt und damit gar nicht eine detaillierte Antwort gefragt (diese Klarheit ist auch für den hochsensiblen & hochbegabten Mediator von Vorteil und manchmal ein Handicap, dass er erst mit alltäglichem Üben etwas reduziert zum Vorteil von Small-Talk).

In diesem Sinn kann ein Mediant scheinbar „zusammenhanglose“ Ereignisse wie in einem „Umweg“ zusammenfügen, um ein Ereignis, eine Situation so genau wie möglich und für ihn bedeutsam wiederzugeben. Das erfordert auch Zeit innerhalb der Mediationssitzung! Er kann auch erst einmal verstummen, weil er reflektiert und in sich spürt wie sich seine Wahrnehmung in den Situationen, die zum Konflikt führten, anfühlten. Das eröffnet dann die Tatsache, dass der hochsensible &  hochbegabte ein „Elefantengedächtnis“ hat, zumal auch alle Sinne mit eingebunden sind.

Chance und Gefahr sind hier nonverbale Kommunikationsfelder, die die hochsensiblen Menschen spüren und eine Gemeinsamkeit untereinander schaffen. Jeder weniger sensible Mensch oder gerade alexithymische Mensch (Gefühlsarm bzw. Wortkargheit im Hinblick Gefühle differenziert zu benennen) braucht dann das wirklich tiefe und weite Empfinden des Mediators (was dieser kann, nämlich in gefühlt „5 km Erdtiefe“, die Wunde zu fühlen). Gerade auch bei narzisstischen Medianten, kann der Mediator fühlen und muss dann behutsam lenken, dass der Narzisst sich nicht ertappt oder entblößt füllt – narzisstischen Wunden sind für den Narzissten absolute No go’ s!

Bei Borderlinern entsteht Irritation aufgrund von Klarheit des hochsensiblen & hochbegabten Mediators, der dann auch wenig manipulierbar ist bzw. sehr schnell entdeckt, was passiert. Borderliner sind traumatisch verwirrt in der sozialen Aussenkommunikation und versuchen alle und alles in ihrer Welt zu halten – schwierige Mediationen.  Hieraus ergibt sich evtl. dann auch mitten im Prozess erneut die Vertrauensfrage; auch in der Differenzierung, dass es alles andere als darum geht mitzuleiden, sondern im distanzierten Mitgefühl die Lösungsfindung zu unterstützen.

Im gesamten Prozess ist dann auch zu beachten, dass die einsetzende Erkenntnis des Medianten auch innerlich „Mauern zum Einbruch“ bringt, und die Tatsache, dass die Selbstempfindsamkeit bzw. Monitoring sehr stark ausgebildet sind. Hier braucht es Pausen und auch die Akzeptanz des Mediators, dass der Mediant gerade einen innerlichen Durchbruch erlebt, der ihn äusserlich scheinbar nicht im Thema oder der gegenwärtigen Situation sein lässt. Evtl. muss dann eine weitere Sitzung erfolgen – also mehr als eine kurze Pause – weil der Mediant dann alles in sich neu integriert und strukturiert.

Ähnlich ist es bei „Scham- oder Schuldempfinden“ das bei hochsensiblen & hochbegabten Menschen sehr ausgeprägt oder auch latent verborgen wirkt. Und nichts mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun hat, sondern eben aufgrund der Fähigkeit intensiv zu fühlen, sehr dominant das Verhalten, die Wortwahl und die Präsenz des Medianten in der Mediation prägt; auch ohne direkt bewusst zu sein.

Fazit

Die Grundlagen der Mediation sind neben den Fakten, Sachthemen und klarer Gestik verbunden mit den Aussagen des Medianten und bilden die sogenannte „Spitze des Eisbergs“.

Die Notwendigkeiten, die in der Mediation aus der Not herausgewendet werden wollen und können, liegen im Bereich des Eisberges unter Wasser; das, was nicht sichtbar ist wie Motivationen, Wünsche (auch wirklich unbewusste und/oder bewusst verdrängte), Ziele… Alles Themenbereiche der Menschlichkeit und auch einer menschlichen Unmenschlichkeit, die im Alltag als Lebenserfahrung stattfindet.

Das Verständnis von Mediation ist schon bei Solon 594 v. Chr. als gewähltem Archon  und damit vom Volk bestimmter Versöhner und Vermittler offensichtlich geworden. So wie ein König oder Herrscher schon immer einen Priester oder Seher oder „Hofnarr“ – als Vertreter hoher sensorischer Sensitivität, Wahrheit und Weisheit bzw. dann auch Medialität (vermittelnd tätig sein) –  an seiner Seite gebraucht hat, sind wirkliche Honoratioren mit hohem ethischen und sozialen Werten, die die kriegerischen Ansprüche auch mit Friedensbemühungen entgegensetzen, über die Jahrhunderte wichtig geblieben – die persönliche Form hat sich gewandelt; eben auch evolutionär.

Soziale Ungerechtigkeiten gibt es seit Menschengedenken und ebenso umfassend ausgebildete und natürlich breit begabte Menschen, die in Konfliktbereiche eingreifen. Unrecht wird so sichtbar ebenso wie Fehlhaltungen der Masse oder in der Geschichte eben von Institutionen, gesellschaftlich-wirtschaftlich besser Gestellten, die Recht und Sozialleben beugten.

Im Leben braucht es zur Wandlung philosophische Ansätze wie von Sokrates, Platon oder Aristoteles und seiner Gerechtigkeitslehre. Heute sind Politiker wie Konrad Adenauer, Hans Koschnik oder Michail Sergejewitsch Gorbatschow und Helmut Kohl in der Vorbereitung des „Mauerfalls“ 1998 eben zeitgemäße Mediatoren; Vermittler von Friedensmöglichkeiten und deren Umsetzung. Es wird immer auch Gegnern neben den Befürwortern geben.

Doch der Weg ist für die „gesamte Welt“ nur in der Entwicklung und Kenntnis gemeinsamer Betroffenheit wirklich erfolgreich zu bewältigen. Dabei ist es egal, ob in Themen der Gesundheit oder Krankheit, Reichtum oder Armut, Umwelt, Technik und Leben und auch im kleineren Rahmen persönlicher Gestaltung mit Streit- und Friedensoptionen. Mediation ist hier der zukunftsweisende Weg.

Dabei ist gute Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit allein der Schlüssel; das braucht menschliche, persönliche Selbsterfahrung, die Bereitschaft Konflikte zu transformieren und sich im Leben davon immer wieder zu überzeugen, dass Mediation eben auch eine Art der Heldenreise ist, ein Abenteuer sich selbst kennen zu lernen – immer wieder auch neu.

Hochsensible & hochbegabte Menschen können als neue Form von einer inneren Gelehrtheit aufgrund eigener  wachsender und lebendiger Reflexion in fast jedem Beruf Gutes wirklich erfolgreich leisten und auch als Bäcker, der die richtigen Zutaten nimmt für das Brot oder Koch, der alle Nahrungsmittel geschmackvoll für den Gaumen und das Auge zusammenfügt oder ein Sommelier oder Parfümeur eben die Ingredienzien erkennt und anderen Menschen nahebringt.

Es geht um Wohlbefinden für mehr Menschen in kleinen wie großen Gemeinschaften und Nationen; also wer kann das in zerfahrenen Arbeits- und Beziehungssituationen fast ganzheitlich begleiten? Ein selbsterfahrener, weitgehend urteilsfreier, neugieriger und offener, lernfähiger und lernbereiter Mensch, der bereit ist zu mediieren.

… vielleicht findet sich der eine oder andere Leser dieser Arbeit genau in diesem Feld und damit Antworten auf Fragen, die er schon lange beantwortet haben wollte.

Cornelia Rosina Wunder

Systemische Familienberatung

„Entwicklung und Veränderung der verschiedenen Familienformen bzw. über die Folgen/Herausforderungen von Familien mit hochbegabten & hochsensiblen Kindern

Tegelberg im Allgäu – Bild einer 5 jährigen Klientin -Thema des Coaching der Mutter mit der Antwort der Tochter: „Wo ist meine Heimat? Berge, Sonne, Haus mit Garage, Bäume, Seilbahn vom Tegelberg in Füssen und ein Engel, der alles beschützt“

„Entwicklung und Veränderung der verschiedenen Familienformen bzw. über die Folgen/Herausforderungen von Familien mit hochbegabten & hochsensiblen Kindern

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung – Merkmale von hochbegabten & hochsensiblen Kids
  • Was ist Hochsensibilität & Hochbegabung?
    • Hochsensible Kinder mitten im Leben – Kids erzählen von sich
    • Hochbegabung/Hochsensibilität und Alltagsfelder
  • Entwicklung & Veränderung der verschiedenen Familienformen –  Folgen/Herausforderungen von Familien
  • Fazit: Folgen/Herausforderungen von Familien mit hochbegabten & hochsensiblen Kindern

  1. Einführung – Merkmale von hoch.begabten & hoch.sensiblen Kids

Diese Merkmale sind generell für alle Kinder wichtig; doch für die hoch.begabten und hoch.sensiblen Kids um ein Vielfaches mehr in der klaren Erfahrung im Familienleben:

  • Äußere Ruhe führt zu innerer Ruhe, daher ist weniger ist oft mehr! Stress macht nervös und führt zu Gereiztheit und Schlafstörungen.
  • Überreizung vermeiden. Vollen Terminkalender klären und Aktionen an einem Tag oder in einer Woche reduzieren. Das Kind benötigt Ruhezeiten, um das Erlebte zu verarbeiten und innerlich zu sortieren.
  • Je gelassener und klarer die Mutter (der Vater) ist, desto entspannter ist das Kind!
  • Ein strukturierter Alltag und Rituale geben dem Kind Sicherheit – das Kind möchte auch einen berechenbaren Alltag, weil es andernfalls zu viele neue Impulse zu verarbeiten hat. Das kostet Zeit und Kraft oder führt zur Überreizung.
  • Holen Sie das Kind in seinen Gefühlen ab – das brauchen alle Kinder. Wenn ein Kind in seinen Gefühlen abgeholt wird, fühlt es sich verstanden und kann entspannen. Das ist viel wirksamer als jeglicher Druck, vor allem wenn ein Kind blockiert (ist/wird). So kann man sich viele nervige Diskussionen und  Kämpfe mit dem Kind ersparen.
  • Den Kindern helfen im Umgang mit Intuition und Empathie. Hochsensible Lastenträger-Kinder neigen dazu, sich die Nöte der Familie, der Freunde, sogar die Nöte der Natur oder der Welt aufzuladen. Helfen Sie dem Kind, seine Verantwortung zu begrenzen, Informationen zu sortieren und zeigen Sie ihm, wie es sich schützen kann.
  • Respektvolle Kommunikation, Lob und Anerkennung. Das hilft den Kindern, die eh dazu neigen sich als „Sonderlinge“ zu sehen und die oft Ablehnung erfahren, trotzdem ein gutes Wertgefühl aufzubauen.
  • Konflikten vorbeugen. Gute Regeln, klare Absprachen sind im Familienalltag nötig.
  • Klare, sichere Regeln und berechenbare angemessene Konsequenzen. Besonders hochsensible Kinder wollen wissen, was erwartet wird und welche Konsequenzen ihr Handeln nach sich zieht. Sie durchdenken die Situationen und entscheiden dann.
  • Was ist Hochsensibilität & Hochbegabung?

Hochbegabung oder Intelligenz hat mehrere wichtige Bausteine, die sich wie folgt unterteilen lassen; aufgrund der „Theorie der multiplen Intelligenzen“ von Howard Gardner:

  • Intellektuelle Intelligenz: Logik & Mathematik, Kognitivität, Analytik & Sprachlich-Linguistische Intelligenz (number smart – word smart – picture smart)
  • Emotionale Intelligenz: Sensitivität, Sensibilität, hohe Sensorik (nature smart – music smart – body smart – picture smart – word smart – self smart)
  • Soziale & Interpersonelle Intelligenz : Empathie bis Telepathie (people smart – nature smart – body smart – self smart)
  • Intrapersonale Intelligenz (self smart – music smart – body smart – picture smart); körperlich-kinästhetische Intelligenz, Bildlich-Räumliche Intelligenz, Musikalisch-Rhythmische Intelligenz.

Hochsensibilität oder Hochsensorik sind also Elemente von vielfältiger, hoher Intelligenz und entsprechen persönlichen, wesentlichen Eigenschaften als normaler, menschlich-natürlichen Veranlagungen. Derzeit sind ca. 12 Millionen Menschen in Deutschland hochsensibel; davon sind derzeit ca. 3 Millionen Kinder. Weitere ungefähr 3 Millionen Menschen sind  rein logisch-hochbegabt; 1,5 Millionen sind davon Kids.

Hochsensibilität ist mit allen Facetten als ein Element von hoher Begabung zu werten. Diese anteilig große Anzahl von Menschen mit der Fähigkeit sensorisch prozessorientiert sensitiv zu sein und damit sehr detailliert sehr vieles zu erfassen, werden der Gruppe „Wahrnehmungsbegabtheit“ zugeordnet. Im Einzelfall kann diese Fähigkeit medialen Fähigkeiten – gerade bei Kindern – entsprechen und sind daher alles andere als esoterisch wie  Medialität in dem Bezug auch meist verunglimpft wird. Wahrgenommen wird von hochsensiblen & hochbegabten Menschen der gesamte Kontext, in dem sein Gegenüber lebt – all seine Geschichten, Gedanken- und Glaubensmuster, die dann sein individuelle Lebensgeschichte formen.

Auf der anderen Seite der Skala für sensorische  Wahrnehmungsbegabung oder sensorische prozessorientierte Sensibilität finden sich Gefühlsblindheit bis Gefühlsausdruckslosigkeit oder Gefühlsunerfahrenheit (Alexithymie belastete Menschen) und damit verbundener Gefühlsorientierungslosigkeit; das betrifft ca. 13 Millionen – Zahl steigend plus ca. 51 Millionen (Narzissten & Kopfmenschen: 17 % Frauen, 45 %  Männer) und stehen Hochbegabung in Verbindung mit Hochsensibilität/Hochsensitivität gegenüber bzw. dazwischen ist die Menge an Menschen, die „robuster“ wirken und teilweise auch sind mit deutlich reduzierter Sensorik und zwischen Mitgefühl und Empathie-Minimalismus stehen.

Obwohl langsam auch in populären Zeitschriften die Gesellschaft für diese Themen sensibilisiert wird, gibt es viele Fragen oder Unsicherheiten bei Menschen, die selbst hochsensibel & vielfältig-hochbegabt sind oder vermuten, diese natürlichen Wesensmerkmale zu haben. Oder auch, wenn KollegINNen, Partner oder  eigene Kinder diese wesentlichen unveränderlichen Merkmale – ähnlich der Augenfarbe oder Hautfarbe – mitbringen,  braucht es Kenntnis über Herausforderungen & Möglichkeiten sowie Mut der mit diesen Fähigkeiten ausgestatteten den anderen „Normalos“ zu begegnen; auch zu sich selbst bzw. diesen KollegINNen, Partnern und Familienmitgliedern zu stehen und sie eben auch anders als „normal“ wertzuschätzen.

Familienangehörige oder Lehrer und Ausbilder, Ärzte, Psychologen und Berater wie Anwälte stehen dann auch gelegentlich vor einigen Herausforderungen und müssen auch mit (noch) Unbekanntem umgehen lernen (wollen).

„DIE Hochsensibilität“  gibt es schlichtweg nicht; dennoch pauschale Merkmale. Hochbegabung – multiple Intelligenz – hat als weitere Elemente die Vielfältigkeit von Hochsensibilität, hoher Sensorik, Scannerfunktionen beim Erfassen einer Situation ebenso wie beim Lesen und Hören – Informations- und Wahrnehmungsverarbeitung.

Emotionale Betroffenheit oder wie auch langfristige Belastung und traumatische Erfahrungen können das Leben beeinflussen und in der Folge ganz anders wirken. Hochsensible & Hochbegabte finden individuell innere Stabilität finden, wenn ihnen bewusst ist, dass ihr „Anderssein“ (auch) normal ist und ihre Harmonieorientierung kann gut innerhalb Konfliktgestaltung wirken, sofern sie ihre oft unterstellte  „Konfliktscheuheit oder Konfliktunfähigkeit“ selbst definieren und entdecken, dass sie kämpferische und gerechte Elemente leiten können wie auch ihre feinste Empathie bis Telepathie in den einzelnen Situationen.

Für den Fall von sehr belastenden Erlebnissen und Aussagen, muss ein hochbegabtes-hochsensibles Kind alle damit verbundenen Facetten wie in einem Cluster oder einer Dominoreihe gleich, gleichsam berühren und aufdecken und neu sortieren. Das ist ein intensiver Prozess, der viel Zeit und Geduld erfordert von allen Beteiligten, die diesen „Heilungs- und Wieder-Ganz-Werdungsprozess“ begleiten. Da diese Kinder über alle Kanäle „VAGOK“ (visueller, auditiver, gustatorischer, olfaktorischer, kinästhetisch-haptischer Sinn) kann es wichtig sein auch diese mit einzubeziehen bzw. die Offenheit als Coach oder Beraterin zu haben, der Aussprache und Erzählung dann auch Raum zu geben; evtl. etwas mehr Zeit als bei robusteren Kids.

  1. Hochsensible Kinder mitten im Leben – Kids erzählen von sich

„Man mag das Laute, Schnelle, Hektische des 21. Jahrhunderts beklagen – entkommen kann man ihm kaum. Neben dem Ausgleich der Überreizung ist es deshalb auch wichtig, dass Ihr Kind es lernt, schwierige Situationen von Zeit zu Zeit (!) auszuhalten“ (Julie Leuze Autorin „Empfindsam erziehen“, Mutter, selbst hochsensibel)

  • Selbstwertschätzung

„Ich bin natürlicherweise ein Mittelpunkt im Familienleben ähnlich wie meine Geschwister – jeder hat Raum. Ich habe wundervolle Menschen um mich herum und ich bin ein guter, treuer Freund/gute treue Freundin. Ich habe keine Vorstellung davon eine Tochter, ein Sohn zu sein – ich bin ein Mensch voll und ganz, ganz einfach echt – Rollen gibt es keine! Wenn mich ausserhalb meiner Familie jemand lächerlich macht oder mich für „verrückt hält“ fühle ich mich schlecht, komisch und anders – ausgegrenzt. Das kann dazu führen, dass ich mich zurückziehe oder auch wütend werde, um mich zu verteidigen. Wenn ich erlebe, dass meine Freunde mehr wert sind als ich, bin ich traurig und werde „leise“.

Mama und Papa stärken mich damit, dass sie zu mir stehen, mal zwinkern und lächeln und mich liebevoll knuffeln und in den Arm nehmen. Körperliche Berührungen und Freundlichkeit geben mir Sicherheit und Geborgenheit; ein gutes Nest ist wichtig für meine Entwicklung. Risiken? Schaue ich mir detailgenau an, sichere mich und wenn ich das Gefühl aus mir heraus habe, den Durchblick zu haben, riskiere ich neue Schritte.

Es ist nicht wichtig für mich, dass ich übermässig gehätschelt oder in Watte gepackt zu werden, es ist wichtig für mich zu fühlen, dass ich geliebt und wertgeschätzt bin, nicht für das was ich mache, sondern für das, was ich bin. Dass meine Talente und Begabungen (meine innere Stärke) gefordert werden und meine Schwächen (zum Beispiel, wenn ich hektisch werde) einfach akzeptiert wurden, ohne mich verändern zu müssen. So kann ich täglich lernen, wie bedeutsam es ist, sich selbst als wichtig und etwas normal Besonderes anzunehmen. Das ist nicht das Thema von Angeberei, sondern hat die Bedeutung sich selbst zu mögen. Und es ist sehr wichtig, die eigenen Begabungen als etwas Tolles zu sehen und zu schätzen- Selbstwertschätzung. Besonderheiten, die ich an mir mag und meine Begabungen, Talente und Fähigkeiten machen mich besonders und einzigartig- zusammen alles Elemente meiner Persönlichkeit.

  • Sich auf neues freuen

Ich bin aufgeschlossen für neues und begeistere mich schnell für vieles. Ich bin dann „Feuer und Flamme“, aufgeregt und will ganz schnell all das zu lernen, das ich wissen muss; ich kann und will alles richtig machen und dazu lasse ich mich dann ganz auf das Thema ein. Ich bin gut, in den Dingen und Themen, die mich begeistern. Ich bin ein Wissenschaftler.

Manche Mitschüler sind dann auch neidisch und eifersüchtig, werden gar gemein zu mir; das macht mich traurig und nimmt mir auch Kraft, macht mich langsamer als ich eigentlich bin. Wenn ich sehr traurig bin, möchte ich dann auch nicht mehr an diesen Ort oder zu diesen Menschen – weil dann meine Freude weg ist.

Am besten bin ich, wenn ich null Druck habe und einfach aus der Freude an dem Projekt arbeiten kann und dann vergesse ich auch die Zeit (vergesse zu trinken oder eben zu essen und werde müde oder bekomme dann auch schlechte Laune).

  • Wohlfühlen & Geborgenheit

„Liebe, Zuneigung, Geborgenheit kann man nicht kaufen. Es sind wertvolle und kostbare Gefühle, die einen aus dem Herzen geschenkt werden. Ich brauche mein eigenes Reich in meinem Zuhause, in dem ich mich erholen kann, reflektiere und auch meditiere – in mein inneres Reich, in dem ich wirklich geborgen bin und auch für „kniffelige“ Situationen dann gute Lösungen finde oder ich frage meine Mutter oder meinen Vater, wenn ich spüre, dass sie in diesem Bereich meiner Fragen bei ihnen Antworten finde.

Ich akzeptiere keine Meinungen und auch Aussagen oder Erwartungen, dass ich funktioniere, wenn ich spüre, dass der Mensch mir gegenüber unehrlich ist, nur einen Teil der Wahrheit sagt und etwas verschweigt oder auch selbst etwas nicht können und von mir verlangen, dass ich es so machen soll wie sie sich das dann vorstellen. So lerne ich auch mir und meiner Intuition zu vertrauen und misstraue daher anderen. Ich kann für Harmonie auch meine Intuition zurückstellen; allerdings geht es mir dann innerlich schlecht und dann werde ich auch krank, weil ich nur so mitteilen kann, dass ich meine Wahrheit unbewusst lebe. Manchmal mache ich das auch, um meine Mutter oder meinem Vater Gutes zu tun, wenn einer gestresst ist oder eben auch unfähig mit Schmerzlichem, Leid oder Krisen um zugehen; dann strenge ich mich noch mehr an – leicht zu sein oder auch schon wirklich gross.

Ich kann führen – bin Klassensprecher und dabei leise sowie klar und gerecht – subtile & eloquente Dominanz.

Wenn ich dann auch immer wieder ins „Gefühlschaos“ komme – weil ich das Gefühl habe, dass unterschiedliche Meinungen anderer und deren Gefühle auch wichtig sind und dann durcheinander bin, brauche ich freundliche Worte, ruhige Plätze oder die Nähe und Zuneigung eines Menschen, den ich wirklich mag und der mich mag oder ich kuschle mich an meinen Hund (mein Haustier ist wichtig in meiner Nähe). Ich kann dann auch malen oder PC-Spiele wie World of Warcraft spielen (dann geht mein Ärger weg) oder ich gehe klettern oder reiten.

Streit meiner Eltern verwirrt mich und belastet mich enorm – ich übernehme dann gerne die Rolle des Streitschlichters, fühle mich in Mama/Papa ein und gebe ihnen Liebe und Geborgenheit oder auch Sicherheit. Das ist schwer, weil ich beide lieb habe.

Bei meinen Eltern gibt es klare Grenzen in unserer Familie und sie stellen Benimmregeln auf – Höflichkeit ist wichtig; sonst gibt es auch mal Ärger; allerdings ist keiner nachtragend (obwohl ich mich selbst an Streit und die Situationen sehr gut erinnern; sie beschäftigen mich und wirken irgendwie lange nach.“

  • Verständnis & Annahme

„Ich brauche Freiheit – dann habe ich gute Ideen, weiss was zu tun ist, fälle eigene Entscheidungen, weil ich clever, kreativ und schlau bin – ein Detektiv oder Wissenschaftler.

Ich kann auch wild sein, und laut, wenn ich spiele oder begeistert bin, allerdings bin ich nie grob – will niemand verletzen. Weil ich auch weiss, wie weh eine Verletzung tut, die mir ein anderer zufügt. Ich kann es kaum aushalten, wenn andere ausgelacht werden, sich über die Missgeschicke anderer schlimm lustig gemacht wird – manche Witze sind auch echt doof. Parallel dazu spüre ich wie die anderen sich dann schämen, wenn sie bloßgestellt und lächerlich gemacht werden. Ungerechtigkeit macht mich meist sehr traurig, ab und zu auch wütend.

Ich muss wissen, warum ich etwas tun oder lassen soll – einfach nur tun, was andere sagen, mache ich nicht, wenn es sich mir nicht erschliesst. Ich brauche die Informationen, um dann Dinge zu tun oder umzusetzen.

Da meine Eltern das auch wissen, unterstützen sie mich – eigentlich bin ich kein Kind, sondern ebenso erwachsen wie sie; wir sind gleichberechtigt. Das empfinde ich auch bei anderen Erwachsenen; nur verstehen das nicht alle. Manchmal sind Lehrer und Ausbilder hier ganz anders als im Verständnis oder Handeln.

  • Glück & Lebensfreude

Ich kann einfach glücklich sein aus mir heraus, dann singe ich, tanze oder freue mich darüber im Fechtclub zu üben, auf Turniere zu gehen und auch daran, wenn ein anderer gewinnt – zusammen sein macht Spass. Ich mag es auch geschätzt zu werden von den Größeren, die mich auch fördern.

Ich bin achtsam, aufmerksam und freue mich total, wenn mir etwas gelingt und ich damit auch andere überrasche.

Dann gibt es auch die „Chaos-alles-geht-schief-Tage“, dann verkrümle ich mich am Liebsten und ziehe mich zurück. Ich grüble darüber nach, was und warum etwas schief gegangen ist; Mama hat mir mal gesagt, dass „Fehler wichtig sind, um zu lernen“ und wenn es mir gut geht, kann ich das leicht verkraften. An diesen Chaos-Tagen geht das nicht so gut, dann habe ich große Zweifel und bin unsicher. Trost von Mama oder Papa oder meiner Freundin/meinem Freund kann ich dann gut gebrauchen.

(Eine mögliche, unterstützende Sicht: „So manche Situation scheint wie ein unlösbares Problem, beinah wie ein Berg zu sein. Dabei sind diese Situationen nur Aufgaben oder Herausforderungen im Leben, die man versuchen sollte zu lösen. Ungefähr so, als würde man diesen riesengroßen Berg besteigen. „Geht nicht, gibt es nicht“, wichtig ist, sich zu bemühen, eine Lösung zu finden und das Problem zu lösen. Wer den Gipfel des Berges erreicht und für das Problem oder die Herausforderung eine Lösung gefunden hat, darf ganz stolz auf sich sein und sich auch freuen. Es wurde eine Lebenslektion gemeistert und man durfte daran einiges lernen.“  Als Kind sollte man nie aufgeben oder an einer Situation und Aufgabe verzweifeln – auch wenn ich erst mal nicht weiss, wie etwas gelingt oder ich bin zwischendrin auch darüber total verärgert und für Erwachsene gilt das auch.)

Wut sollte man nicht herunterschlucken – als „Meckerziege“  kann ich einfach meckern oder eine Runde joggen oder rennen, um alles „abzuschütteln“. Dann kann ich wieder chillen und bekomme wieder Ideen.“

  • Sicherheit & Vertrauen

„Ich will alles richtig machen, super und perfekt. Doch manchmal gibt es auch Momente, in denen ich mir nicht sicher bin, ob ich etwas perfekt gemacht habe. Wenn ich unsicher bin, tue ich so als könne ich das nicht wirklich und lasse es dann ganz und gar etwas zu tun, weil ich stark verunsichert bin und hatte wenig Selbstvertrauen. Meistens kann ich alles gut und dann auch sicher. Dennoch möchte ich manchmal „unsichtbar sein“, wenn ich unsicher oder schüchtern bin und einfach wieder dann erst sichtbar, wenn ich weiss was ich kann – also, wenn mir das wieder einfällt, was ich eigentlich kann.

Neue Situationen sind auch manchmal bedrohlich und ich bekomme Angst, dann habe ich einen verkrampften Bauch, mir ist mulmig und manchmal auch übel. Und dann kann ich nicht wie auf „Knopfdruck“ funktionieren und geforderte Leistung bringen.

Ich habe oft Kopfweh, wenn ich so angespannt bin und dann fehlen die Ideen, die mir sonst leicht in den Sinn kommen. Ich fühle mich dann traurig.

Ich kann das gut überdecken, weil ich dann „cool“ bin; manche meinen auch ich sei arrogant. Es kann auch sein, dass mir „alles zu eng“ ist oder jemand viel zu nah und dann fühle ich mich unwohl und werde auch zappelig.

Außerdem ist es so, dass wenn einer etwas Blödes zu mir sagt oder unfair ist, dann fühlt sich mein Herz so an, als wäre es hinter einer Eisentür verschlossen. Ich bin dann nicht mehr so offen und freundlich, sondern verschlossen, um mich und meine Gefühle zu schützen.

Ach, am wohlsten fühle ich mich mit Älteren, die mindestens 3 bis 5 Jahre älter sind oder Erwachsenen; andere Kinder sind kindisch – da ist keine Qualität in Gesprächen.

Wenn ich erschrecke, weil mich einer anschreit oder anfasst, den ich nicht mag, bin ich erst mal verwirrt und durcheinander, weil mich das wie eine übergroße Welle überrollt. Dann bin ich wie unter einer „Nebelglocke“ und will am liebsten nur meine Ruhe haben. Das gilt auch, wenn ich nicht mehr mag, weil ich fertig bin, dann höre ich auf mitzumachen oder werde wütend – ich darf oder kann nicht sagen, dass ich erschöpft bin. Ich bin kein sturer Bock oder ein Esel; bei diesem Stress wird mein Kopf leer und ich fühle mich dann ziemlich verloren und hilflos, kann das allerdings nur selten sagen. Bei viel Stress bekomme ich Durchfall, das ist dann als würde ich essen und alles rutscht durch.

Wenn ich zu viele Gedanken im Kopf habe, bin ich müde und bin vor lauter denken echt „im Hirn“ überlastet und überdreht; das macht mich dann leer und fertig.

  • Mitgefühl

Ich mag alles andere als ruppig angesprochen werden; klare Sprache – nicht monoton oder soldatisch – mag ich und darauf reagiere ich. Anschreien geht gar nicht, dann schalte ich ab.

Ich bin ein „Seismograph“, fein wie eine Pusteblume, nehme mit meinen Schmetterlings-Antennen alle Gerüche, Geräusche, Eindrücke und Gefühle auf von anderen Menschen auf und auch von Tieren. Ichbrauche einen Menschen, dem ich alles erzählen kann, was ich da aufgenommen habe; manchmal schreibe ich dann auch Geschichten, dann geht das aus dem Kopf.

„Wildfang mit viel Gefühl“  oder „Delphin im Wasser“, da wo ich in meinem Element bin, da bin ich endlos frei und dabei. Ich erlebe viel, dass ich zwei Seelen in der Brust habe, weil ich mich verstehe und den anderen – dann komme ich echt in einen irren Konflikt, weil ich gerne bei dem anderen bin tröstend oder Witze machend. Nur stehe ich dann irgendwie „leer“ rum, wenn ich das tue.

Ich merke, dass mich viele Menschen mögen, ich bin ein „Sonnenschein“ sagen viele Menschen. Ich schütze Menschen, Tiere und Pflanzen. Ich mag kleine Kinder sehr gerne und die mögen mich auch; ich bin wie ein „großer Bruder“ obwohl ich eigentlich keine Geschwister habe.

  • Hochsensible Wahrnehmung

Auf einen Blick erkenne ich was mit einem anderen los ist, ich sehe das oder merke, dass als wäre ich der andere Mensch. Es fällt mir schwer auszuhalten, wenn es dem anderen schlecht geht und ich nichts für ihn tun kann- eigentlich geht mich das nichts an. Das ist manchmal, wie ein Sog und dann muss ich mich dagegen stemmen mit ganz viel Kraft – ein anderes Mal „flutsche“ ich einfach in seine Welt und bin dann wie dieser Mensch. Das ist mal komisch und mal interessant.  Wenn andere geärgert werden, empfinde ich das als doof, unfair und ungerecht.

Selbst mag ich auch nicht in die „Enge oder Ecke gedrängt werden“. Ich wurde schon heftig geärgert und von Mitschülern bedrängt- gemobbt- weil ich nicht so war wie sie wollten (also ihre Hausaufgaben machen oder sie abschreiben lassen bei Proben). Dann zieht sich mein Herz zusammen und ich spüre dann ganz viel Angst, kann nicht atmen und bekomme Bauchweh; dann fühle ich mich mutlos, machtlos und klein – das ist ein furchtbares Gefühl. Ich lasse es deswegen mit anderen Kindern so umzugehen und ihnen so weh zu tun.

Ich bin echt sensibel, aber kein Weichei – ich bin mutig, weil ich jeden Tag neu in die Schule gehe – solange offen wie ich kann oder bis ich gezwungen bin mich zu schützen und schlechte Erfahrungen auszublenden.

Im Wimmelbuch nehme ich ratzfatz den „Fehler“ wahr, das geht mir auch so in vielen anderen Situation – ich „schieße“ dann auch oft mal raus damit und das kommt nicht immer gut an, aber was soll ich machen, wenn ich das eben erkenne und andere gar nicht oder auch so im Schneckentempo langsam. Ich nehme auch das wahr was am Rand passiert – ganz oft sind meine Sinne total klar, meine Mutter meint „ich höre das Gras wachsen“, was mich auf die „Palme bringt“, weil ich das gar nicht will. D.h. ich muss mich dafür nicht anstrengen, ist „ wie den Radiosender“ verstellen. Manchmal komme ich mir vor wie „ein Schwamm“ oder im „Karussell“ und obwohl ich das mag, wird mir dann auch schwindelig und übel. Wenn ich dann sitzen muss, werde ich hippelig – kann nicht still sitzen – manchmal denke ich dann ein „Laufband“ in der Schule wäre gut und wackle mit den Beinen oder schieb mir einen Kaugummi rein und kaue ganz schnell.

Menschen, die stinken mag ich nicht, sie sind mit unheimlich.

  • Miteinander

Ich kann echt gut allein sein und fühle mich mit mir wohl; mag auch gerne kuscheln. Ich mag Bewegung und Sport, bin auch mutig; manchmal echt auch ein Pionier. Mit anderen lache ich gerne und mag es auch, wenn es einfach Spass zu haben – gilt auch für Tanzen und Singen.

Nach so einer Zeit mit anderen Kids, brauche ich dann wieder mein Zimmer, wo ich für mich sein kann.

Ich mag nicht von fremden Menschen einfach so angefasst werden; ich will das selbst bestimmen. Das verstehen meine Eltern auch oft nicht, weil sie glauben, dass mich eine Tante umarmen und küssen darf. Oder es hat gedauert, bis meine Eltern akzeptiert haben / mich unterstützen, dass ich auch „Nein“  sage zu Umarmungen.

  • Selbstbewusstsein – Ich bin… / habe …
    • … einfühlsam und sensibel
    • … intelligent, denke schnell und lerne auch schnell – wiederholen ist langweilig und bringt mir nichts
    • … fotographisches & fühlendes Gedächtnis
    • … interessiert an Abenteuer
    • … ein guter, fairer Freund
    • … fröhlich, lustig und auch sehr ernst
    • … kreativ, spontan und habe viele Idee – auch ungewöhnliche
    • … achtsam, aufmerksam und beobachte vieles zugleich
    • … meist ausgeglichen und auch manchmal auch „ausser mir“
  • Leben mit Hochsensibilität

„ … eigentlich weiss ich wer ich bin und daher interessiert mich weniger, was andere denken. Bin ich unsicher, dann ist genau das für mich wichtig und wie ein „Leuchtturm“  aus so einer gefühlten „Dunkelheit“ wie Ablehnung, Auslachen, Mobbing. Wichtig ist mir, dass ich immer ein Stück Freiheit habe, ohne eingeengt zu sein oder „wie ein dressiertes Pony“. Ich bin ich und wertvoll und eben nicht wie die anderen und nur funktionieren ist öde. Ich kann für mich einstehen oder andere verteidigen bei Ungerechtigkeit und da ist es egal, ob das Mitschüler oder Lehrer oder Eltern sind. Ich fühle, ob andere „echt“ sind und Herz haben – das finde ich gut. „Unechte“ Menschen lehne ich ab, da fällt es mir schwerer höflich zu sein; gelingt aber mit dem Gefühl, dass „ICH lüge“. Ich kann die „unechten Menschen“ auch nicht scannen, da ist alles wie „zu oder kalt“ und keine Tiefe.

1.2. Hochbegabung/Hochsensibilität und Alltagsfelder

„Auf der einen Seite ist das hochsensible Kind und auf der anderen Seite ist die Welt wie sie ist“ (Rolf Sellin, Experte für Hochsensibilität)

Einige Merkmale hochbegabter & hochsensibler Kinder:

  • feine Antennen für Stimmungen
  • mitfühlend, intuitiv, empathisch
  • reichhaltiges Gefühlsleben
  • umsichtig und gewissenhaft
  • gründliche & detaillierte Informationsverarbeitung
  • leicht erregbar, schreckhaft, leicht zu überstimulieren
  • schmerzempfindlich, Neigung zu Allergien, manche Medikamente vertragen sie nicht
  • mögen eher keine Wettkämpfe (besonders Introvertierte HSL), extrovertiert bei dem was sie wirklich mögen und wovon sie überzeugt sind aus voller Begeisterung*
  • eher scheu – sie stehen nicht gerne im Rampenlicht*

Hochsensible können ganz schön auf die Pauke hauen – Wer nun aber denkt, hochsensible Menschen seien immer zarte Wesen, zurückhaltend und still, der irrt, denn „Hochsensibilität bedeutet in erster Linie, Eindrücke und Reize weniger zu filtern, intensiver wahrzunehmen und gründlicher zu verarbeiten. Hochsensible Menschen können wütend und hochfahrend sein wie andere Menschen auch“. Sie können „ganz lieb und friedlich sein, explodieren aber sehr leicht und plötzlich. Manche implodieren auch.“

Ruhe und feste Strukturen helfen Babys und Kleinkindern – Hochsensible Babys registrieren alles und reagieren sich dann auf die Einzige ihnen zur Verfügung stehende Art ab: Sie schreien. Besonders auffällig ist, dass sich diese Säuglinge keinesfalls einfach so ablegen lassen und dass sie Tag und Nacht intensive Nähe einfordern und schlecht schlafen. Vor allem dann, wenn der Tagesablauf nicht immer gleich strukturiert ist. Auch bei den Klein- und Kindergartenkindern erreicht man mit äußerer Ruhe die größte innere Ruhe. Das beginnt schon beim Kinderzimmer und der Wirkung von Farben und Mustern. Ratsam ist wenig Spielzeug an festen Plätzen, übersichtlich und geordnet, damit nach einem spielerischen Durcheinander die Ordnung schnell wieder hergestellt werden kann.

Hochsensibilität: Merkmale im Kindergartenalter – Gerade der Eintritt in den Kindergarten ist für hochsensible Kinder nicht einfach. Viele reagieren mit Rückzug, andere mit Angriff, kennen oft das richtige Maß zwischen Nähe und Distanz noch nicht. Wenn es nicht möglich ist, eine Einrichtung zu wählen, in der die Reizüberflutung einigermaßen gering gehalten wird, dann müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Überreizung auch wieder abgebaut werden kann. Hinzu kommt der Rat, zu viele Unternehmungen in der Freizeit zu meiden, auf verpflichtende Kurse zu verzichten und von Frühförderung möglichst Abstand zu nehmen. Die Kinder sollten auch nicht zu viel fernsehen oder mit dem Handy spielen. Am besten ist es, die Überreizung mit spielerischer Bewegung in der Natur auszugleichen. Ältere hochsensible Kinder sprechen auch sehr gut auf ostasiatische Sportarten an, weil hier nicht der Wettkampf im Mittelpunkt steht, sondern das Zentrieren der Energie – Struktur in den Alltag bringen bedeutet gleichzeitig eine Absage an allzu viel Spontaneität.

Umgang: Wie Eltern ihr hochsensibles Kind unterstützen können – Hochsensible Kinder werden von anderen Kindern nicht selten zunächst einmal abgelehnt. Sie sind keine Gruppenmenschen, verbringen viel Zeit mit Beobachtung und suchen eher Eins-zu-Eins-Kontakte. Ist man sich über die Hochsensibilität des Kindes im Klaren, kann man es gezielt unterstützen. Spätestens beim Schuleintritt, den man bei hochsensiblen Kindern nicht zu früh wählen sollte, sind die Kinder gezwungen, sich dem System anzupassen. Dann brauchen sie umso mehr Verständnis zuhause. Ein langsamerer Lebensrhythmus, viele Ruhepausen und Rückzugsmöglichkeiten ermöglichen ein gutes Durchkommen.

Hochsensible Mädchen passen besser ins System – Trotz Elternzeit für Väter, den „Softies“ der Achtzigerjahre und metrosexuellen Superstars: Nach wie vor schreiben wir Jungen andere Eigenschaften zu als Mädchen. Hochsensible Jungs fallen daher schnell aus dem gesellschaftlichen Raster. Viele Eltern stellen sich die bange Frage, wie der sensible Junge das Leben wohl meistern wird. „Wenn sie gelernt haben, zu sich und zu ihrer Veranlagung zu stehen und gut damit umzugehen, dann müssen sie es nicht schwerer haben als Mädchen“. Andere Erfahrungen gibt es allerdings auch;  um mit anderen Jungen zu spielen und dazugehören zu dürfen, passen sich viele hochsensible Jungen den starken Typen an. Oft wird die ganze Sensibilität dafür eingesetzt, geduldet zu sein, um nicht zur Zielscheibe zu werden.

Das ideale Opfer schwieriger Eltern – Hochsensible Kinder können autoritäres Verhalten oder gar Demütigungen noch schwerer ertragen als andere. Bei ihnen kommt man am besten mit Humor und Fantasie weiter. Trotzdem sollte man Grenzen setzen. Gerade Eltern, die selbst hochsensibel sind, versuchen ihr Kind vor der Außenwelt zu bewahren, tun ihm damit aber keinen Gefallen. Genauso wenig wie Eltern, die die Hochsensibilität falsch deuten und ihrem Kind, das bereits sehr verständig wirkt, zu viel Verantwortung aufbürden. Hochsensible Kinder sind das ideale Opfer ihrer schwierigen Eltern – problematisch wird es, wenn die Familie die Besonderheit gar nicht erkennt, nicht in der Lage ist, damit umzugehen oder noch schlimmer, wenn das „Anderssein“ negativ bewertet wird und ein Anpassungsdruck erfolgt. 

Wenn die Seele sich wehrt, wird der Körper oft krank – Hochsensibel zu sein, bedeutet nicht, dass man eine Störung hat oder gar krank ist. Aber man kann durch die Hochsensibilität krank werden, und zwar dann, wenn sie nicht wahrgenommen wird. Steht das hochsensible Kind in einem dauernden Konflikt mit seiner Umgebung und fühlt es sich dadurch unverstanden, dann kann das psychosomatische Folgen haben. Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Anfälligkeit für Infekte, Allergien, später auch Suchtprobleme sind häufig.

 

  • Entwicklung & Veränderung der verschiedenen Familienformen –  Folgen/Herausforderungen von Familien

Systemische Familienberatung bedeutet anzuerkennen, dass „Familie“ sozial-kognitiv wie kommunikativ in Systemen lebt und zu betrachten ist – erst mal wertungsfrei. Welche Verhaltensweisen und Gespräche davon dann positiv sind oder negativ, steht in zweiter Linie – ggfs. eben dann auch Eingriffsberechtigt bei Missbrauch durch Institutionen wie Kinder- und Jugendamt, Justiz, Ärzte usw.

Jede Kommunikationsform – verbal und nonverbal – fließt in das gesamte Familiensystem ein, beeinflusst bewusst und unbewusst. In ganzheitlicher bzw. systemtheoretischer Sicht bedeutet dass, das Familiensysteme die „Balance von Variablen, die die familiale Kohäsion ausmachen und die Auswirkung von Ungleichgewicht auf dies zu beobachten sind und die kommunikativen Regeln, die einzeln Familienmitglieder oder das ganze System in Schwierigkeiten bringen.“

Dazu ist es höchst bedeutsam, dass der Berater einfach wertungsfrei beobachtet wie sich die Situation zeigt. Dabei ist zu beachten, dass das Gedächtnis jeden einzelnen Menschen in seiner Lebensgeschichte die Referenzpunkte/Bezugsmöglichkeiten – Geschichte des beobachtenden Systems eines Menschen (auch als Zeuge/Bezeugender von Situationen zu verstehen) liefert. Wobei neue Situationen neue Erfahrungsparameter bringen und Referenzpunkte dann überprüft werden müssen bzw. katalysiert dann integrierend wirken. Das gelingt im Rahmen von persönlicher Identität und/oder CI, die Unternehmens-, Institutions- oder auch Traditions- und  Sippenbezogen familiär ist. Letztere Punkte liefern, dann auch Konflikte, die persönlich wie gemeinschaftlich evolutionär förderlich sein können. Cave!!!: das kann auch selbstreferentiell aus- und abschließend gegenüber fremden Ideen und Impulsen wirken, nach dem Motto: „ das haben wir noch nie so gemacht“! Genau das macht die Integration von Hochbegabung/Hochsensibilität in ihrer Werthaltigkeit auch teilweise so schwer.

Das Familienbild ist in Deutschland schon länger im Wandel, allerdings schon immer „bunt und vielgestaltig“: durch das „Gesetz über die Aufhebung der polizeiliche Beschränkung der Eheschließung“ (1868) wurde erstmalig erlaubt, dass alle Burger unabhängig von ihrem gesellschaftlich-sozialen Status heiraten durften. Bis dahin war die Heirat gekoppelt an das Bürgerrecht sowie an Erwerbs- und Vermögensnachweise. Vollbauern, Großbürger heirateten mit dem „Segen der Kirche“, während finanziell minderbemittelte Arbeiter, Hauspersonal, Lehrer, Vagabunden und Taglöhner eben in „wilder Ehe“ miteinander lebten.

Es gab über 100 Jahre eben das „liberale Bildungsbürgertum“ mit auch Hausangestellten, die die Familie mehr oder weniger erweiterten. Durch die Industrialisierung und beginnende Technisierung entstanden mehr Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten. Bis auf die in der Stadt lebenden alleinerziehenden Mütter, die arbeiteten, war generell der Mann der Ernährer und die Frau dann sozialgesellschaftlich engagiert. Arbeitend waren die sozial unteren Randgruppen in ersten Fabriken. Durch Kriege veränderten sich die Familien, weil Männer nicht mehr zurückkamen und im Krieg gestorben waren. Oder die körperlich verletzten und mental und seelisch traumatisierten Männer kamen zurück in eine Gesellschaft, die zu mindestens nach dem 2. Weltkrieg durch die „Trümmerfrauen“ schon in weiblichen wesentlich autarker und selbständiger waren als Frauen nach dem 1. Weltkrieg, 2oer Jahre-Aufbruch der Emanzipation und Drittes Reich – mit Wiederbelebung eines Mutterkultes, um Männern auch wieder Platz einzuräumen, den sie im 1. Weltkrieg verloren hatten und der damit verbunden Rückentwicklung von emanzipierten Frauen.

Zwar schloss sich in der Fragehaltung ab der 50er bis 70er, ob die Ehefrau arbeiten dürfe und damit ihren Mann fragen musste – Patriachat – an bzw. die Wohlstandsgesellschaft mit enormen Scheinwelt-Harmoniebedürfnis (siehe Filme von Kino und TV von „heiler Familienwelt“ in den 50ern/60ern) eine Möglichkeit für Frauen auf und die damalige Emanzipation war aggressiver, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Das Scheidungsgesetz basierte bis in die 70er auf der „Schuldfrage“, die eindeutig zu Lasten von Frauen ging und in noch stärkeren Abhängigkeitsverhältnissen lebten – einiges erdulden mussten bis zum eigen Tod oder dem ihrer Partner unter dem Ehemotto: „Lebenslang“. Die andere Lebensform gestaltete sich mit überwiegend alleinerziehenden Müttern und den Schlüsselkindern, die pauschal eben schneller autark werden mussten als Kinder in Familien. Wobei heute eben auch alleinerziehende Väter die Familienlandschaft ergänzen, neben bestehenden Erst.Familien und folgenden Patchworkfamilien.

Die gesellschaftliche Evolution schritt voran und Trennungsmöglichkeiten wurden auch für Frauen leichter, dennoch auch mehr Belastung kam auf sie zu. Karriereschritte waren und sind für Frauen immer noch schwerer als für Männer. Damit erfolgt dann auch die Öffnung in Betreuung der Kinder durch Fremde in Kindergarten, Nannys und Nachbarn, was dann auch neue, unbekannte Familienstrukturen eröffnete, konfrontiert und neue Integrations- und Lernprozesse fordert und fördert.

Die Lösbarkeit von Ehe zog die Veränderung der Familienstruktur nach sich: Grundge-danken und Wünsche bleiben erhalten (siehe auch Maslowsche Bedürfnis-pyramide), die Liebe hat sich bis heute mehr romantisiert-idealisiert (Traum & Sehnsucht innerhalb rasend schnellen Kommunikationsmöglichkeiten – wo gibt es für Kinder & Erwachsene Halt und ein Geborgenheitsgefüge?!) als dauerhaftere Suche bis das Finden gelingt, weil das Grundgefüge von Familie sich eben auf „Vater-Mutter-Kind“ bezieht – heterosexuell wie gleichgeschlechtlich – und immer mehr ohne Grosseltern, die eben selbst jung sind und ein eigenes Leben haben oder nach tatsächlicher oder vermeintlicher „Aufopferungstendenzen“ lieber im Alter frei sind und daher aus der Großfamilie eben die Kleinfamilie gemacht haben.

Also gilt heute mehr denn je „so lange bis die Liebe weg ist“ oder „,wenn die Kinder ein bisschen größer sind oder gar aus dem Haus, …“ erfolgt Trennung. Die Ereignisse, die Trennung und Scheidung nach sich ziehen sind, sind erst mal erschütternd bis erlösend – je nach Erlebniserfahrung und -interpretation. Bei Scheidung kommen die Rechtsverfahren klarer in den Vordergrund, und die Abgabe von Verantwortung an einen Dritten; bei freien  Lebensgemeinschaften ist die Trennung scheinbar einfacher und wird ggfs. über Mediation geregelt.

Die neu entstehenden und entstanden Patchworkfamilien funktionieren – verbal & non-verbal – in den vertrauten und bekannten Familieninformationen, – strukturen und Familienbotschaften. Ausser die Eltern haben schon persönliche Entwicklungsschritte und integrierte Anpassungsinhalte in die neue Partnerschafts- und Familiensituation mitgebracht; dann werden bestimmte Konfliktkonstellationen schneller und einfacher durchlaufen; gerade auch auf Partnerebene, was sich positiv auf die gesamte Familie auswirkt.

„Veränderungen eines sozialen Systems können nur aus einer Veränderung der das System konstituierenden Kommunikationsmuster, -regeln und Semantiken erfolgen.“

Das bedeutet, dass mit der besseren Ausbildung in Schulen – ein Kind, dass eine bessere Wortwahl als ein Elternteil- schon unbekannte und unbewusste Konfliktthemen in die Familie trägt. Unter- und Überlegenheitsimpressionen entstehen bzw. aktiviert werden, weil jenes Elternteil eine andere Schul- und Ausbildung hat. Sprachgewohnheiten und Verhaltensweisen, die das Kind in der Schule lernt, sind dann in einer anderen – z. T. geschulten neuen Qualität, die entweder durch Eltern abgeblockt wird oder eben auch dann neu integriert wird bei bestehender Offenheit.

Verstehen und Verständnis sind dann von beiden Seiten wichtig bzw. von dritter Seite bei Lehrern und Beratern, die evtl. dann eben auch mit eignen Erfahrungen bei ihren Entwicklungswegen positiv gelassen oder negativ-belastet reagieren und werten. Ein Berater/Lehrer, der den Konflikt vom „Arbeiterkind zum Akademiker“ unbewältigt hat in eigenen Abstammungskonflikten wird anders begleiten als ein Berater/Lehrer, der das getan hat bzw. offen ist, für diese Konflikte und Lösungen.

„Auffälligkeiten und Symptome haben einen Sinn innerhalb des jeweiligen familialen Systems. Dies bedeutet, und das ist für die Arbeit mit Familien (auch im Leben mit meiner Familie; Anm. der Examenskandidatin)  außerordentlich wichtig die beobachtbaren Handlungen und Ereignisse sind immer Ergebnisse von unter den Handlungen liegenden Erwartungen und Motiven und der Kommunikation darüber.“

Einnässen, ist eine wichtige Mittteilung über Leid- und Trauererfahrungen, die nur so zum Ausdruck kommen, ebenso wie die Verweigerung von Schulleistung, die ein im Familiensystem bekannter Ausdruck sind, wo auch Worte fehlen. Das können auch innere Konflikte und Bedürfnisse der Eltern sein, die das Kind übernimmt, spiegelt und eben von dem jeweiligen Elternteil innerlich und äußerlich  – in Unbewusstheit oder Leugnung- dann in die Familie einfließen und von dem empfänglichen Kind auch ausgelebt werden.

Wenn dann ein Kind abgelehnt wird von der eigenen Mutter , ist die Forderung an die Mutter – eine Sisyphus-Arbeit -die immer wieder zusammenbricht. Frage ist dann, ob das Kind besser bei dem Vater lebt. Im Übrigen mussten die Gebrüder Grimm alle Mütterbeschreibungen in „Stiefmutterbeschreibungen“ in ihren Märchen umformulieren, da die damalige Zensur meinte, es dürfe keine leibliche Mutter so beschrieben werden. Heute ist dieses „unliebsame stiefmütterliche“ Verhalten eben nicht mehr tabuisiert und es wird offen behandelt.

Es gab und gibt Frauen, die Mutter werden, ohne eine Chance zur Mutter-Kind-Bindung sind bzw. nur fähig werden bei Aufarbeitung eigener Traumata – das ist Fakt, ebenso wie bei Vätern, die es lassen eine echte herzliche Verbindung aufzubauen. Gegenteile von empathisch gesunden Müttern und Vätern gibt es auch – wichtig ist dann genau dieses Potential zu fördern, ggfs. auch bei Großeltern, durch Berater und Begleiter sowie Coaches.

Hier laufen dann auch die Ahnen- und Transgenerativen Themen ein, die berücksichtigt werden müssen oder dann auch ggfs. in Aufarbeitungsprozesse überführt werden sollten (s. Genogramm-Erstellung)

Die Herausforderung ist eben neben Berufstätigkeit, zu erkennen, dass es mehrere Berufungen gibt als PartnerIn, FreundIn, Mutter/Tochter, Vater/Sohn und Arbeitskollege/IN, usw. und dass diese Berufungen eben Zeit und Raum brauchen, ebenso wie die gesunde Zeit für sich selbst.

  • Folgen/Herausforderungen von Familien mit hochbegabten & hochsensiblen Kindern

„Kind empfindsam erziehen – aber nicht in Watte packen“

Vor 10 Jahren zu Beginn meiner Coachingarbeit mit hochbegabten & hochsensiblen Menschen hatte ich den Fall, dass ein älterer Mann ins Coaching kam, das ich aufgrund von Ausbildungen in alternativen Heilweisen und auch mittels medizinischer Grundausbildung mit Gespräch, Energiearbeit, Medialität und einer Meridianentspannungstechnik nach Bowen, ganzheitlich gestaltete.

Dieser  ältere Mann litt als Opa dann unter anderem auch darunter, dass seine neugeborenen dritte Enkelin etwa 3 Monate nach der Geburt an Lungenentzündung erkrankte. Diese Erkrankung des Kindes zog sich fast über 1,5 Jahre hin. Reisen ans Meer und nach Zermatt (Berge mit hohem Sauerstoffanteil regen die Blutkörperchen Bildung an und ermöglichen mehr O2 an die Eisenkörper im Hämoglobin zu binden; führt die Belastung durch die Entzündungswerte zurück).  Diese kurzzeitigen Erleichterungen förderten die Heilprozesse, allerdings brach die Nachhaltigkeit immer wieder zusammen. Da die Mutter berufstätig war, fuhren dann auch jener Opa mit seiner Frau und dem Säugling auch im Folgejahr weg; im Wechsel Meer und Berge. Ich fragte ihn dann intuitiv,  wer in der Familie noch lebte und welche Familienthemen es gab und erfuhr dabei, dass auch die Urgroßmutter (95 jährig) diese Kindes noch lebte.

Bei Nachfragen wie den die persönlichen Beziehungen der Frauen in dieser Linie seien, ergab sich, dass eine seiner Töchter (Tante des erkrankten Kindes) sehr viel Zivilcourage besaß und auch schon für ein fremdes Kind beim Jugendamt vorstellig geworden war (BWL studiert hatte, natürliche Humanität und Rechtsempfinden aufwies; sie hatte sich auch von ihrem Ehemann getrennt als „es nicht mehr ging“). Die leibliche Mutter des erkrankten Kleinkindes war selbst sehr sanft, fast selbstaufopfernd immer sehr „brav“ wie mein Coachee berichtete. Seine Frau (Oma) war ein verschlossener Mensch, hart und hatte kaum Verständnis dafür, dass ihr Enkelkind fast dauerhaft krank war; es gab viel Streit zwischen den Großeltern. Diese Oma hatte allerdings ein Problem mit ihrer 95 jährigen Mutter – sie hatte immer noch Angst vor ihr wie ein kleines Mädchen!

Entzündungen stehen in der Klassischen Traditionellen Chinesischen Medizin für das Thema „Wut“ und die Lunge für „Wachstum und Kommunikation“. Da die Oma dieses Kindes immer noch an ihre Wut und Ohnmacht gebunden war und alles andere als eine wirklich „liebevoll Erwachsene“ für sich selbst und ihren Partner bzw. ihre eigenen Kinder, konnte dieses Kleinkind erstmalig für das Symptom von Vernachlässigung, die die Oma erlebt hatte, falscher Wertigkeit von Frau-Sein und Mutterschaft aufmerksam machen. Hinzu kam, dann das jener Opa selbst erkrankte und seine Frau ihn im Krankenhaus einfach längere Zeit ließ, weil er zu belastend war. Die Mutter des Kindes zog dann klarere Grenzen im Umgang zu den Grosseltern und das Kind erholte sich schnell.

Mir ist damals bei der Begleitung vor ca. 6 Jahren sehr bewusst geworden, wie filigran und seismisch bewusstes Wissen und unbewusstes bzw. verdrängtes in Familien wirkt und damit förderlich oder weiterhin belastend.

Zwillingsstudien zeigen, dass Kinder diese Fähigkeit wahrscheinlich von ihren Eltern oder Großeltern geerbt haben. Ihre seelische und ihre körperliche Empfindsamkeit ist höher als bei anderen. In grauer Vorzeit waren sie diejenigen, die ihren Stamm früh vor Gefahr gewarnt haben. Heute wird aus der Gabe schnell ein Fluch.

Der oft pauschale Vorwurf, der hochbegabte/hochsensible Menschen seien „Weicheier oder Mimosen (mit Stacheln 😊, also wehrhaft, was viele vergessen) und werten diese Fähigkeiten negativ. Menschen, die so denken und sich so äußern, machen sich keine Gedanken sicherlich, warum es denn negativ sein sollte und nicht positiv, wenn ein Mensch sehr sensibel-feinfühlig, filigran-seismisch ist?! In früheren Zeiten war es noch anders, diese Fähigkeiten wurden normalen Bürgern nicht zugeschrieben, sondern nur Künstlern, Musikern, manche Könige – eben berühmten Menschen. So haben Grosseltern und auch manche Eltern nicht gelernt, Gefühle offen auszudrücken und sind „hart machend“ erzogen worden. Früher wurde dem Kind die Hochsensibilität wegtrainiert, nach dem Motto: Jetzt reiß‘ dich doch mal zusammen! Dadurch aber ist die Begabung fürs Leben verloren gegangen,“ heißt es in Sellins Buch „Wenn die Haut zu dünn ist“. Das hochsensible Kind passt sich an und verliert dadurch die Wahrnehmung seines Körpers, seiner Grenzen und Bedürfnisse. Die Folgen sind unter anderem Überforderung und mangelndes Selbstvertrauen.

Das Kind in Watte zu packen ist allerdings nicht für die richtige Lösung. „Denn auch dann kommt das Kind mit der Welt gar nicht mehr klar. Stattdessen sollte man die Wahrnehmung des Kindes respektieren, sich aber nicht davon beherrschen lassen. Man könnte zum Beispiel sagen: Ich respektiere, dass der Pullover dich kratzt, ich möchte aber trotzdem, dass du ihn anziehst, damit du nicht frierst.“

Doch wir leben heute und auch die jeweiligen  Großeltern oder eben auch Menschen, die bisher nicht (so) offen über Gefühle gesprochen haben bzw. nicht gelernt haben wirklich zu fühlen, können das lernen.

Ansonsten bleiben sie in einer alten Zeit stecken, was durch das alte Denken im Alltag ist – sie „verschlafen“ die Zeit und brauchen sich nicht zu wundern, wenn Kontakte und Kommunikation aufgrund ihres destruktiven Lern- und Lebensverhaltens abbrechen – das gilt für Lehrer, Eltern, Erzieher und alle Lebens- und Berufssituationen :

Neues lernen & integrieren für Familien und die Gesellschaft!

Abschließend 10 Tipps von Elaine Aron für Eltern:

„Hochsensible Eltern von hochsensiblen Kindern – was sollten Sie beachten?  (aus: Das hochsensible Kind, Seite 155-160):

1. Bleiben Sie unbefangen, vermeiden Sie eine Überidentifikation mit Ihrem Kind. Ihr Kind ist nicht Sie! Erkennen Sie die Unterschiede zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Wo ähnelt es Ihrem Partner?

2. Vermeiden Sie überfürsorgliches Verhalten, ermöglichen Sie es Ihrem Kind, selbst neue Erfahrungen zu sammeln. Legen Sie Ihre Ängste nicht auf Ihr Kind und belasten Sie es nicht damit.

3. Ermöglichen Sie es Ihrem Kind Neues auszuprobieren, auch wenn Sie selbst kein Interesse daran haben. Es sollte allerdings altersgemäß und für Ihr Kind schaffbar sein, damit es nicht scheitert und sich als Versager fühlt. Das Versagensgefühl hängt aber auch stark von der Person ab, bei der Ihr Kind etwas lernt und dem Ihr Kind sich anvertraut.

4. Hat Ihr Kind Probleme, eigene Interessen zu entwickeln, dann bieten Sie ihm eine gewisse Auswahl an und helfen Sie ihm. Sagen Sie ihm, wie es für Sie war, etwas Neues zu beginnen und wie wichtig es ist, sich auf Neues einzulassen.

5. Wenn es Ihrem Kind schlecht geht, dann versuchen Sie eine übergeordnete Perspektive zu gewinnen, statt sich selbst vom Schmerz des Kindes überwältigen zu lassen. Das Leben ist nicht fair, wir alle müssen uns den Schwierigkeiten und Herausforderungen stellen und daraus lernen. Erzählen Sie dem Kind von Ihren eigenen Höhen und Tiefen und Ihren Kämpfen und  was Sie Gutes gelernt haben, das hilft am ehesten weiter. Wenn möglich, beten Sie für diese Situationen, beziehen Sie Gott mit ein.

6. Machen Sie sich für Ihr Kind stark und beschützen Sie es, wenn es einer schwierigen Situation ausgeliefert ist und allein nicht zurechtkommt, zum Beispiel gegenüber Lehrern oder unfairen Klassenkameraden. Geben Sie dem Kind das Gefühl, nicht ohne Hilfe dazustehen, aber vermeiden Sie den Eindruck, dass Hochsensible immer schüchtern und / oder arme Opfer sind.

7. Lehren Sie Ihr Kind, wie es für sich selbst eintreten kann. Je älter die Kinder werden, umso mehr müssen sie für sich selbst kämpfen. Dazu müssen Sie angemessene Grenzen setzen, damit das Kind sich nicht auf Ihren Fähigkeiten ausruht. Das stärkt nur ihre Minderwertigkeit und fördert eine Opferhaltung.

8. Kümmern Sie sich angemessen um Ihre eigenen Bedürfnisse. Ein überforderter und angespannter Elternteil wird kaum angemessen und ruhig auf sein Kind eingehen und ihm Sicherheit  vermitteln können. Beispiel: Sauerstoffmasken im Flugzeug nehmen zuerst die Eltern!

9. Steigern Sie Ihre eigene Selbstachtung. Malen Sie sich vor Augen, was Sie gut können. Welche Vorteile hat Ihre Hochsensibilität? Wenn Sie sich als Mensch zweiter Klasse fühlen, wird Ihr Kind dazu neigen, sich ebenso zu fühlen.

10. Alle Eltern machen Erziehungsfehler, niemand ist perfekt. Darum fühlen Sie sich nicht übertrieben schuldig, wenn in der Erziehung nicht alles gelingt und Sie Fehler machen. Geben Sie die Fehler zu, und entschuldigen Sie sich dafür. Aber entschuldigen Sie sich nicht dauernd dafür, wenn Sie Ihrem Kind etwas abverlangen, oder bedauern es für normale Herausforderungen. Vermitteln Sie ihm das Gefühl: Opfer gehören dazu, durch Herausforderungen wachsen wir und werden wir stark. Manche Opfer sind unvermeidlich.
Opfer und Verzicht tragen zur Persönlichkeitsbildung bei. Wer seine Kinder vor jeder Enttäuschung bewahrt, erzieht kleine Tyrannen und / oder lebensunfähige „Opfer“.
Warnung: Wenn Sie ständig Schuldgefühle den Kindern gegenüber haben, werden Sie emotional erpressbar. Kinder finden das schnell heraus und halten Sie dann ständig auf Trab, bis zur völligen Erschöpfung. Darum setzen Sie angemessene Grenzen zu Ihrem Schutz und lehren so Ihr Kind, die Grenzen anderer zu respektieren, ohne sich schuldig zu fühlen.“

Es gibt einige Elemente im Leben von normalen,  hochbegabten & hochsensiblen Kids sowie Erwachsenen, die sich auch in anderen normalen Beziehungen und Familien oder Partnerschaften wiederfinden – die Wirkung dieser Mechanismen ist hier nur um ein vielfaches offensichtlicher, intensiver oder feiner oder auch subtiler für Berater, Lehrer, Ärzte und Psychologen oder auch andere Familienmitglieder wahrzunehmen, gerade wenn sie selbst bei diesem Thema „einen blinden Fleck haben“. Sind schon Sensibilisierungen für das jeweilige Thema vorhanden, läuft vieles einfacher, klarer, empathisch gesund distanziert und somit Lösungsorientiert oder -offen.

Eine starke Gemeinschaft ist sensibel – für den Einzelnen genauso wie für sich selbst und andere – wertungsfrei!

Cornelia Rosina Wunder

fühlendDenken – emotionMindCleanse be happy

be happy – heisst, dass DU Freude daran entwickelst zu leben, und viel zu fühlen oder wahrzunehmen („spürig zu sein“).

FühlendDenken bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was DU denkst, an was DU dich erinnerst, welche Gefühle & Emotionen diese Gedanken, alte Erfahrungen und Ereignisse hervorrufen.

emotionMindCleanse ist die Freiheit von negativen Emotionen, die jeder Mensch gespeichert hat: körperlich, anatomisch und mental. Das Denken, Werten und Urteilen haben wir im Familiensystem gelernt. In der sozialen Gruppe, in der wir leben, gibt es Rollenvorgaben für Frauen und Männer und für Mädchen und Jungen. Die jeweilige Religion oder auch die Region in der wir aufwachsen, spielt dann auch eine prägende Rolle.

Ein Beispiel: Ehen sollen ein Leben lang halten; nur ist die Lebensspanne heute viel größer, die Herausforderungen sind um ein Vielfaches intensiver und fordernder – also wachsen beide Partner miteinander in diesen Anforderungen oder bleibt einer stehen? Weigert sich die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen? Sind – auch alte – Eltern bereit verstehen zu wollen, dass die Zeiten sich geändert haben und damit ihre Rollen- und ihr Lebensverständnis auch zum Teil überholt sind? Viele Eltern und Grosseltern fühlen sich angegriffen von den anderen Lebensmaximen der Kinder und Enkel. Hier sind innere und äussere Konflikte an der „Tagesordnung“.

Die jüngeren Generation müssen mehr denn je lernen wieder ihrer Intuition und innerer Weisheit oder Wahrheit zu folgen, anstatt wie „ein Lemming in der mainstream-Herde“, die auch in die falsche Richtung laufen und über die „falsche Klippe springen“ kann.

Mit der Elterngeneration oder Ahnen sind eben auch unterschiedliche Ängste, Erwartungen und Anforderungen verbunden, die heute in den Jüngeren „wabbern“ und deren Lebensweg blockieren. Man muss sich nicht in jedem Fall von Eltern trennen; allerdings ist das in bestimmten Fällen enorm wichtig: wenn Mütter und Väter emotional, mental, körperlich, sexuell misshandelt haben auf jeden Fall. Wenn sie weggesehen und taburisiert haben, dass es diese Vorfälle von Übergriffen und Nötigung gegeben hat, dann darf die Tochter oder der Sohn endgültig gehen – das ist unentschuldbar.

Manche Eltern sind gefühlskalt; Alexithymie (Gefühlsblindheit bis Gefühlsunerfahrenheit in der Zuordung: Wut ist dann nicht zuzuordnen in Ekel, Abscheu oder Trauer …) bis hin zu schweren bis leichten Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus, Borderline-Syndrom, Münchhausenstellvertreter-Syndrom, Echo-Syndrom, …

Tina Turner singt in ihrem Song „Beyond“, dass nichts bleibt wie es ist. „Geh hinter deine Angst („go beyond fear,..“) davon, dass du angstfrei wirst und bleibst, weil dir deine Talente zu fühlen helfen dein Leben gut zu gestalten.

Gerade schwer oder vielfachbelastete Kinder und Erwachsene profitieren von einer hohen, feinen Senisibilität oder Hochbegabung, weil sie mit diesen Fähigkeiten eben erneute Täter erkennen und Beziehungen schneller verlassen. Sie erkennen das „Täterprofil“ und das rettet ihnen zukünftig erneut das eigene Leben.

Generell haben alle Menschen, einiges falsch erlernt in der Kommunikation, in der Gestaltung von Beziehungen und in Krisenphasen dann gute Lösungen zu finden. Beziehung wird häufig als Verbindung zwischen zwei Menschen definiert. Seltener bezieht eine Frau / ein Mann sich darauf, wie ihre/seine Beziehung zu sich selbst ist und gerät so in immer wieder gleiche Beziehungen als Muster oder in immer wieder gleiche Situationen.

Die Muster sind anteilig durch Gedanken und Emotionen entstanden; manche sind gut und fördern dein leichtes Leben. Andere negative Denk-, Emotions- und Verhaltensmuster blockieren dich total und scheinbar ausweglos.

Wir alle haben als Menschen einen Anteil, der stärker in uns ausgebildet ist und einen anderen Anteil, der schwächer ausgebildet ist:

Ein Teil ist logischer, kopfgesteuerter „kühler bis kaltherzig“ als Mensch – meist Männer oder der männlich stärker ausgeprägte Anteil in Frauen. Sie dürfen lernen mehr Emotionen zu zulassen. „Scheinbar“ kaltherzig sich auf die Tatsache, dass manche Kopfmenschen weniger über Gefühle und Empfindungen reden oder auch meinen, was sie sagen: “ Ich liebe Dich“ – fertig! Das ist die Basis und mancher emotionalere Mensch wartet dann vergeblich darauf, diese Worte öfters zu hören (ich ziehe mich hier nicht auf wirklich gefühlskalte Männer und Frauen mit narzisstischen und anderen pathogenen Persönlichkeitsstörungen).

Der „emotionale oder warmherzige“ Teil, sind emotional starke Menschen, meist Frauen, die lernen dürfen emotional auch klar zu werden und zu den klaren Emotionen fügt sich ein klarer Verstand hinzu. Meist hat die zweite Gruppe von Geburt an, eine erhöhte Sensibilitität, ausgerpägte Empathie und auch hohe Begabung. Verwirrungen können hier auftauchen und anerlernt sein, weil Mütter und Väter eigene Verantwortung für Gefühle, Gedanken und Handlungen nie übernommen haben und ihre Glücks- und Unglücksempfindung geleugnet tabuisiert haben und ihre empfindsamen Töchter und Söhne deren Gefühle und Gedanken übernommen haben. Als Erwachsene müssen diese Töchter und Söhne sich befreien von diesen „Altlasten“, die sie für andere tragen, um selbst ihre eigenes Potential zu leben.

Unter dem Begriff „soft skills“ können auch Männer sich hier zuordnen – je nach dem welchen Beruf sie ausüben“, der dann Empathie ermöglicht oder auch Kreativität. Das können Anwälte, Lehrer, Ärzte, Sozialarbeiter oder Bäcker, Somiliers, Friseure, Köche, Schreiner, Musiker, Kunstschmiede, Maschinenbauer oder Techniker sein. Deshalb finden sich Frauen wie Männer in diesen Berufen; je nach individuellem, stärkeren Anteil in der Verbindung von Kopf & Herz. Und deshalb ist es wichtig den anderen, kleineren Anteil zu fördern und auch auszubilden.

Diese Möglichkeiten ergeben sich für „gesunde“ Menschen (Menschen mit pathogenen Formen von Narzissmus, Borderline-Syndrom, Münchhausenstellvertreter-Syndrom, Dunning-Kruger-Effekt, schizoide Strukturen können das nicht, weil Reflexion ausbleibt, Verantwortung das Leben und sich selbst zu ändern). Bzw. es wird noch lange Zeit dauern, bis mental, emotional, seelisch erkrankte Menschen gesunden; derzeit sind auch die Heilungstools und Begleitungen noch nicht alle auf Ganzheitlichkeit ausgerichtet. Sondern ehere auf Unterdrückung (Suppresiva) und zur Entlastung partieller Tabuisierung – was sinnvoll ist. Doch in der derzeitigen Coronakrise (Oktober 2020) ist viel „Müll“ menschlicher Verhaltensweisen in die Öffentlichkeit geströmt und das wird in Wellen immer wieder zum Vorschein kommen.

Hast du als Kopfmensch & Denker, gelernt logisch und nüchtern zu sein? Und DEIN Fühlen weit nach Innen zu verdrängt, um zu funktionieren oder geachtet, geliebt oder angenommen zu sein (immer abhängig von anderen Menschen)? Viele Kopfmenschen „flüchten“ regelrecht bei der Erwähnung von Gefühlen und Emotionen; lehnen so allerdings viel ab wie Nähe, Vertrauen und Intimität. Hast DU mittlerweile bemerkt, dass DIR „etwas“ fehlt im Leben?

Gerade weil du „Mauern“ abbaust, die du als „Dornröschen“ aufgebaut hast, um dich vor dem Leben zu schützen oder als Ritter eine „Rüstung angezogen“ hast, um kampffähig alles auch „schachmatt“ zu schlagen (das Dornröschen kann auch bei Männern als Ritter eine Reaktion des Rückzuges sein, weil die eigne Sensitivität nur so in einem Schutzraum gehalten wird. Und umgekehrt können Frauen eine männliche Reaktionswelt als „Halbstarke“ aufbauen, die eher einer dauerhaft aggressiven Amanzone und aggressiven Emanze Lebensraum gibt, anstatt einer wahrhaften emanzipierten, liebevoll-klar grenzensetzenden Frau, die ihr Leben wirklich liebt). Eine Beziehung kann nur gut gelingen, wenn Dornröschen wach wird und sich zeigt wie sie ist; der Ritter muss seine Rüstung ablegen oder manchmal ist es ein Prozess wie im Märchen „König Lindwurm“ mit abenteuerlichen Belastungen, die auftauchen können. Oder eben wie im Märchen „Froschkönig“, der Frosch ungeküsst bleibt und an die Wand geworfen wird… das bringt den Prozess des Verantwortlichwerdens in Gang!

Wie möchtest DU dein Leben gestalten? Möchtest DU deinem Leben eine andere Wendung geben? Was möchtest DU transformieren – möchtest DU deine Wunden heilen und mit dir in Frieden sein und auch mit mehr Freude leben? Was möchtest DU deiner Tochter, deinem Sohn vermitteln?!

Trotz Ernsthaftigkeit der Themen, ist Humor und Freundlichkeit im Coaching genau die Basis, die DU in und für DEIN Leben (wieder) finden kannst – frei von Sarkasmus und Ironie – mit Zeit für DICH und einem Herz für DICH.

Rebellen – Leistungsverweigerung & falsche Demut

Underarchiver – Jene hochbegabte Menschen, die intellektuell auf einem gefühlten „Scheiterhaufen täglich erneut verbrennen“, weil sie unterhalb ihrer Fähigkeiten und Talente – auch unerkannt oder unbewusst – leben.

Sie leben oft mit einem Minimum an Talententwicklung und sind die, die trotz vielfältiger Begabungen „nie Erfolg haben“.

Sie dümplen vor sich hin: „Ich könnte schon erfolgreich sein, aber ich will das gar nicht – ich will doch nich in euer Sch… Establishment“ (Zitat: Das Drama der Hochbegabten, S. 21; Jürgen vom Scheidt. Mein Ausbilder „Mentoring für Hochbegabte“).

Das sind Menschen, die hinter Institutionen und deren Strukturen sehen, ihre Wirkungsweise verstehen und dann rebellisch eben keinen oder einen Weg suchen zu revolutionieren oder innovativ zu evolutionieren.

Letztere haben dann auch Erfolg im Leben; erstere dümpeln und scheitern trotz ihres Potentials, weil sie sich im Weg stehen oder es zu lassen, dass unbegabtere, unerfahrenere sich in den Weg stellen. So können für den Hochbegabten erneute und weitere Traumantisierungen stattfinden, die auch zu Depressionen führen können.

Gerade die „hochbegabte Frau“ unterliegt vielen tradionellen und sozial-konservativen Vorurteilen und Bewertungen; sie ist oft dann nur in einem Bereich fast selbstaufopfernd extrem gut. Was dann im gegenteiligen Pol zu einer Minderausübung der Begabung führt. Also wenn sie Mann und Kinder fördert, ist ihre Berufsposition nicht unbedingt adäquat oder umgekehrt ist sie beruflich stark und in der partnerschaftlichen, familiären Situation eingeschränkt. Ausserdem ist es für eine hochbegabte Frau evtl. schwierig einen ebenbürtigen Partner zu finden, weil auch Rollendefinitionen in das Beziehungsleben einfliessen.

Intuition

Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat. „

Albert Einstein

„The intuitive mind is a sacred gift and the rational mind is a faithful servant. We have created a society that honours the servant and has forgotten the gift.“

Intuition ist im Ursprung lateinisch und beschreibt einen kreativen Process an dessen Ende dann Handeln, Sprechen und Denken stehen. „intuitio“ ist die unmittelbare und neutrale Anschauung oder „intueri“ in der Bedeutung von „genau hinsehen und anschauen“.

Damit sind Fähigkeiten für Einsichten & spontan klare Erkenntnisse gemeint wie beispielsweise:

  • Inhalte nonverbaler Kommunikation, allgemeiner oder besonderer Sachverhalte, Situationen & Atmosphären
  • unterschiedliche Sichtweisen und Denkstrukturen
  • Gesetzmäßigkeiten, Regeln & systemische Strukturen; auch im Instiutionellen Bereich
  • generell menschliche Strukturen

als gegebene, subjektive und vorausschauende Stimmigkeit für jeden Menschen möglich und ermöglichen so Entscheidungen zu erlangenzu treffen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes.

Das wird auch „Bauchgefühl“ (Enternisches Nervensystem/ENS) genannt.

Häufig hat man dann Vertrauen; vorallem, wenn der Bauch sowie das gesamte Nervensystem: Darmnervensystem, Darmwandnervensystem, Eingeweidenervensystem oder intramurales Nervensystem, als „Bauchhirn, Bauchgehirn oder Darmhirn“ eben entspannt ist, was auch den nervales System des Sympathicus oder Parasympaticus mit einbezieht als Leiter dieses Bauchgefühles hin zu andern Organen und dem Gehirn, das dann den Denk- und Handlungsprozesse einleitet.

Die Begründung eine Entscheidung aus „dem Bauch herausgetroffen zu haben“ ist Männern gleichermassen wie Frauen möglich, generell.

Kinder sind von ihrer Intuition glasklar; das kann sich durch Verhaltensmuster, Be.Wertungen und Urteile in der Umweltbeeinflussung ändern (die Intuition wird eingeschränkt). Sie haben ein natürliches und ethisches Grundverhalten, das durch „Erziehung“ in Moral und deren Inhalte verwandelt wirdl

Im Besonderen haben sehr sensorisch bewusste & sehr empfindsame Menschen einfach eine bessere Möglichkeit bzw. mehr Erfahrung und diesen Impulsen zu folgen.

  • Deshalb ist gutes, gesundes Essen sowie ausreichendes Trinken, Bewegung, ausreichend Schlaf wichtig, damit Giftstoffe, das Magen-Darm-System nicht belasten und aus dem Körper ausgeschieden werden. In einer gesunden, genuss- und entspannungsfähigen Lebensart sind Impulse dann klar!

Was im Bauchgefühl auch Ausdruck findet, ist der „Instinkt“. Das Leben liefert natürliche Profile im Zusammenhang mit unserem Kleinhirn – archaische Erfahrungen, der Jagd- und Fluchtinstinkt.

Abgerundet wird das „Intuitions-Instinkt-Programm“ bei hochsensiblen & hochbegabten Menschen durch ihre enorme seismische, wertungsfreie Verarbeitungsfähigkeit und Informationsverarbeitung beider Gehirnhälften (kurze, sehr schnelle Rechts-Links-Verarbeitung oder langsame Verarbeitung weil viele Detaills als Information aufgenommen wurden).

Der „7. Sinn“ betrifft die Fähigkeit klar wahr zu nehmen: Klarfühlen, Klarsehen, Klarhören, Klarschmecken, Klarriechen & Klarwissen. Ich verwende hier „Klar“ statt „Hell“, weil aus dem esoterischen Bereich, die Verwendung von „Hellsehen, hellfühlen, usw.“ für mich eine eher negative Wertung hat (die Szene hat teilweise extrem abwertende und beurteilende Ansätze, die Ethik und gesunder Spiritualität widersprechen).

Der Zugang über Klarwissen bietet eben auch die Facetten von Medialiät an vielfältig & empathisch detailliert zu kommunizieren. Weitere mögliche Bezeichnungen: Innere Stimme, gesunder Menschenverstand, “gefühltes Wissen“, Phantasie, Geistesblitz, Eingebung, Insoiration, Aha-Erlebnis, Ahnung oder „Antennen haben“, …

Spiritualität ist ein weiterer Ausdruck von Intuition bzw. Themen, die für mich mit „ethischem, humanen, empathisch-klarem“ Verhalten gleichzusetzen ist und damit einer Form von Fürsorgeverhalten, Nächstenliebe oder Altruismus in einem menschlichen Bezug.

Viel hochsensible Kinder haben Fragen & Antworten, die religiös-philosophisch und wissenschaftlich-reflektierend sind – positive Aspekte. In diesen Rahmen gehört die hinterfragende Haltung, die schon kleinen Kindern zu eigen ist und sich auch in grübeln und „sich-Sorgen-machen“ einen belastenden Aspekt finden kann.

Damit schliesst sich der nonverbale, persönliche Informations- und Entscheidungskreislauf, neben haptisch-sinnhaftem Tasten & Fühlen, Gerüchen, Geschmack, Lesen von Literatur, Hören & Sehen von Medien, Gesprächen sowie lebendiger positiver wie negativer Erfahrungen im Leben und der dann gespeicherten Muster, Reaktionsmöglichkeiten u.v.m.

Gegenteiliges & Differentialbereiche zu Hochsensibilität/Hochbegabung

Menschliche -auch krankhafte Formen- Differentialthemen oder Gegenteile zu Hochsensibiliät und Hochbegabung , Reflektionsfähigkeit, Analysefähigkeit und feiner Empathie sind:

  • Narzissmus als negativer Form durch Manipulationen wie Erniedrigung und Entwertungen ./. positives Selbstbewusstsein mit Macherqualitäten
  • Borderline-Syndrom (Interaktionsstörung) mit Übergriffigkeit, „Eigene Welt-Strukturen“, die andere Qualitäten anderer Menschen und Kulturen abwertend ausschliessen und isolierend wirken
  • Histrionisch-bedürftige Menschen – müssen immer im Mittelpunkt stehen
  • Co-Abhängigkeit & Suchtpotentiale – alles ander als selbständige & selbstverantwortliche Menschen, die ihre Lebensführung aus SelbSelbstwert, Selbstliebe, Selbstachtung gestalten.
  • Dunning-Kruger-Effekt hier ist es „egal, ob es um Berufliches oder Privates geht: Diejenigen, die am allerwenigsten über ein Thema Bescheid wissen, sind leider oft die, die glauben, sie wüssten es besser als andere“.
  • Münchhausenstellvertreter-Syndrom oder Münchhausen-by-Proxy-Syndroms – zwanghaftes, krankhaftes Verhalten meist einer Mutter das eigene Kind wirklich aktiv auch durch Medikamentmissbrauch krank zu machen, um selbst Aufmerksamkeit als „fürsorgliche Mutter“ durch andere Familinemitglieder oder Ärzte und Pflegepersonal zu bekommen – sehr subtiler Missbrauch
  • Missbrauch in Form mentaler, emtionaler, seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt
  • Schlechte Beziehungspartner – der Artikel ist für Frauen geschrieben; der Inhalt gilt auch für Männer, die auf schlechte Beziehungpartner getroffen sind

  • Liebes.be.ziehungen in der Hochsensibilität ./. Liebesbeziehungen der anderen Normalos, die weniger senisibel sind
  • Autismus
  • Hochstapler-Syndrom – Ein „Hochstapler“ ist eigentlich Blender; ihr Kennzeichen: große Klappe, nichts dahinter. Hinter dem sogenannten Hochstapler-Syndrom verbirgt sich genau das Gegenteil: kleine Klappe, viel dahinter.
  • ECHO-Syndrom – Selbstzweifel aufgrund von narzisstischen Abwertungen eines Partners, Familienmitgliedes oder Kollegen, Chefs oder Arbeitgebers. Einge Fähigkeiten und Talente sind oft unbekannt oder werden negiert, weil der dominate Gegenpart sich als „gößer, besser und daher unangreifbar“ darstellt. Natürliche Bescheidenheit wird verformt bis zur TArnung aus Schüchtenheit usw. bis zur erzwungenen Unterwürfigkeit.

“Ein egoistischer Mensch ist einer, der darauf besteht, mit dir über sich selbst zu reden, auch wenn du dafür sterben würdest, um mit ihm über dich zu reden.” (Jean Cocteau)

Latente Hochbegabung

Neben den erkannten und anerkannten erfolgreichen berufstätigen Hochbegabten gibt es auch latente Hochbegabte.

Sie sind oft vergleichbar mit hochgezüchteten, besonderen Rennpferden, die evtl. ein Leben lang mit den Hufen scharren und nicht wissen, wohin sie springen sollen oder sie bleiben im Luftsprung dauerhaft stehen, weil sie nicht landen können.

Sie machen manche Aufgaben scheinbar „mit links“ wie das Abitur, das Studium und einen Job. Sie sind in der Lage sich mit der eigenen Denkgeschwindigkeit, der Kenntnis um die eigne Kompetenzen und Interessen, das eigene Leben gut einzurichten – auch aus Selbstgenügsamkeit als durchaus positiver Eigenschaft heraus.

Dennoch liegt „Frustrations-Empfinden in der Luft“ wegen frühkindlicher Traumatisierungen wie Spott, Ablehnung, Anforderungen und anderer negativer Einflüsse, die durch die Fähigkeiten eines Hochbegabten „sich-selbst-auch-in-Schach zu halten“ sowie eigene Unruhe & Unzufriedenheit erzeugen, viel Energie blockierend oder Energie kostend, die eigentlich der Begabungsentwicklung besser dienen würde, einfach wie im Laufrad laufen lässt – ohne effektives Ergebnis.

Überforderung, Stress und emotionale Ungleichgewichte können dann auftauchen neben einer gewissen – auch isolierenden Aggresivität und dann Unverständnis für das Gegenüber.

Das bedeutet Hochbegabte müssen gelegentlich ihr Tempo „runterschalten und zügeln“ oder auch ihre Verständnisbereitschaft und Empathie, die vorhanden ist, trainieren.

Wobei Duldsamkeit oft von ihnen selbst falsch interpretiert wird, was unter Umständen mit einer Bescheidenheitsaufforderung zusammenhängt, die echter Selbstgenügsamkeit und ihrem tatsächlichen, echten Wertebewusstsein gegenübersteht; entweder unbeachtet oder unerkannt.

Positiv ist dabei durchaus auch ihr „Tempomachen“, weil in ihrer Pionierhaften Inititative eben auch notwendige, wichtige Potentiale für Veränderungen stecken.

Nichts desto Trotz im wahrsten Sinne dieser worte, muss ein Hochbegabter mit enormer Frustration umgehen lernen, sich im „Immer-wieder-Aufstehen“ üben und so auch lernen was adaptives, innovatives Denken und Handeln bedeutet im Zusammenhang mit Antifragilität (= das Lernen das aus Scheitern und Verletzung entsteht).

So verbindet sich dann bewusste und latente Hochbegabung.

enlightenment & context

Facetten DEINER Fähigkeiten & Talente

enlightenment“ hat für meinen Leben mehrere wichtige Bedeutungen:

  • in der Humanität & Klassischen Bildung ist „enlightenment“ bedeutet: „Aufklärung“; das Zeitalter der Aufklärung: von ca. 1650 bis 1800. Vernunft & Wissenschaft standen in dieser Phase im Vordergrund; auch mit einem Widerstand gegen Herkömmliches wie festgefahrene, starre Traditionen und überholte Gewohnheiten oder Gewohnheitsrechte. Die Auseinandersetzung gegen Vorurteile, die Ausrichtung auf Naturwissenschaften, religiöse Toleranz, mehr persönliche Handlungsfreiheit & generelle Emanzipation, Bildung, Bürgerrechte sowie Gemeinwohl als Staatsaufgaben. Der Olymphe de Gouges setzte sich für Frauenrechte ein und das Condorcet wollte Frauen das allgemeine Wahlrecht gewähren. Fortschrittsoptimismus in Kombination mit einer vernunftorientierten, aufgeklärten und kritikfähigen Gesellschaft waren das Ziel zur Gestaltung eines besseren Lebens.

„enlightenment“ ist als Funktion auch in der Oberflächentechnik bekannt; im Touch-Screen die Oberfläche zu berühren, ermöglicht funktional eben eine Weiterleitung zu weitern Programmen und Vernetzungen. Bsp: die Berührung der apps/Icons (Bilder) auf dem Handy eröffnet dann das Programm bzw. den Kontakt.

Ähnlich ist im persönlickeitsfördernden & heilsamen Coaching: der Punkt, der „erhellt“ wird, damit sich der „Knoten“: das Problem, die Krise, die Belastung ressourcenorientiert, zielführend und lösungsorientiert wandeln kann. Hier zeigen sich alle erschwerenden Hintergrundprogramme, die zu diesem „Knoten“, der Behinderung beigetragen haben; ob sozial, kulturell, rollenspezifisch, familiär, gruppenspezifisch bedingt oder eben auch in Unausgewogenheiten wie Werthaltigkeit von „weiblich/männlichen“ Attributen, der Bewertung (Über- und Unterbewertung von Fähigkeiten und Eigenschaften).

Es zeigen sich zum Glück auch die erleichternden, förderlichen Informationen der Hintergrundprogramme, die eben auch die Lösungsmöglichkeiten anbieten, die auch jedem Menschen gegeben sind. Hier findet sich auch die Arbeit mit Energie, Quantenfeldern, blockierenden oder förderlichen Informationen, die aus dem eigenen Leben oder Ahnengenerationen und Umweltthemen entstehen. Mit „Umwelt“ ist das Familienleben und Freundesleben oder auch das beruflich Umfeld gemeint, dass eben auch förderlich oder blockierend wirkt; gerade wenn es darum geht sich selbst weiter zu entwicklen und das im Einklang mit den eigenen Fähigkeiten.

Neben Vernunft & Wissen ist eben auch Intuition, Sensibilität, Sensorik (Informationsaufnahme & Informationsverarbeitung), Empathie (auch für sich selbst) wichtig und auch die Verbindung zu unterschiedlichen Informationsfeldern oder auch Energie- und Quantenfeldern.

Energy & Frequency

Daten- und Informationsaufnahme eines hochsensiblen, hochsensorischen Menschen; Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Etwas, was unweigerlich für die Hochsensiblen zum Leben gehört, ist die bewusste oder unbewusste-verdrängte Fähigkeit wahrzunehmen. Dieses Wahrnehmen gehört zum einen zur Intuition, zur hochfrequenten Verarbeitung aller Informationen auf allen Frequenzen und allen Bereichen.

Vergleichbar einem Radio, können Hochsensible einfach in der Sendeskala eine Skala weiterdrehen und sind in einem anderen Feld eines anderen Senders (= empathische Fähigkeit!) und betrachten das „Programm“, das sie interessiert und laden für sich die Informationen wie im „download“ herunter, sortieren und integrieren … bleiben oder weitergehen? Ist das interessant? Oder hängenbleibend (Verhaftung mit dem Thema, der Situation? Energetisch in einen Sog gekommen, feststeckend?)

Damit haben sie einen völlig anderen Zugang zum Lernen, dem Erfassung von Wissen sowie den Verarbeitungsmöglichkeiten!

EngergyfrequenzCoaching ist deshalb wichtig, weil hochsensible, feinsensorische Menschen eben auch unter der Informationsflut leiden können, lernen können gesunde, ich-bezogene Grenzen zu setzen.

Das Erfassen und Aufnehmen von Informationen mittels Sehen, Hören, Riechen, Fühlen/Tasten, Schmecken oder klar.sehen, klar.fühlen, klar.riechen, klar.fühlen/klar.tasten, klar.schmecken und klarwissen ( ich spreche von „klar“ statt „hell.sehen“, weil das Klare den Spannungsbogen von „gut & böse, schön & hässlich, dunkel & hell“ umfasst; nichts beschönigendes wie oft in der Esoterikszene oder herabsetzendes) Wertfrei & nüchtern-klar zu erkennen was gerade ist bei diesem Menschen oder in dieser Situation, heisst Klarheit.

Wir sind also ständig in mindestens 2-3 Informationsfeldern als Hauptprogramm mit weiteren Neben- und Unterprogrammen und anderen Wissenspeichern verbunden; deshalb Klarwissen.

Alternative Bezeichnungen dieses natürlichen globalen individuell zugänglichen Dateninformationsspeichers sind:

  • Quantenfeld
  • Matrix
  • Bewusstseinsfeld
  • Traumpfad der Aboriginies,
  • Balinesische Palmblattchronik
  • Akasha-Chronik
  • Kollektives Bewusstsein & Unterbewusstsein (C.G. Jung)
  • Morphogenetisches Feld (Rupert Sheldrake)
  • Wissendes Feld (Bernd Hellinger)
  • weitere Bezeichnungen …

Die Konsequenz all dieser Verbundenheiten & Fähigkeiten ist, dass hochsensible, feinsensorische und hochbegabte Menschen auch selbstfürsorglich mit sich umgehen lernen müsssen! Auszeiten – alleine, in der Natur, in Meditation oder meditativen Situationen beim Malen, Schreiben, lesen, wandern usw. – sind das Äquvivalent gesund und in einer gesunden Balance & Harmonie zu bleiben bzw. dort immer wieder hinzukommen.

Sich mental, emotional, physisch und psychisch immer wieder täglich zu klären ist ähnlich wie Zähneputzen wichtig.

Dazu gehört also in der Folge ein Selbstcoaching aus verschiedenen Tools, die aus der Energiearbeit für den Körper und die Seele – Meditation – sowie Mentalarbeit bestehen, neben gutem Essen, guter-ausreichender Bewegung, Freude, Selbstgenügsamkeit (Freude an gesundem Alleinesein), Freunden und einer guten Partnerschaft & Familie sowie im Beruf auch so etabiliert zu sein, dass Freude & Motivation ins Gleichgewicht kommern bzw. sind.

Daher sind Einzelcoachings ebenso wichtig wie ein Seminar oder ein längerer Kurs, um neben Selbstheilung auch persönlich zu wachsen und verletztende Erfahrungen/ Traumatas, Scheitern und Trennungsschnitte zu heilen oder zu harmonsieren, soweit das in deiner Verantwortung ist und auch insoweit wie du gerade dazu bereit bist.

Dazu gehören die Themen, die evtl. zu klären sind als körperlich gespeicherte Informationen, Emotionalprogramme, Mentalprogramme und eigene wesentliche Merkmale:

  • Inneres Kind – Vertriebenheit & Geborgenheit
  • Innere Heimat – Misstrauen & Vertrauen – eigene Grenzen
  • Frau.Sein – Rollendefinition & echtes Sein
  • Mann.Sein – Rollendefiniton & echtes Sein
  • Weibliche & Männliche Fähigkeiten in DIR als Frau/Mann
  • Empathie als Schwäche & Bedürftigkeit – Co-Abhängigkeitsprogramme
  • Empathie als Stärke – Co-Kreativität & Selbstverantwortung als Ziel &Vision & Realität
  • Energiearbeit für DEINEN Körper: Mehr als nur Körper – Chakren & ihre Bedeutung für DICH & kolletiv
  • Systemische Informationen erkennen & lösen: Familienbotschaften, Ahneninformationen, soziale Gruppenbotschaften, Berufsfeldinformationen, Institutionsbotschaften – Go´s & No go´s
  • Ich.Sein – vollkommen & unvollkommen wie ich bin
  • Agilität beachten – Lernfähigkeiten aus dem Leben erlernt
  • Fragilität & Antifragilität – das Immunisierungstraining – körperliche, seeliche, geistige Unversehrtheit erkennen & nutzen als Ressourcen

Alternativ können wir Frequenzen & Energie nutzen aus alten Heilweisen kombiniert mit neuem Wissen wie Quantenfeld-Arbeit: 1/2/3-Punkt-Technik, Systemischen Aufstellungen sowie energetischen Elementen u.v.m.

Individuell für DICH kombiniert – auch für dein eigenes Handwerkzeug/Tool für ein Leben mit mehr Wohlbefinden, Selbstfürsorge und Selbstwertschätzung.

IQ-EQ-KQ hoch 3

Was ist eigentlich wichtig? Die Trennung zwischen den Fähigkeiten, die sich im IQ (Intelligenzquotienten), im EQ (Emotionale Intelligenz) und dem KQ (Kreative Intelligenz) lange Zeit hielten, ist nicht mehr zu halten.

Wenn eine Firma wie Google heute nicht mehr allein auf „Superzeugnisse“ setzt, weil emotionale & soziale Intelligenz für Kommunikationsfähigkeit und Gestaltung von Teams spricht, dann ist das eine Erkenntnis und Entscheidung, die Tragfähigkeit zeigt.

Mein Biologielehrer in der Oberstufe des Gymnasiums hat es einmal ganz anders ausgedrückt: Ich frage einen Arzt meist mit welcher Note er das Examen gemacht hat! Hat er es mit Eins gemacht, schicke ich ihn weg mit der Begründung er solle in die Wissenschaft. Der Absolvent mit 2 oder 3 als Examensnote, hat andere Herausforderungen im Leben bewältigt und ist menschlich bzw. lebensoffen. Der Biologielehrer selbst hat während des Studiums geheiratet, 2 Kinder bekommen, neben dem Studium dann in einer Chemiefirma in Hessen gearbeitet, um sich und seine Familie über Wasser zu halten bis er dann als Gymnasiallehrer startete. Ferner meinte er, dass einige dieser Schülergeneration in den 70ern und 80ern, die er unterrichtet viel zu sehr sicherheits- und planorientiert seien und damit mal erhebliche Schwierigkeiten bekämen, wenn etwas dann im Lebnen nicht so laufen würde wie geplant, wären diese Menschen überfordert und alles andere als kreativ, innovativ und um ganz real bezogen handeln können. Womit er Recht hatte. Ich habe ein 2er-Abi gemacht und die Schulkollegen, die mit 1 Abitur machten, hatten wenn sie Jahren später krassen Herausforderungen ausgesetzt waren, keine Optionen damit fertig zu werden. Die Erziehung hin zum „Kopf“ bietet Strategien und Techniken, doch wenn diese in den Situationen und Krisen nicht anwendbar sind – was dann?

Später habe ich dann durch die Ausbildungen im Bereich „Hochbegabung & Hochsensibiliät“ verstehen gelernt, dass die Schnelligkeit im Gehirn viele Parameter anbietet, die langsam denkende Menschen nicht haben und umgekehrt. Dass auch hochempathische Menschen erst mal wissen müssen wie sie „ticken“ und was dabei ihre Stärken und Schwächen sind. Und das alle Menschen die Offenheit und neugier für den anderen Menschen aufrecht erhalten müssen; sonst „sterben“ Kommunikation, Beziehungen und auch berufliche oder geschäftliche Verbindungen.

Einseitige Förderung von Talenten ist fatal, ebenso wie die Negierung und Herabsetzung von Talenten, die vielleicht der Schüler hat, allerdings nicht der Lehrer in dem Ausmass. Einige meiner Lehrer und Arbeitgeber bwz. Chefs sind einseitig begabt gewesen und leider oft nur fähig in der Übersetzung im 1:1-Modus! 1:3 oder 1:5 zu übersetzen, eine Situation zu öffnen, eigene Unfertigkeiten, Unfähigkeiten und ihre Erfolgsabhängigkeit im Team – menschlich, beruflich oder privat- zu erkennen, gelingt ihnen so oft nicht. Ich habe glücklicherweise auch andere Erfahrungen mit Arbeitgebern und Chefs!!! Diese hatten sich allerdings auch auf das Leben eingelassen.

In NRW ist in den Gesamtschulen zum größten Teil Pflicht, dass die Lehrer schon einen anderen Beruf erlernt haben bevor sie als Lehrer unterrichten – weil sie das Leben in den bunten bis chaotischen Anforderungen kennen; anstatt nur die lineare Struktur in einem allgemeinen Lehrerleben. Das klingt und ist provotkant und soll die Einzelleistung mancher wirklich auch guter anderer Lehrer alles andere als Infrage stellen.

Die Unfertigkeit einiger Einserkandidaten, auf die jener Biologielehrer anspielt ist, die mit dem Leben umzugehen ohne Plan A oder Plan B. Weil nicht Normen das Leben oder Gesundheit bzw. Krankheit alleine bestimmen, sondern Lebensereignisse und die Fähigkeiten damit umzugehen sowie andere Rahmenbedingungen.

Fühlend zu sein, bedeutet eben Schmerz, Trauer, Wut, Eifersucht, Neid, Getrenntheitsgefühle, Isolation, Ablehungung, Ausgegrenzung oder Ekel spüren zu können ebenso wie Freude, Glück, Vertrautheit, Nähe, Offenheit, Geborgenheit, Verbundenheit. Das sind Informationen von Emotionaler Intelligenz (EQ) und Empathie, der Fähigkeit mitzufühlen (sich in einen anderen Menschen einzufühlen oder in eine Situation), um dann optimale Lösungen zu finden. Diese persönlichen Qualitätmerkmale finden Ergänzung unter den Inhalten und dem Begriff „soft skills“ wieder.

Gegenwärtig und auch in der Anlehnung an Mitarbeiterprofile von Firmen wie Google oder Apple, die wieder auf handgeschriebene Flipcharts-Präsentationen!!! setze, findet ein neuer bzw. altbekannter, wenig geschätzter, Quotient zunehmend Beachtung mit den Aspekten von Informationsverarbeitung: der Kreative Quotient (KQ). Firmen wie Google und Apple bemerken, dass kreative und innovative Impulse wichtig sind – auch für die Entwicklung des Arbeitsmarktes der Zukunft.

Neben der Tatsache, dass es auch Bereiche gibt in denen Autisten führend sind – interessanterweise ohne Teammeetings, weil das mit ihnen nicht geht. Weil Autisten meist Hochschnelligkeitsfaktoren in konzentrierter Form im Gehirn und in manchen Arbeitsfeldern haben und die soziale Langsamkeit langsamer in der Verarbeitungsschnelligkeit ist oder unmöglich bei einem sonst rasanten Verarbeitungstempo im Gehirn.

Die Lösungen für ein gutes, gesundes Leben und eine berufliche Tätigkeit, die Effizienz für ein Unternehmen fördert, sind in alten Strukturen alleine nicht zu finden. Auch hier ist Integration wichtig.

Kleiner, wichtiger Hinweis: die höchsten psychischen und psychosomatischen Erkrankungsraten finden sich in Baden-Württemberg und Bayern wegen der stark verankerten Traditionen und eines Konservatismuses, der Integration von neuem verhindert.

Die Prognose für das Jahr 2030 laut WHO ist, dass welt- bzw. bundesweit nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depression und Burnout in allen Altersgruppen als zweiter Erkrankungsfaktor ist. Den dritten Platz werden Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus aufgrund von Ernährungs- und Bewegungsfehlern einnehmen.

Es ist extrem wichtig, dass mehr Menschen lernen ihre als Kind vorhandene Intuition oder ihren natürlichen Instinkt wieder „freizuschaufeln“ von erfahrenen Verletzungen, epigenetisch übernommenen Traumata (Generationsübergreifende Traumata). Dazu braucht ein Mensch, der sich entschliesst verdrängte Anteile seiner natürlichen, individuellen Fähigkeiten wieder zu „beleben“ und bemerkt dann welche Erfahrungen, Glaubensmuster und Urteile gefällt wurden und auch welche Emotionscluster ( „Dominosteinreihe von Emotionen) die durch das Denken, Urteilen und Werten entstehen und für sein Leben eigentlich nur Blockaden sind, zu transformieren durch EmotionMindTransforme.

Resilienzen – Der Topf innerer Kraft

Du hast mehrere Honigtöpfe, um gut für dich zu sorgen.

Resilienz ist die Kraft wieder aufzustehen.

  • Resilienz ist der Spannungsbogen, an dessen einem Ende das FragilSein ist; also die Verletzbarkeit (Vulnerabilität) oder erfolgte Verletzung: Am anderen Ende ist, das Antifragile; also das was DU gelernt hast durch die Verletzung, die Krise, die Belastung oder das Trauma.

Resilienz ist eine Art eines Rückzugsraumes, den nur du alleine betreten kannst, in Form einer „Meditation“ in einer „Art Stille“, ob du nun malst, schreibst, mit deinem Hund unterwegs bist oder wie ein Klient von mir mal sagte: „Wenn ich nach meiner Arbeit im Büro zu meiner Kuh in den Stall gehe, sitze ich oft da und erzähle ihr von dem Tag oder lehne mich einfach an sie an und spüre, dass ich ganz da bin und dieses schöne Tier auch“.

Wie du diesen Rückzugsraum betrittst oder wie du diese Situation-im-Einklang mit dir zu sein, herstellst, ist deine Art und Weise; auch in Kombination oder Wechsel.

Resilienz als Fähigkeit angeboren sein; Reslienz ist erlernbar.

Die Elemente von Resilienz sind:

  • Mitgefühl,
  • innere klare (feste) Überzeugung
  • Wissen auch schuldlos an Ereignissen zu sein
  • Fähigkeit sein Leben in die Hände zu nehmen

Die Resilienz-Töpfe sind als wesentliche Fähigkeiten:

  • Soziale Kompetenz: Interagieren: Gegensätze zu erkennen und zu überbrücken soweit als möglich,kulturelles und ethisches Verständnis, Empathie, Mitgefühl zu entwickeln, flexibel sein, offen und auch ein Gruppenverständnis oder Gruppenleitung zu initieren.
  • Kommuninkationsfähigkeit: Botschaften klar formulieren und richtig zu interpretieren sowie die Bereitschaft zu zuhören und das Gehörte richtig zu verarbeiten oder anzunehmen.
  • Problemlösungskompetenz: Probleme selbst zu lösen oder um Hilfe zu bitten und realistische Ziele umsetzen.
  • Bewusste Realitätswahrnehmung: Problemursachen erkennen, Befreiung von negativen bis toxischen Umfeld.
  • Positive Zukunftsgestaltung mit Beharrlichkeit, Optimismus mit der Gabe eine spirituelle Dimension und individuellen Glauben als Basis für Vertrauen, Gesundheit & Erfolg mit einzubeziehen in die eigene Lebensgestaltung.

Letztlich ist Resilienz ein Teil von Adaptivem Denken & Handeln als Teil der Softskills, die eben im Berufsleben genauso wichtig sind wie im privaten Leben, weil sie Bestandteil der klaren Persönlichkeit sind.

Hochsensibilität & Traumata

Hochsensibilität & Trauma-Erlebnisse- wie passt das zusammen?!

Stelle dir einen Fallschirm vor, der dich sicher trägt nach dem Absprung. Er ist vollständig geöffnet und bringt dich sicher zur Erde runter.

Ist allerdings eine Naht unvollständig oder kaputt, bläht sich der Schirm nicht in seiner vollständigen Spannweite auf, dann erfolgt eine unsanfte bis existenziell fatale Landung.

Oder auf den ausgespannten Schirm fällt aus einer darüberliegenden Höhe ein anderes Gewicht und dellt den Schirm ein und schon verändert sich die Tragkraft und der Verlauf des Fluges – Trudeln, Verdrehungen, Verwicklungen, Verletzungen – körperlich in diesem Fall erst mal mehr als seelisch (evtl. ist auch das Denken belastet durch falsche Prägungen und Wert.Urteile, Missverständnisse u.a.)!

Als Menschen kommen wir vollständig auf die Welt. Wir sind erst einmal darauf angewiesen von der Hebamme, dem Gynäkologen, den Schwestern und Pflegern genauso freundlich und liebevoll aufgenommen zu werden wie von der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater – biologisch und psychisch gibt es auch tatsächliche Unterschiede – weil die Erzeuger nicht unbedingt die Fähigkeiten mitbringen wirklich geborgenheitsgebende und fürsorglich sowie wirklich erwachene Eltern zu sein.

Fakt ist, dass viele Hochsensible Menschen in Familien geboren werden, die längst aus dem Gleichgewicht eines ethisch-humanen Verhaltens herausgekippt sind, durch eigene Belastungen oder auch wirklich andere Talente als ihr Kind. Mütter, Väter, die missbraucht wurden, familiär hilflosgemacht – Opfer- sowie Täter- und Retterstrukturen unterworfen waren -weitergegeben über Generationen, müssen für sich und ihre Kind lernen den Weg aus den seelischen, körperlichen sowie mentalen und emotionalen Verletzungen zu gestalten mit guter Unterstüzung.

Es können ungesunde, aus dem Gleichgewicht geratene Eltern-Kind-Beziehungen entstehen: Mütter/Väter, die alle Aufmerksamkeit brauchen – weil sie histrionisch (zwanghaft im Mittelpunkt stehen müssen) sind oder Borderlinerin grenzübergriffige, „besetzende“ Menschen mit Liebe- und Hassgefühlen). Narzisstische (sich selbst erhöhende und andere erniedrigend) gefühlsverkümmerte Väter/Mütter, die die Güte ihrer Kinder psychisch aufbrauchen. Liebeshungrig, fälschlich orientiert daran das liebevolle, kindlich-vertrauensvolle zu gebrauchen für das eigene Leben. Kinder, die dann viel zu früh erwachsen werden müssen und dann Eltern beeltern.

Diese Menschen können ihre Kinder alles andere als unterstützen, eigenes Fehlverhalten wird geleugnet und tabuisiert; belastende Erfahrungen ihrer eigenen Kinder werden nicht erkannt und die Kinder bekommen keine Hilfe. Erst im Jugendlichen-Alter oder als Erwachsene können sie diese Situationen und damit Mutter und/oder Vater verlassen, um psychisch gesund ihr Leben zu gestalten.

Hochsensible bringen mehrere Honig-Töpfe mit: liebevoll, ästhetisch orientiert, ethisch klar, religiös, natürlich-philosophisch, individuellen Humor & Fröhlichkeit, Resilienz & Rebellionskraft. Sie können wie Halbstarke sein, auch wütend und dann herrisch-eigenwillig (wahrheitsliebend) immer mit der Ausrichtung auf Missstände aufmerksam zu machen.

Leider gibt es Eltern, Lehrer und viele mehr, die nicht erkennen, welche Kraft und Visionsgestaltungsmöglichkeiten sie mitbringen. Und wieso sie das Umfeld mit ihren unmittelbaren Menschen auch klar darstellen wie verdeckte Wut oder Traurigkeit und auch die Gewalt, die durch Verschleierung und Tabuisierung stattfindet. So entsteht Unrecht und das ist für den Gerechtigkeitssinn der hochsensiblen Menschen fatal, wenn sie dann daran scheitern.

Gerade Kindern fehlt erst die Sprache oder das Sprachrohr – das müssen sie sich dann als Erwachsene (wieder) erarbeiten aus der Sprachlosigkeit zu kommen. Sich wahrzunehmen und die Situation oder die beteiligten Personen in allen und vollen Umfang sowie den Bereichen, die sie positive wie negativ spüren.

Was ist ein Trauma? Das Wort kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „Wunde“ dabei ist es egal, ob die Wunde körperlich, seelisch, emotional oder mental erfahren wurde. Mit einer mentalen Verletzung wurde der gesunde Menschenverstand verletzt duch eine Beleidigung, eine würdeattackierend-reduzierende Aussage, Verunglimpfung usw.

Da reicht eine Aussage wie „Du schaffst das nie“, “ Was du schon fühlst“, “ Du bist zu dumm“ oder „Was? Ausgerechnet du willst das schaffen?“ unendlich austauschbare Worte der Diskreditierung, des „Kraftlosmachens“ und Entwürdigung bzw. Ausgrenzungen.

All das können Wunden sein, die wir als Menschen im menschlichen Leben kennenlernen und diese belastenden, auch grausamen Erfahrungen müssen anerkannt werden. Du bist der Zeuge für Erlebnisse und Empfindungen, die du durchlaufen hast. Deshalb ist es wichtig, dass du sie würdigst – manchmal bekommst du keine Hilfe von aussen oder auch durch ein Gerichtsurteil und einer Verurteilung des Täters.

So ist deine Aufgabe, dass du bemerkst, dass du das Schlimme überlebt hast und du DU bist und o.k. Bis dahin läufst du immer wieder durch Zweifel, suchst was deine Aufgabe ist, wieso du eigentlich da bist und worin deine Fähigkeiten eigentlich liegen, wenn du so unerkannt und unanerkannt durch die Lebenserfahrungen & das Lebensverständnis von anderen Menschen strudelst – ohne Anker im Aussen zu finden. Und dann beginnt das Finden:

Hochsensible sind keine Weicheier, neben ihrer Zartheit haben sie Durchsetzungskraft, die Fähigkeit zu überleben, und gewinnen an Stärke, wenn sie zulassen, dass die Verletzungen jeglicher Art sie dazu führen ihre Stärke zu finden.

Das ist mitunter ein langer Weg, wenn dieser ohne Beistand durch Partner, Eltern oder Freunde erfolgt. Hochsensible sind daher manchmal lange im Bereich des Suchens bis sie Finden, was ihnen gefällt, Freude macht und wo sie ihre Kompetenz entwicklen und sich auch etwas zutrauen und beherzt dafür handeln.

Auf der anderen Seite entscheiden sich manche entscheiden nie eine Familie zu gründen oder eine feste Partnerschaft einzugehen, weil die Grobheiten der Ursprungsfamilie zu heftig waren und sie glauben, dass sie unfähig sind. Nur die Gewalt und die mentale „Verbogenheit“, die psychischen Deformationen lagen in persönlichen oder kollektiven, bewussten wie unbewussten Verhaltensregeln, die auch in der Verantwortung jener Menschen liegt.

Da darf ein hochsensibler Mensch es auch belassen bei der Schuldfrage; ebenso wie bei der persönlichen Entwicklung zu vergeben in dem Sinne alles andere als einverstanden zu sein mit Missbrauch & Gewalt jeglicher Art. Deshalb darf sich ein Hochsensibler fort entwickeln aus dem Sumpf und Täter verlassen, um selbst für sich das Leben zu gestalten in der tiefen Erfahrung was Gewalt anrichtet durch unreflektierte, gefühlsarme Menschen und das ist das Wichtigste, die auch so bleiben wollen.

Es ist ein Weg, der sich lohnt nach den Wunden zu sehen, sie zu heilen mit Eigenverantwortlichkeit und Selbstachtung … und dann begegnen dir auch hilfreiche Menschen, die deine Öffnung zum Leben – weg vom reinen Überleben- unterstützen.

Das Leben wandelt sich dann in Sinnhaftigkeit bzw. dein Leben wird auf anderen Bereichen sinnvoll auch nach Leiderfahrungen. Gerade weil Du weisst wie fatal-vernichtend manches gewirkt hat.

Nutze deine Klarheit, deinen Mut, deine gesamten Fähigkeiten und erkenne sie als das an was sie sind – wertvoll.

Die Prinzessin oder der Prinz auf der Erbse – Märchen für hochsensible Menschen

„Die Prinzessin auf der Erbse oder wie Prinz und PrinzessIn einander fanden“

Es war ein grauslicher Morgen. Sue hatte verschlafen, weil sie in der Nacht wenig geschlafen hatte. Heute war ein Vorstellungsgespräch und sie musste in eine Region fahren, die sie nicht kannte. Also aufstehen, frühstücken – auf ihr ausführliches Frühstück verzichtete sie wegen der Aufgeregtheit. Anziehen und losfahren.

Sue hatte ein Stück der Wegstrecke hinter sich gebracht und in dem Stress viel zu wenig auf die Landschaft geachtet, was ihr leid tat. Sue liebte Spaziergänge wie Wanderungen im Wald oder auf Wiesen.  Heute lag ihr Fokuss auf der Fahrt zu dem neuen Job -Pünktlichkeit war ihr wichtig.

Plötzlich bleib sie mit dem Auto stehen, das Navigationsgerät war ausgefallen und da sie nur der Stimme aus dem Gesagten folgte, wusste sie nicht wie sie weiterfahren sollte. Die Richtung – die hatte Sue verloren oder nicht aufgebaut, weil sie der Elektronik folgte. Nun bemerkte sie in der Aufregung, dass sie ihr Handy zu Hause vergessen hatte… es wurde eng mit dem Termin! Panik stieg auf in ihr.

In der Ferne sah sie ein Haus, also machte sie sich auf den Weg dorthin. Auf der Hälfte des Weges begann es zu regnen – ohne Schirm – ein Fiasko. Als sie läutete an der Klingel des Hauses  machte eine ältere gepflegte Frau die Tür auf: „Was wollen Sie bitte?“ Sue antwortete leicht frierend und sehr regendurchtränkt: „Ich bin auf dem Weg nach XY und brauche ein Telefon. Es ist der Job meines Lebens – dass sie innerlich eine Prinzessin war, sprach sie nicht aus. Sie war gerade mehr Aschenputtel – und nun verpasse ich diesen Job, weil mein Auto stehen geblieben ist und das Naviagationsgerät ausgefallen ist“.  Sue durfte ins Haus und telefonieren; der Termin wurde verschoben – erfolgreiches Händeln von Notsituationen mit klarem Fokus; ein Talent hochsensorischer Menschen.

Die ältere Dame lud Sue erst zum Tee ein, bot ihr an zu bleiben und zu übernachten. Da Sue müde war und total gestresst von den vielen Emotionen, den Sorgengedanken und ihrem Anspruch, doch pünktlich zu sein,  sagte sie dankbar zu. Nun war es wichtig den Stress langsam abzubauen.

Zum Abendessen erschien der Sohn des Hausbesitzerin und erzählte unter anderem, dass er weltweit beruflich unterwegs sei und eigentlich nach einer Partnerin suche. Doch Sue hörte nur halb hin… nett war er ja und auch intelligent. Sie war froh ein wirklich gutes Essen geniessen zu können und auch das Zimmer in dem sie übernachten durfte war schön. Das Bad, das Sue nahm, holte sie in ihr Körpergefühl – jetzt von Mattheit – zurück und sie ging bald schlafen.

Die alte Dame dachte: „Ich mache einen Test mit der jungen Frau und lege ihr eine Erbse ins Bett. Wenn sie so edel, empfindsam und intelligent ist – eine Prinzessin – dann wird sie das merken und ist wirklich das, was sie vorgibt zu sein!“  Gesagt, getan.

Am nächsten Morgen wachte Sue auf… gerädert, kein erholsamer Schlaf, zu viele Eindrücke und Gerüche, unbekannte Menschen, noch dazu ein attraktiver Mann, der offen, freundlich, humorvoll und intelligent, weltgewandt war – zwar gut, alles freundlich und sehr nett. Aber zu viel mit den Ereignissen der Reise; Sue brauchte Zeit alles richtig zu erkennen und auszuwerten. Was wollte sie eigentlich? Ihr Köper war immer noch wie zerschlagen.

Sue war froh, dass sie am nächsten Tag noch frei hatte –  Zeit zur Muse war wichtig, um im Alltag leistungsfähig zu sein und mit Stress richtig umzugehen. Gedankenversunken ging Sue zum Frühstück und sagte: “ Irgendwas hat mich heute Nacht nicht schlafen lassen, mein Körper fühlt sich an wie grün und blau geschlagen“.

Die alte Dame goss schmunzelnd den heissen, wohlriechenden Kaffee ein, reichte Butter zu den Croissons und dachte: „Oh ja, das ist eine feine und intelligente Frau, genau die tichtige Partnerin für meinen Sohn.“  Ihrem Sohn zwinkerte sie in dem Moment zu und er dachte: „Sue ist die Frau mit allen Facetten, die ich ähnlicherweise auch habe .. – sie ist eine mögliche, echte Gefährtin“.

Eine Geschichte für hoch.sensible Frauen und joch.sensorische Männer zum Schmunzeln, Nachdenken und Fühlen…

Spannungsbogen: Normal, Gesund bis Ungesund im Leben

  • Von richtigen bis falschen kognitiven (erlernten, beobachteten) Verhaltensweisen:

Hochsensibilität & hohe Sensorik ist eine Chance autark, selbstgenügsam, stark, ästhetisch und selbst bewusst zu leben.

Dazu gehört auch die Eigenschaft sich selbst zu „beeltern“; weil das als Lebenserfahrung mit den eigenen Eltern oft fehlt. Das kann eine echte lebenslange Herausforderung und Motivation sein für hochsensible Menschen.

Eltern, Lehrer, Mentoren, die sich bewusst sind über diese Herausforderungen, müssen ihre Kinder dabei in einer guten, freundlichen sowie klaren Atmosphäre dabei anleiten, Stärke mit Sensibilität zu verbinden. Fehlen diese positiven Förderer. kann ein Hochsensibler das auch im K.O. System lernen, was ungleich schwerer ist, weil Lebensoffenheit, mit Lebensbuntheit und -Intensivität ständig mit Organisationsfähigkeit, Integrationsfähigkeit und dem Überbrücken oder Zusammenfallenlassen von Spannungsbögen einhergeht. Oder Monotonie und Langeweile zu einem Burnout führen. Das für sich gesunde Gleichgewicht zu finden, die Zeit belastende bis traumatische Erfahrungen zu sortieren und zu transformieren, braucht Zeiten des Rückzugs oder der Mediation mit sich selbst – ein Stille-Dialog – und auch Meditative Elemente, um dann wie beim Ein- und Ausatmen wieder mit Menschen und neuen Situationen zusammenzukommen.

Sieht man Familie als eine Art „Ökosystem“ so werden Hochsensible in dieses System geboren, um manche Defizite wie fehlendes Mitgefühl, fehlende Verantwortungsbereitschaft, wirkliches Erwachsenwerden und Reifen ebenso fehlende Fürsorge & Geborgenheit, Fröhlichkeit,  Kreativität & Innovation in der Familie auszugleichen.

Auch das eine oder andere Trauma in der Familie oder Ahnenlinie, das generationsübergreifend noch wirkt, kann durch sie sichtbar und aufgedeckt werden, um im Familienmuster genetisch geheilt und transformiert zu werden.

Leider gibt es Eltern und Lehrer oder Ausbilder, die nicht mit ihren Kindern wachsen können und wollen und somit Fortschritte in der Familien- Berufskostellatation verhindern. Ihre Verbindung mit Konservativen, Traditionellen Strukturen und Rollendefinitionen, lässt auch aus Personen- und Familiennarzissmus oder Instutionellen Gefügen und deren Interessen keine Entwicklung und keinen Fortschritt zu.

Zur Unterscheidung von Hochsensibilität, hoch seismischer Sensorik (Telepathie) als Gegenstücke in dem Spannungsbogen echter Empathie/Ethik und Reflexionsvermögen als gesunden Persönlichkeitsanteilen und als Pluspol gehören im Übergang zu Negativpol: Narzissmus, Borderline und andere krankhafte Persönlichkeitsstörungen, die Empathielosigkeit, Reflexionsunfähigkeit und Verantwortungslosigkeit wie Schuldunempfinden, Reuelosigkeit sind – weil sie eben „amputiert“ leben, was Neurobiologie heute auch mit der Gehirnstruktur erklären kann, Genetik und transgenerativeTraumatas (generativ übergreifende, schockierende Erlebnisse, die Organstrukturen bzw. die DNA beeinflussen konnten; was einmal zum Überleben gut war eine Stumpfheit/Dumpfheit zur besseren Konditionierung im Überlebenskampf wirkt eben brutal, kalt und in Konsequenzenunbedenklichkeit eher roboterhaft, reduziert auf „soldatische“ Strukturen, Machthaber/Untertanenelemente im Zusammenleben und in der Kommunikation reduziert; dennoch wirksam in den Gewaltformen der Anrede und Handlungen menschenunwürdig machend)

Dazwischen liegen die Fähigkeit zur normaler Wahrnehumg und einer entsprechenden Fähigkeit zu Empathie sowie Alexithymie (Gefühlsblindheit oder Unkenntnis bis Unfähigkeit Gefühle und Empfindungen auszudrücken).

Hier verlassen wir den gesunden Persönlichkeits- und Familienbereich und kommen zu krankhaften Persönlichkeitsstörungen, die in Familien auch Missbrauch in allen Formen ermöglichen: subtil-getarnt, tabuisiert oder unterdrückt. Manchmal auch aus Scham, Ekel, Verwahrlosung, Missachtung und anderen intensiven Gefühlen wie eigener Unzulänglichkeit, persönlich empfundende Wertlosigkeit, Minderwertigkeit (die auf keinen Fall aus der Familie nach aussen dringen dürfen) & damit einhergehende Orientierungslosigkeit. Auch Hilflosigmachend oder dazu führend dass das Familiensystem Opfer braucht und erwartet oder eben Täter – diktatorengleich, nur fähig als Institution geachtet & beachtet zu werden, aber eben ohne menschliche, echte Zuneigung, Geborgenheit und Fürsorge.

Narzissen und Borderliner – Menschen mit krankhaften, wesentlichen Persönlichkeitsstörungen. Leider sind diese Menschen meist Therapieresistent, weil sie Fehler in ihrer Unfähigkeit zu Empathie und Reflexion, weder Einsicht haben noch die Fähigkeit sich zu Entschuldigen; Einsicht aus Fehleranalyse ist ihnen somit unmöglich.

Neueste amerikanische Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Frontallappen (der sensitive und sinnliche Eindrücke sammelt bei diesen Menschen keine Verbindung zu den Parietallappen hat, so dass so die Fähigkeit Beobachtetes, positiv Erfahrenes auszudrücken unterbleibt und auch bei neuen Erfahrungen keine neurophysilogische neue Datenstrecken ausgebildet werden. Negative, verarmte/einseitige Strukturen herrschen vor und bestimmen die Lebenssicht und die Bewertung. Da der Frontallappen geblockt ist – individuell oder generationsübergreifend, in der DNA, weil Sinnhaftes und Sinnlich-Haptisches, Taktiles bis hin zu liebevollen Berührungen fehlten und daher auch ein entsprechender Reife- und Evolutionsprozess ausbleibt.

Narzissten und Borderliner bleiben in ihrer Welt gefangen und innerlich in den Entwicklungsphasen stecken, in denen das Trauma / die Traumen passiert ist/sind. Und sind unfähig die Traumatas und traurigen Erlebnisse, Betroffenheit ihrer Kinder zu erkennen; sie können sie auch nicht schützen. Wird ein Trauma aufgedeckt, leugnen die betroffenen Narzissten/Borderliner dieses, weil ihre Weltanschauung, ihr Recht zu misshandeln und ihre Macht sich zu rächen und erlittene Wunden weiterzugeben, dann endet.

Daher sind Kinder, Partnerinnen, Partner von Narzissten und Borderlinern oft sehr empathisch; sie werden als gesundheitbringender Faktor in auch kranke Familiensysteme geboren.

Leider begegnen Hochsensible damit oft auch eigenen Erlebnissen von Ausgrenzung, Lächerlichgemacht werden und auch der Tatsache, dass sie selbst auch missbraucht wurden: emotional, mental, körperlich und sexuell. Auch dafür gesorgt wurde – durch eine missbrauchende Mutter und/oder einen missbrauchenden Vater – nicht für ernst genommen werden, hilflos gemacht oder überbehütet – beides impliziert Lebensunfähigkeit – damit das eigene Versagen als reifer Mensch weiter getarnt wird. Doch der wichtige Unterschied ist, dass Hochsensible im Kern wissen, dass sie menschlich wertvoll sind und damit unterscheiden sie sich von dem sich konstant minderwertig fühlenden Narzissten oder Borderlinern, denen der Bezug zu ihrem Menschsein und zu echter Lebensverbundenheit fehlt. Das kommt in unmenschlicher Härte, Rigitdität mit Gewalt und Perversion – mental, emotional, körperlich- zum Ausdruck. Um ein Gefühl von Wertigkeit zu haben, erniedrigen Narzissten ihre Familienmitglieder und Kinder sind dem erstmal hilflos ausgeliefert bis sie erwachsen sind und gehen können.

Für ein hochsensibles Kind, eine hochsensiblen Mann oder einer hochsensible Frau ist es eine herausragende Leistung die Qualen, die ein Narzisst/Borderliner (tief in sich) empfindet zu spüren, dennoch muss der Hochsensible wie Hochbegabte sich gesund abgrenzen, um Schadensfrei aus diesen Beziehungen heraus zu gehen und das auch wirklich lernen.

Deshalb geraten Hochsenible evtl. mind. einmal an einen Narzissten oder Borderliner. Doch letztere interessiert ihr mentaler und seelischer Zustand selten; ausser sie kommen wirklich in eine Krise, weil sie zunehmend vereinsamen, Kündigungen erfahren und auch im Umgang mit Kunden nur mässigen Erfolg haben (obwohl sie für gewisse Zeit durchaus sehr erfolgreich sein können; da sie empathielos („sie gehen über Menschen und machen sie zu Leichen“ Aussage eines Klienten“) mit Mitarbeitern und Unternehmern umgehen ist ihre „Nüchternheit“als scheinbare Strukturiertheit erst einmal willkommen.

Es kann wirklich nur die Lösung sein, zu gehen; sonst nimmt ein hochsensibler und hochbegabter Mensch wirklich gesundheitlich und irgendwann psychisch Schaden in dem künstlichen Dauerstress einer toxischen Beziehung zu Mutter, Vater oder PartnerIn.

Da Hochsensible ein anderes Hormonsystem haben, regenerieren sie sich zum Glück dank ihrer Fähigkeit zu Reslienz (Selbstheilung)

Wie erkennst du einen Narzissten?

Erst mal hat er/sie vielleicht Charisma oder denkt er/sie hat „es“ (manchmal Charmboltzen oder Wunschschwiegersöhne/-töchter)

Zu Beginn nimmt er/sie dich in Beschlag; jeden Tag erfolgt Kontakt (ein Narzisst/Borderliner kann nicht alleine sein und kontrolliert alles, das Eigenleben eines Kindes funktioniert nur in Bereichen ausserhalb der Familie oder das selbständige Leben erfolgt nur im Betrieb aber nicht mehr zu Hause) – Bombing oder Love Bombing

Grausame Stille – Mit Missachtung oder Schweigen kann ein Vater, eine Mutter oder eine Partnerin, ein Partner ein Kriegsfeld (einen dauerhaften Ort des Unbehagens für das empathische Kind, den empathischen Erwachsenen) erzeugen, in dem der Narzisst oder Borderliner sich selbst wohlfühlt. Er lässt seine Familienmitglieder (auch einen anderen Menschen) auch auflaufen, in dem er Informationen nicht weitegibt, um so sein Alleinstellungsmerkmal (seine Machtposition)zu stärken; das Kind steht an der Wand und fühlt sich wie im Gefängnis – manchmal mit glasklarem Verstand ohne Fluchtmöglichkeiten. Im anderen Fall ist er wegen seiner Empathielosigkeit auch nicht in der Lage soziale Verbindungen zu erkennen oder auch Anforderungen, die von einem Team – auch der Familie – tatsächlich mit der jeweiligen Kompetenz getragen werden müssen – und damit adäquat umzugehen. Sie haben daher scheinbar Autistische Züge; sind aber keine echten Autisten!

Der Narzisst/Borderliner verlässt von heute auf morgen und taucht evtl. wieder auf – Ghosting, ein Ausdruck ihrer „machtvollen“ Positio. Gurus und andere „Führungspersönlichkeiten“ können so wirken, indem sie ihnen die Bereitschaft fehlt wirklich für diesen Menschen unterstützend zu beraten. Für den Narzisst/Borderliner sind Menschen nur Objekte, die genutzt werden können, da ihm die Inhalte von Selbstachtung und Selbstwertschätzung fehlen. Bedürfnisse und Wünsche anderer werden durch den Narzisst/Borderliner ignoriert!

Das Urteilsvermögen des Partners wird durch den manipulierenden Narzissten/Borderliner genommen bzw. es kommt zum Versuch. Das geht bei einem Hochsensiblen nicht, da er dauerhaft seiner Intuition, Wahrheit und Weisheit sowie seinem Wissen verpflichtet ist und erkennt, dass hier ein Übergriff stattfindet.

Sprachlosigkeit oder aggressive Worte – Konstruktive Kommuniktion ist unmöglich, da Narzissten und Borderliner ständig in einer ungesunden Konkurrenzsituation stehen, die sie verlassen, wenn der Konkurrent tatsächlich unangreifbar, d.h. talentiert und ihrer Wertung nach „überlegen“ ist. Dann kann es passieren, dass sie den Kontakt einem Untertan gleich suchen, um in Lobesaussagen mit einbezogen zu werden und vom Glanz anderer etwas abzubekommen ohne wirklich deren Größe (Fähigkeiten und Kompetenz) zu erreichen.

Gedanken nur um sich selbst kreisend – mind spinnig. Der Narzisst/Bordeliner ist Mittelpunkt der Welt, widerspricht sich häufig, hat Stimmungsschwankungen, agiert mit Unterstellungen und Vermutungen aus seiner Weltsicht (Ideen von Intrigen, Eifersucht und Neid sind hier angesiedelt; ebenso die Haltung, dass nur er gut genug ist und er trotz Team oder Familie oder Partner auch ganz allein erfolgreich ist. Der Narzisst ist teamunfähig und kommt mit flachen Hierarchien nur schlecht zurecht).

Da ein Narzisst/Borderliner in einer eigenen Welt lebt, gibt es eigene Regeln und Sichtweisen; eigene Anschauungen werden verkündet; evtl. wird versucht zu erklären wer zu bemitleiden ist oder schutzwürdig und wer nicht. Extrem-Formen sind Gaslighting in Form von Falschaussagen bis zu Denunziation.

Es kann auch sein, dass narzistische Eltern oder Ex-Partner oder auch eigene erwachsene Kinder kein Ende der Beziehung akzeptieren und immer wieder – auch sporadisch den Kontakt unter unterschiedlichen Vorwänden suchen. Das heisst fachlich ausgedrückt „Hoovering“. Wie ein Staubsauger brauchen sie Energie und Aufmerksamkeit wie kleine Kinder (die latente Fähigkeit zu Gemeinheit allerdings immer da) und können immer wieder auftauchen. Im Falle gemeinsamer Kinder braucht das klare Begegungs- und Umgangsregeln. Als Erwachsene nur über Gericht, wenn auch noch Stalking und andere Kontrollweisen passieren.


Be.ziehungen

Wie bezieht sich ein Hochsensibler Mensch in einer Partnerschaft auf den anderen?!

Ob hochbegabt und/oder hochsensibel als Frau oder Mann – es gibt ähnliche, andere und neue Herausforderungen für persönliche, nahe & intime Beziehungen.

Partnerschaften im Berufsleben sowie Freundschaften haben oft ganz andere Inhalte:

Durch die hohe Analysefähigkeit von hochbegabten Menschen werden Situationen in ihren klaren ebenso wie verworrenen Situationen instinktiv erfasst, bewertet und geführt.
Hochsensible Menschen sind in ihrer Detaillreichen Wahrnehmung oft viel zu nah beim Partner und damit in Situationen verwoben, die sich nichts angehen. Gesunde Grenzen zu ziehen ist dann eine Aufgabe des hochempathisch (mitfühlenden) Menschen ohne sich zu vernachlässigen, Werte und Konflikte des Partners unerkannt oder ungeachtet zu lassen – aber eben vertrauensvoll und eigenverantwortlich in dessen Hände (dass er/sie die Herausforderungen erkennt und die Lösung angeht).

Es kann sein, dass Beziehungen zwischen hochbegabten und hochsensiblen Menschen und einem Partner, der natürlicher Weise weniger in diesen Hochleistungsfrequenzen lebt, sehr sinnvoll, liebevoll und bewusst sein können. Diese Beziehungen, die auch in der Einfachheit einer Entscheidungsumsetzung mal schneller funktionieren können oder eben auch langsamer, brauchen die gegenseitige Achtung und Wertschätzung, das Wohlwollen sowie den Respekt das „Fremde“, die Andersartigkeit & Besonderheit immer wieder neu in das Alltagsleben zu integrieren.

Unterlegensheits-, Mangelgefühle ebenso wie Überlegenheitsgefühle wirken tödlich für jede Art von Beziehung! Oft kommen die „Normalos“, die die weniger zum Denken und Fühlen neigen, in starke Aggressions- und Unterdrückungsverhaltensweisen, weil sie sich überfordert fühlen von dem hohen Level oder „Kleingemacht“ und kompensieren diese Einschätzung oder projezieren das ihnen fehlende Talent in bestimmten Bereichen auf dem Weg die Unfähigkeit des Hochbegabten/Hochsensiblen zu suchen und zu finden – der Sterbeprozess der Partnerschaft ist eingeleitet.

Verständlicherweise geraten Hochsensibilität und Narzissmus als gegensetzliche Komponenten in Kontakt – Co-Abhängigkeit wird so implementiert als Manipulation und einer Bedürftigkeit, die beim Narzissten versteckt oder offen liegt. Muster von Emotionaler Erpressung wie Erniedrigung und Ausbeutung liegen hier vor – äusserste Gefahr für Hochbegabte/Hochsensible!

Ist erst mal für den Hochbegabten/Hochsensiblen der Vertrauensbruch, die mangelnde Wertschätzung klar fühlbar und erkannt, gibt es auf dem Weg zu einer gelungenen Beziehung viel Arbeit für denjenigen, der das Misstrauen, den Mangel an Bewusstsein trägt. Es ist ein erhebliche Verletzung entstanden oder das Guthaben auf dem „Paar-Konto“ so erheblich gemildert, dass es viel Zeit braucht das Guthaben und Vertrauen wieder aufzubauen.

Es kann manches nur eimal auftauchen, um den Codex einer Beziehung auch zu klären; dennoch kann aus der Erfahrungswelt des Hochbegabten/Hochsensiblen auch dann absolut Schluss sein, weil die wertschätzende Kompetenz des Partners zu gering ist.

Hochbegabte/Hochsensible Menschen blühen in einer wohlwollenden Atmosphäre; frei von Ressantiments (Vorurteilen). Sie „funktionieren“ alles andere als in Rollenspielen und Erwartungshaltungen; sie können dann still und auch laut rebellieren und auf die Missstände glasklar hinweisen. Sie unterscheiden Konditionierungsversuche als manipulative Eingriffe gegenüber freien, ehrlichen und vertrauensvollen Entwicklungsräumen.

Misantropen, Narzissten, Borderliner und menschenverachtende Verhaltensweisen haben aufgrund entweder ihrer hohen Intelligenz & Rationalität oder ihrer hohen Empathie und Ethik alles andere als Platz in deren Leben – die Wege trennen sich oder sind geduldete oder mühsam ertragene Arrangements – Zweckbündnisse- die zu baldigsten Zeit erst innerlich und dann äusserlich gekündigt werden.

Das gilt auch für Kinder oder eben von Kindesbeinen an!

Kinder verlassen dann fluchtartig das Elternhaus, die Mutter, den Vater, weil sie in „mentaler, emotionaler, körperlicher oder auch sexueller Bedürftigkeit“ die Giftigkeit und Ungesundheit erkennen. Es kann sein dass sie eben solange bleiben wie sie können – gefühlt müssen- um Defizite der Eltern oder eines Elternteils abzufangen bis sie an den Punkt der Selbstaufgabe kommen und dann fällt spätestens er Schalter zu gesunder Selbstfürsorge oder es muss ein Aufmerksames Umfeld geben, dass Missbrauch dieser Kinder und Menschen erkennt und sie dann auch dahingehend unterstützt. Auch bevor die inneren Auseinandersetzungen über die Richtigkeit dieses Schrittes sie krank macht und lähmt. Allerdings gehen diese Schritt aus empfundener und tatsächlicher Freiheitsberaubung, auch im Alleingang!

Das spiegelt sich in Partnerschaften:

  • positiv: Offene Haltung für Neues, weitere Öffnung und Integration des Positiven, Partnerschaftsentwicklung, Co-Creativität
  • negativ: Duldung von Verhaltensweisen anderer Menschen in klarem Bewusstsein, dass hier „Schrott“ produziert wird. Ablösung in Stille bis zur Umsetzung einer vollständigen Trennung. Adatives Denken fördert dann neues Verhalten (negativer Lernstoff wir analysiert oder intuitiv – empathisch verstoffwechselt, neu bewertet)

Nicht der Pfarrer wird beispielsweise geachtet aufgrund seiner beruflichen, instiutionellen Funktion, sondern weil er ein aufgeschlossener, bildungsaktiver, humanistisch gebildeter Mensch, Philosoph und seelsorgerischer Ansprechpartner ist. Verkörpert er diese Inhalte nicht, ist auch von Seiten eines Hochbegabten/Hochsensiblen alles andere als Respekt zu erwarten, ausser dass es sich hier um die Begegnung mit einem Mensch handelt. Ist selbst diese Niveau nicht mehr zu erkennen, erfolgt die umfassende Abwendung von diesen Menschen. (Anmerkung: das ist ein natürlicher Akt von Selbstliebe & Selbstwertschätzung oder Selbstfürsorge und damit alles andere als ein arrogantes Verhalten)

Würde nicht Stolz ist für Hochbegabte/Hochsensible ganz wichtig! Tratsch und Voyeurismus sind Ausdruck falscher Nähe, sind dumpf-plumbe und übergriffige Verhaltensweisen, die sie vertreiben und Kontakt unmöglich machen.

Von Kindesbeinen an sind Instinkte/Intuitionen für Wahrheit, Teilwahrheiten, Unwahrheiten bis Lügen klare Ratgeber. So stehen Bekanntschaften, Phasen der Prüfung auf Freundschaften bis hin zur monogamen Partnerschaft immer in einem Spannungsbogen von Offenheit und möglicher, wachsender Nähe bishin zum Abbruch des Kontaktes, in der Folge von endgültiger Trennung.

Wie funktioniert nun eine gute Beziehung & Partnerschaft?

Generelle Grundlage für gute, glückliche und erfüllte Beziehungen & Partnerschaften bieten die Fähigkeiten, die sich auf den Begriff „Soft Skills “ beziehen. Oft werden genau diese Talente aus dem Beruflichen Bereich nicht auf den privaten Bereich übertragen – mit grosser auch negativer Auswirkung in partnerschaftlichen-familiären Kommunikation und Verhaltensweisen.

  1. Ein Hochbegabter/Hochsensibler braucht immer wieder Zeit mit sich selbst.
  2. Nachdenken, analysieren und empathisch fühlen in einem inneren Raum sind für Selbstsicherheit über das, was die reale Situation ist wichtig. Das ist eine Art von Mediation, dient zugleich aber auch dazu, Erlebtes zu zuordnen und zu verstoffwechslen oder auszusortieren. Das ist zugleich eine Phase der Resilienz (Selbstheilung). dieser Prozess kann beim Malen, Musik hören, Schreiben. Sandern, Schwimmen, Tanzen und Kuh-Melken sein; also überall da wo „Innere Stille“ möglich ist.
  3. Nähe & gemeinsame Zeit in Form von gemeinsamen Erlebnissen für eine gesunde, natürliche Verbindung sind wichtig; genauso wie gesunde Distanz.
  4. Eigenen Freundeskreis pflegen – mit wem kann ich was unternehmen; in individuell kleineren Gruppen oder in größeren. DEINE Freunde oder DEIN Partner ist nicht allein zuständig für das Gelingen einer Begegnung. Es sind immer beide für das Gelingen und Scheitern verantwortlich.
  5. Eigene Hobbies und Interessen, eigenen Berufungen & Beruf immer auch Raum geben; sonst zieht neben Erlebnislosigkeit auch Langeweile und Sprachlosigkeit ein. Insipiration, ein wacher Geist ist eine wache Seele und ein wacher, lebendiger Mensch.
  6. Co-Creativität ist sich wertschätzend ergänzen; Fürsorglichkeit, Achtsamkeit, Lebendigkeit, Bedürfnisse erkennen und benennen ohne Bedürftigkeit (Abwertung von Gefühlen und Ideen)zu erzeugen. Ein „Nein“ ist wie ein „Ja“ erlaubt und wegweisend.
  7. Sich bewusst sein, dass jede Beziehung mit einem Hochbegabten/Hochsensiblen intensiv, facettenreich & komplex ist:von Schnelligkeit zu Langsamkeit wechselnd, positiver Aufgeschlossenheit und Neugier bis hin zu innerer Verschlossenheit oder Ruhe.
  8. Zu wissen, dass Unruhe in den Phasen von Projektentwicklungen aufgrund des Anspruches an Perfektion, inneren Entwicklungen, Persönlichkeitsentwicklung kommen und Übergangphasen mit Ungeduld behaftet sind.
  9. Erhöhte Reizbarkeit führt aufgrund des filigranen Nervensystems auch zu Überforderungen, evtl. zu Aggressivität und schneller Entladung (wenn mann/frau das von sich weiss, eben auch dazu den anderen stehen zu lassen, um später in einer gewaltfreieren Kommunikation das Thema zu besprechen). Oder führt zu Müdigkeit um den Stress abzubauen oder auch bei Speicherung zu Trägheit und Übergewicht.
  10. Aufgrund einer anderen Hypophysen-Hypothalamus-Nebennieren Achse ist das Essverhalten, Ruhe- und aktivitätsbedürfnis auch individuell.
  11. Es gibt Extrovertiertierte Bereiche & Phasen, sehr viel Kommunikationsfähigkeit und Kontaktfreude, die mit Themen zu tun haben, für die Interesse besteht, Lernbereitschaft und Engagement bis Leidenschaft. Neben Introvertierten Bereichen & Phasen, die in Stille abgegrenzt und geschützt werden ähnlich der Phasen einer Schwangerschaft; diese Phasen verlaufen allerdings individuell, kürzer oder wesentlich länger.
  12. Wohlwollende Atmosphäre führen zum Vertrauen, Geborgenheit, intimer Nähe und Offenheit – zwischenmenschliche Räume von gemeinsamer Resilienz.
  13. Wohlfühl-Räume müssen auch farblich, von den Stoffen, Möbeln, Accesoires passen und auch einer Ästhetik entsprechen. Das kann im Wohnstil von Japanischer Einfachheit genauso passen wie in einem Mexikanischen, Indischen, Französischen oder Italienischen Stil, aber nicht in geschmacklosen Anordnungen. Es besteht ein Unterschied zwischen gesundem, lebendigen Chaos und Unordnung. Romantik & Kitsch können neben klaren & nüchternen Linien existieren.

Teamfähigkeit im Beruf – soft skills

Generell gelten die Merkmale, die für Hochbegabte/Hochsensible im Privatleben wichtig sind auch im Berufsleben bedeutsam. Sie bringen wichtige Fähigkeiten mit, die sich als „Soft Skills“ ihren Ausdruck finden.

Soft Skills, sind „weiche Fähigkeiten & Kompetenzen“ aus bewusster & natürlicher Lebensgestaltung.

Dazu gehören Fragilität (Empfindsamkeit, Zerbrechlichkeit) & Antifragilität (erworbene Robustheit & Widerstandskraft  – aus Verletzung und Scheitern erlerntes neues Verhalten & Wissen)  für dein gesamtes Leben. Soft Skills beschreiben DEINE sozialen und menschlichen Fähigkeiten, die DU in DEINE Partnerschaft, Familie und im Beruf einbringen kannst.

Soft Skills sind DEINE Fähigkeiten; sie können eingeteilt werden in ZWEI Hauptgruppen:

Soziale Kompetenzen:

  • Empathie
  • Nonverbale Sensibilität & paraverbale Signale/Botschaften:  Ausstrahlung, Gestik & Habitus, Mimik,Blick Körperhaltung, Händedruck, angemessene Berührung, fester Stand, aufrechtes Sitzen als Pacing-Modul
  • Kommunikationsfähigkeit; Stimme als Pacing-Modul
  • Menschenkenntnis
  • Charisma
  • Intra- und Interkulturelle  Akzeptanz & Kompetenz
  • Networking-Kompetenz
  • Teamfähigkeit & Distanzzonen
  • Anpassungsfähigkeit
  • Offenheit
  • Klarheit & Wahrheit – Authentizität
  • Belastbarkeit
  • Flexibilität
  • Rezeption – Akzeptanz & Integration
  • Präsentationsstärke & Selbstverantwortung
  • Konfliktkompetenz
  • Kritikkompetenz
  • Motivierungsvermögen
  • emotionale Intelligenz
  • Selbstreflektion & Selbstanalyse

Mentale Kompetenz:

  • Mentale Intelligenz/ IQ
  • Menschenkenntnis
  • Konstruktive Lebenseinstellung
  • Lese- und Lernkompetenz
  • Nonverbale Sensibilität – Fähigkeit zu Scannen
  • Stressbewältigungsvermögen
  • Kreativität
  • Adaptives Denken
  • Systemisches Denken
  • Entscheidungsstärke
  • Agilität- Bereitschaft aus Scheitern zu lernen, um der neuen Situation angepasste alte & neue Fähigkeiten zu verknüpfen und innovativ, erfolgreich einzusetzen
  • Lernwilligkeit & Bereitschaft mit Eigenengagement zu lernen

Findest Du deine Komptenzen hier beschrieben? Hast du eventuell manches Merkmal für dich noch nicht entdeckt? Oder als wertvoll anerkannt? Willst du das?

Dann nimm Kontakt mit mir auf – ich begleite dich sehr gerne, deinen beruflichen Weg und deine Position klarer und bewusster in Verbindung mit deinen natürlichen Talenten ins Berufsleben einzubringen.

Hochsensibel & Beziehungen

Ob Hochbegabt und/oder Hochsensibel als Frau oder Mann – es gibt andere und neue Herausforderungen für persönliche, nahe & intime Beziehungen. Partnerschaften im Berufsleben sowie Freundschaften haben oft ganz andere Inhalte:

Durch die hohe Analysefähigkeit von hochbegabten Menschen werden Situationen in ihren klaren ebenso wie verworrenen Situationen instinktiv erfasst, bewertet und geführt.
Hochsensible Menschen sind in ihrer Detaillreichen Wahrnehmung oft viel zu nah beim Partner und damit in Situationen verwoben, die sich nichts angehen. Gesunde Grenzen zu ziehen ist dann eine Aufgabe des hochempathisch (mitfühlenden) Menschen ohne zu vernachlässigen, Werte und Konflikte des Partners unerkannt oder ungeachtet zu lassen – aber eben vertrauensvoll in dessen Hände (dass er/sie die Herausforderungen erkennt und die Lösung angeht).

Es kann sein, dass Beziehungen zwischen Hochbegabten und hochsensiblen Menschen und einem Partner, der natürlicher Weise weniger in diesen Hochleistungsfrequenzen lebt, sehr sinnvoll sein können. Diese Beziehungen, die auch in der Einfachheit einer Entscheidungsumsetzung auch mal schneller funktionieren können oder eben auch langsamer, brauchen die gegenseitige Achtung, das Wohlwollen die Andersartigkeit & Besonderheit immer wieder neu in das Alltagsleben zu integrieren.

Unterlegensheits-, Mangelgefühle ebenso wie Überlegenheitsgefühle wirken tödlich für jede Art von Beziehung! Oft kommen die anderen „Normalos“, die die weniger zum Denken und Fühlen neigen, in starke Aggressions- und Unterdrückungsverhaltensweisen, weil sie sich überfordert fühlen von dem hohen Level oder „Kleingemacht“ und kompensieren diese Einschätzung oder projezieren das ihnen fehlende Talent in bestimmten Bereichen auf dem Weg die Unfähigkeit des Hochbegabten/Hochsensiblen zu suchen und zu finden – der Sterbeprozess der Partnerschaft ist eingeleitet.

Verständlicherweise geraten Hochsensibilität und Narzissmus als gegensetzliche Komponenten in Kontakt – Co-Abhängigkeit wird so implementiert als Manipulation und einer Bedürftigkeit, die beim Narzissten versteckt oder offen liegt. Muster von Emotionaler Erpressung wie Erniedrigung und Ausbeutung liegen hier vor – äusserste Gefahr für Hochbegabte/Hochsensible! “ siehe auch: Echo-Syndrom – Bruch des Selbstwertgefühles. Oder wie ich es nenne: “ das erzwungene Leben als Bonsai-Bäumchen“

Ist erst mal für den Hochbegabten/Hochsensiblen der Vertrauensbruch, die mangelnde Wertschätzung klar fühlbar und erkannt, gibt es auf dem Weg zu einer gelungenen Beziehung viel Arbeit für denjenigen, der das Misstrauen, den Mangel an Bewusstsein trägt. Es ist ein erhebliche Verletzung entstanden oder das Guthaben auf dem „Paar-Konto“ so erheblich gemildert, dass es viel Zeit braucht das Guthaben und Vertrauen wieder aufzubauen.

Es kann manches nur eimal auftauchen, um den Codex einer Beziehung auch zu klären; dennoch kann aus der Erfahrungswelt des Hochbegabten/Hochsensiblen auch dann absolut Schluss sein, weil die wertschätzende Kompetenz des Partners zu gering ist.

Hochbegabte/Hochsensible Menschen blühen in einer wohlwollenden Atmosphäre; frei von Ressantiments (Vorurteilen). Sie „funktionieren“ alles andere als in Rollenspielen und Erwartungshaltungen; sie können dann still und auch laut rebellieren und auf die Missstände glasklar hinweisen. Sie unterscheiden Konditionierungsversuche als manipulative Eingriffe gegenüber freien, ehrlichen und vertrauensvollen Entwicklungsräumen.

Misantropen, Narzissten, Borderliner und menschenverachtende Verhaltensweisen haben aufgrund entweder ihrer hohen Intelligenz & Rationalität oder ihrer hohen Empathie und Etihk alles andere als Platz in deren Leben – die Wege trennen sich oder sind geduldete oder mühsam ertragene Arrangements – Zweckbündnisse- die zu baldigsten Zeit erst innerlich und dann äusserlich gekündigt werden.

Das gilt auch für Kinder oder eben von Kindesbeinen an!

Kinder bleiben entweder länger als natürlicherweise, weil sie einen oder beide Elternteile schützen oder „beeltern“, Schuld und Verantwortung auf sich nehmen. Oder sie verlassen dann sowie sie können fluchtartig das Elternhaus, die Mutter, den Vater, weil sie in „mentaler, emotionaler, körperlicher oder auch sexueller Bedürftigkeit“ die Giftigkeit und Ungesundheit erkennen. Es kann sein dass sie eben solange bleiben wie sie können – gefühlt müssen- um Defizite der Eltern oder eines Elternteils abzufangen bis sie an den Punkt der Selbstaufgabe kommen und dann fällt spätestens er Schalter zu gesunder Selbstfürsorge oder es muss ein Aufmerksames Umfeld geben, dass Missbrauch dieser Kinder und Menschen erkennt und sie dann auch dahingehend unterstützt. Auch bevor die inneren Auseinandersetzungen über die Richtigkeit dieses Schrittes sie krank macht und lähmt. Allerdings gehen diese Schritt aus empfundener und tatsächlicher Freiheitsberaubung, auch im Alleingang!

Das spiegelt sich in Partnerschaften:

  • positiv: Offene Haltung für Neues, weitere Öffnung und Integration des Positiven, Partnerschaftsentwicklung, Co-Creativität
  • negativ: Duldung von Verhaltensweisen anderer Menschen in klarem Bewusstsein, dass hier „Schrott“ produziert wird. Ablösung in Stille bis zur Umsetzung einer vollständigen Trennung. Adatives Denken fördert dann neues Verhalten (negativer Lernstoff wir analysiert oder intuitiv – empathisch verstoffwechselt, neu bewertet)

Nicht der Pfarrer wird beispielsweise geachtet aufgrund seiner beruflichen, instiutionellen Funktion, sondern weil er ein aufgeschlossener, bildungsaktiver, humanistisch gebildeter Mensch, Philosoph und seelsorgerischer Ansprechpartner ist. Verkörpert er diese Inhalte nicht, ist auch von Seiten eines Hochbegabten/Hochsensiblen alles andere als Respekt zu erwarten, ausser dass es sich hier um die Begegnung mit einem Mensch handelt. Ist selbst diese Niveau nicht mehr zu erkennen, erfolgt die umfassende Abwendung von diesen Menschen. (Anmerkung: das ist ein natürlicher Akt von Selbstliebe & Selbstwertschätzung oder Selbstfürsorge und damit alles andere als ein arrogantes Verhalten)

Würde nicht Stolz ist für Hochbegabte/Hochsensible ganz wichtig! Tratsch und Voyeurismus sind Ausdruck falscher Nähe, sind dumpf-plumbe und übergriffige Verhaltensweisen, die sie vertreiben und Kontakt unmöglich machen.

Von Kindesbeinen an sind Instinkte/Intuitionen für Wahrheit, Teilwahrheiten, Unwahrheiten bis Lügen klare Ratgeber. So stehen Bekanntschaften, Phasen der Prüfung auf Freundschaften bis hin zur monogamen Partnerschaft immer in einem Spannungsbogen von Offenheit und möglicher, wachsender Nähe bishin zum Abbruch des Kontaktes, in der Folge von endgültiger Trennung.

Wie funktioniert nun eine gute Beziehung & Partnerschaft?

Generelle Grundlage für gute, glückliche und erfüllte Beziehungen & Partnerschaften bieten die Fähigkeiten, die sich auf den Begriff „Soft Skills “ beziehen. Oft werden genau diese Talente aus dem Beruflichen Bereich nicht auf den privaten Bereich übertragen – mit grosser auch negativer Auswirkung in partnerschaftlichen-familiären Kommunikation und Verhaltensweisen.

  1. Ein Hochbegabter/Hochsensibler braucht immer wieder Zeit mit sich selbst.
  2. Nachdenken, analysieren und empathisch fühlen in einem inneren Raum sind für Selbstsicherheit über das, was die reale Situation ist wichtig. Das ist eine Art von Mediation, dient zugleich aber auch dazu, Erlebtes zu zuordnen und zu verstoffwechslen oder auszusortieren. Das ist zugleich eine Phase der Resilienz (Selbstheilung). dieser Prozess kann beim Malen, Musik hören, Schreiben. Sandern, Schwimmen, Tanzen und Kuh-Melken sein; also überall da wo „Innere Stille“ möglich ist.
  3. Nähe & gemeinsame Zeit in Form von gemeinsamen Erlebnissen für eine gesunde, natürliche Verbindung sind wichtig; genauso wie gesunde Distanz.
  4. Eigenen Freundeskreis pflegen – mit wem kann ich was unternehmen; in individuell kleineren Gruppen oder in größeren. DEINE Freunde oder DEIN Partner ist nicht allein zuständig für das Gelingen einer Begegnung. Es sind immer beide für das Gelingen und Scheitern verantwortlich.
  5. Eigene Hobbies und Interessen, eigenen Berufungen & Beruf immer auch Raum geben; sonst zieht neben Erlebnislosigkeit auch Langeweile und Sprachlosigkeit ein. Insipiration, ein wacher Geist ist eine wache Seele und ein wacher, lebendiger Mensch.
  6. Co-Creativität ist sich wertschätzend ergänzen; Fürsorglichkeit, Achtsamkeit, Lebendigkeit, Bedürfnisse erkennen und benennen ohne Bedürftigkeit (Abwertung von Gefühlen und Ideen)zu erzeugen. Ein „Nein“ ist wie ein „Ja“ erlaubt und wegweisend.
  7. Sich bewusst sein, dass jede Beziehung mit einem Hochbegabten/Hochsensiblen intensiv, facettenreich & komplex ist:von Schnelligkeit zu Langsamkeit wechselnd, positiver Aufgeschlossenheit und Neugier bis hin zu innerer Verschlossenheit oder Ruhe.
  8. Zu wissen, dass Unruhe in den Phasen von Projektentwicklungen aufgrund des Anspruches an Perfektion, inneren Entwicklungen, Persönlichkeitsentwicklung kommen und Übergangphasen mit Ungeduld behaftet sind.
  9. Erhöhte Reizbarkeit führt aufgrund des filigranen Nervensystems auch zu Überforderungen, evtl. zu Aggressivität und schneller Entladung (wenn mann/frau das von sich weiss, eben auch dazu den anderen stehen zu lassen, um später in einer gewaltfreieren Kommunikation das Thema zu besprechen). Oder führt zu Müdigkeit um den Stress abzubauen oder auch bei Speicherung zu Trägheit und Übergewicht.
  10. Aufgrund einer anderen Hypophysen-Hypothalamus-Nebennieren Achse ist das Essverhalten, Ruhe- und aktivitätsbedürfnis auch individuell.
  11. Es gibt Extrovertiertierte Bereiche & Phasen, sehr viel Kommunikationsfähigkeit und Kontaktfreude, die mit Themen zu tun haben, für die Interesse besteht, Lernbereitschaft und Engagement bis Leidenschaft. Neben Introvertierten Bereichen & Phasen, die in Stille abgegrenzt und geschützt werden ähnlich der Phasen einer Schwangerschaft; diese Phasen verlaufen allerdings individuell, kürzer oder wesentlich länger.
  12. Wohlwollende Atmosphäre führen zum Vertrauen, Geborgenheit, intimer Nähe und Offenheit – zwischenmenschliche Räume von gemeinsamer Resilienz.
  13. Wohlfühl-Räume müssen auch farblich, von den Stoffen, Möbeln, Accesoires passen und auch einer Ästhetik entsprechen. Das kann im Wohnstil von Japanischer Einfachheit genauso passen wie in einem Mexikanischen, Indischen, Französischen oder Italienischen Stil, aber nicht in geschmacklosen Anordnungen. Es besteht ein Unterschied zwischen gesundem, lebendigen Chaos und Unordnung. Romantik & Kitsch können neben klaren & nüchternen Linien existieren.

enlightenment – Aufklärung für Hochsensibilität & Hochbegabung

„enlightenment“ heisst übersetzt Aufklärung.

Das „age of enlightenment“ ist das Zeitalter der Aufklärung. In der Oberflächentechnik umschreibt dieser Begriff, die Funktionsweise, dass ein Kontaktpunkt durch Berührung eine genau die Verbindung herstellt, die ein fortlaufende Option herstellt; Touch-screen ist nichts anderes.

Aufklärung ist mir bei den Themen „Hochsensibilität & Hochbegabung“ eine Herzensangelegenheit.

Es gibt nicht nur einfach „Hochsensibilität“ wie auch „Hochbegabung“; beide Bereiche haben viele Facetten, die die Fähigkeiten und Konsequenzen dieses natürlichen und wesentlichen Wesensmerkmals oder Temperamentes (unterschiedliche psychologische Definitionen) beschreiben können, um neues Wissen und viele Informationen an zubieten.

Hochsensibilität, ist nicht kosequent unterdrückbar oder auszuschliessen im Leben für sehr empfindsame, feinempathische und hochsensorische (telepathische begabte) Menschen.

Bei dem Versuch erleiden diese Menschen eher das Trauma einer Amputation und Verkrüppelung; wobei manche diese Talente leider eher als Fluch und Handicap ansehen, denn als Segen bzw. diese Entwicklung zu verstehen, dass man begabt ist („to be gifted“) ist entweder von Anfang an in einer Atmosphäre des Wohlwollens erlaubt & willkommen oder in einer Atmosphäre von „Blindheit, Unbekanntheit, Unerfahrenheit bis wirklicher Unterdrückung, Gefühlen von Bedrohtheit – gegenseitig evtl. – und wertlosmachenden Grundsätzen in der Herkunftsfamilie oder Partnerschaften eben dann ein Trauma oder ein Fluch statt segensreich.

Hochsensibilität, ist nicht kosequent unterdrückbar oder auszuschliessen im Leben für sehr empfindsame, feinempathische und hochsensorische (telepathische begabte) Menschen.

Telepathie ist die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Gedanken, Gefühle, körperlichen Verfassungen o. Ä. einer anderen Person ohne Vermittlung der Sinne – eine stille, nonverbale Kommunikation oder Informationserfassung; also ein für hochsenible Menschen natürllicher Scan. Das können auch Situationen sein oder eben auch eine Atmosphäre im Raum oder zwischen Menschen.

Dieser Bereich ist allein im Neurocortex des Gehirns ist – in Verbindung mit limbischem System sowie der Hypophysen-, Hypothalammus-, Nebennierenachse und Parietallappen – der Ursprung einer Gehirnstruktur ähnlich den Delphinen, um nonverbale Kommunikation zu ermöglichen und Daten- und informationen zu bekommen – oft ungefragt- weil wir in der Lage sind zu scannen und dann filtern müssen, welche Informationen, Beobachtungen und Eindrücke, für uns selbst wichtig sind und welche unwichtig!

Hochsensible, feinsensorische Menschen sind tatsächlich in der Lage, in allen Bereichen und Tiefen und Facetten Informationen zu erfassen. Deshalb brauchen sie Zeiten für sich im Rückzug täglich mit ein bis mehreren Stunden oder auch immer mal wieder mehreren Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren, jenachdem wie eindrucksvoll und Reizintensiv ein Erlebnis war.

Deshalb haben Coachings für hochsensible Erwachsene und Kinder ein besseres Fundament, wenn Elemete aus der Traumatherapie verwendet werden.

Die Wahrnehmungsfähigkeit, die Synästhesie – in Farben zu denken: zu rechnen, zu schreiben und zu lesen – oder wie es in der Psychologie heisst, katathym-imaginär zu erfassen; also bildhaft, kennen gerade Menschen, die einen Bezug zu Ikonographie (Symbolkunde) haben.

Die Wahrnehmungsfähigkeit wird abgerundet durch „Sprachverständigkeiten“ von Profilen – Frequenzen von Sprache, Körperhaltung, Handlungen und Aussagen und Emotionen wie Neid, Eifersucht, Ekel, Abscheu, Gier, Traurigkeit, Depression und Sucht betreffen oder auch Unehrlichkeit, Teilwahrheiten bis hin zu Lügen; ebenso was Emotionen und Gefühle von Freude, Hoffnung, Zuversicht, Selbstvertrauen usw. betrifft. wobei negative Emfpindungen eben für den Hochsensiblen oft wie Hinkelsteine und Schwergewichte wirken, die er erst mal gar nicht verkraften kann oder eben entsprechend Zeit um damit umzugehen – unter dem Aspekt, dass das tatsächlich sein Part ist?!

Hochsenibile müssen lernen ihre Offenheit auch gesund abzugrenzen, was „white lies“ (Notlügen betrifft; diese auch selbst zu formulieren in einer gesunden, gesellschaftslegitimierten Kommunikationsform).

Ein hilfreiches Märchen für die Lebensgeschichte eine hochsenitiven Menschen ist der „Kalif Storch“ von Karl Hauff. Auch unter dem Aspekt, dass hochsensible Menschen oft erst einmal das oberflächliche Spiel von „Sein & Schein“ für sich durchdringen müssen und klären, um auch aus Opfer- und Täter-Rolleninformationen heraus zu kommen.

Sie sind nicht die fälschlicherweise genannten „lebensunfähige Mimosen“ sind (wobei Mimosen oder „Schamhafte Sinnpflanze wie sie auch genannt wird) , sondern eher dem Staghisagrium (Stephanskraut) ähnlich, durchaus in der Lage in ihrer enormen Senisitivität den „geworfenen Fehdehandschuh“ zu ergreifen und für eine gerecht Angelegenheit zu kämpfen. Damit passiert dann etwas, das sie aus Eremitage handlungsfähig, klar, innovativ ins Leben bringt und eben auch in einem eigenen Gleichgewicht von Extrovertiertheit zu Introvertiertheit bringt.Sie haben die Kraft zu bewegen, rebellisch im besten Sinn zu sein, auch bei aller Anteilnahmefähigkeit nüchtern und klar, auch gesund egoistisch. Und damit sind sie innovativ, pionierhaft und das macht sich auch im „Paar-Sein“ bemerkbar; Beziehungen nur im klassischen Rollen- und Beziehungsgefüge funktionieren nicht auf der Basis von Deals, sondern mit Echtheit und Gefühle , Selbstachtung und Respekt für sich und anderen.