Beziehungscoaching

Beziehungscoaching ist das Coaching unter dem Aspekt:“ Wie beziehe ich mich auf diesen Partner /diese Partnerin“?! Weitergefasst ist das auf jede Begegnung zu übertragen, weil jeder noch so kurze Kontakt die Basis einer Beziehung hat – auch bei Freunden, Bekannten und Kollegen – sogar bei Fremden.

Offenheit ist generell etwas anderes als Nähe! Dennoch haben gerade sehr empfindsame und „wache“ Menschen einen Wissensdurst andere und anderes kennenzulernen, weil sie darüber lernen und sich auch kennenlernen. Das ist den wenigsten Frauen und Männern erst einmal bewusst, dass es um sie selbst geht, ob sie reagieren auf Emotionen und Denkstrukturen des Gegenübers oder ob sie agieren, weil sie sich selbst bewusst sind (sich also kennen).

Diese zum Teil bekannten Erfahrungen, Bewertungen und dem Aufbau einer Parnterschaftsbeziehung „färben“ den Verlauf seit Jahren glücklicher oder belastender. Willst DU wissen warum?

Hochbegabte, hochsensitive Menschen erleben alles, also auch Partnerschaft intensiver – tiefer und weiter – auf mehreren Ebenen; dennoch kann es auch immer wieder „zu eng“ werden. Gerade, wenn ein Partner, eine Partnerin eben andere Fähigkeiten mitbringt, die entgegengesetzt der Hochbegabung und Sensitivität/Sensibilität sind (dieser Mensch also „rauer“ oder „taffer“ ist oder noch sich noch unbewusster). Das bedeutet, dass sie gerade zu Beginn einer Beziehung viel näher an den Partner geraten und seine Tiefen erkennen – genau das ist ihnen vertraut – nicht jedoch dem Partner eventuell.

Es kann auch sein, dass der empathischere Partner/In gefühlt in „5 km Tiefe“, die Schmerzen des anderen wahrnimmt, allerdings noch unbewusst ist für die eigenen Schmerzen und Wunden in „5 km Tiefe“. In dieser Tiefe stecken unsere erst mal unbewussten Wünsche, Bedürfnisse & Bedürftigkeit, Ziele und darüber unsere Tarnungen und Verdrängungen (das mag auch teilweise sinnvoll gewesen sein, so tief zu verdrängen, um zu überleben! Nur auf Dauer erleben wir so alles andere als Leichtigkeit).

Dann gibt es Dynamiken, die ein Paar erst einmal erkennen muss bzw. die Bereitschaft mitbringen, diese zu verstehen und gegebenefalls zu verändern. Letztlich kann dieses Wissen auch auf die Beziehung zu eigenen Kindern und auch in den Beziehungen im Berufsfeld angewendet werden.

Das ursprüngliche Konzept von Beziehung und Ehe geht auf die Geschichte von Adam & Eva zurück: Adam wollte seine erste ebenbürtige Frau Lilith nicht mehr an seiner Seite, weil sie auch von Gott aus „Erde“ gemacht war, aber für ihn zu eigenwillig und damit anstrengend (kürzeste Kurzform dieser Geschichte :-)). Die Folgefrau Eva ganz aus seiner Seite oder Rippe (das hebräische Wort hat beide Bedeutungen) gemacht, hat ihm dann über den Apfel mit der Schlange aus dem Paradies geholt und damit genau mit dem Chaos konfrontiert, dass er vermeiden wollte in der Beziehung mit Eva. Das war ein Fehler mit einer Menge dann anderer Lerneinheiten – anstrengend und tragisch. Diese Beziehungen funktionieren überwiegend mit Kontrolle statt mit Vertrauen seitdem. Auch umgekehrt und die Konkurrenz zwischen den autarken Lilithfrauen und den Eva´s, die aus anderen Gründen die „Hosen“ anhaben oder zur Kindfrau reduziert werden, hat auch den Umgang von Frauen untereinander und miteinander belastet.

Das Konzept Adams: „Sie ist aus meiner Seite“, meine „bessere Hälfte“ als Aussage über den gegengeschlechtlichen Partner usw. sagt aus, dass zwei Menschen nur miteinander komplett sind. Und so ist die Suche und das „Finden-wollen-um-fast-jeden-Preis“ entstanden – mit Folgen und einer enormen Lobby-Wirtschaft im Paar-Marketing von „mein Haus, mein Auto, mein Mann/meine Frau, … „. Und weiteren erstaunlichen und irren Folgen wie „ein Mensch ist alleine nichts wert“ oder gar der „Prostituierung von Frauen und Männern“ in der Beziehungsform, die als Deal oder GmbH ablaufen; wo zwei angstvolle Menschen sich aneinander festkrallen und Fortschritt mit persönlicher und trotzdem monogamer Beziehung unmöglich ist.

Irgendwann kam das „Dualseelenkonzept oder Twinflame-Konzept“ dann auf, dass der Partner, das duale verkörpert im Yin-und-Yang bzw. je nur die „Hälfte“ der Seele. Folglich suchte jeder noch mehr – mit mehr Sehnsucht und „schrägen“ Inhalten wie, dass der Partner nicht inkarniert sei und in irgendwelchen Dimensionen sei. Bitte, ich achte die Sehnsucht von Menschen, allerdings empfinde ich die Ausschlachtung des Wunsches nach einer nahen, vertrauensvollen, intimen Beziehung in diesem Punkt dispektierlich und auch dann fatal bindend, hoffnungslos.

Durch Menschen, die selbst reflektierend sind, wurde klar, dass der Partner entweder ein Verhalten, ein mentales oder emotionales Programm spiegelt oder ein Partner projeziert Verhaltensmuster in der Beziehungen auf den anderen und er/sie hat die „Aufgabe“ das selbst zu verändern.

Schwere Persönlichkeitsstörungen wie Borderline-Syndrom und Narzissmus oder andere führen zu Beziehungsunfähigkeit – es ist jedem nur anzuraten, solche Beziehungen zu verlassen, wenn DU an diesen Partner /diese Partnerin geraten bist, weil er/sie nur schwer wirklich erwachsen und selbstverantwortlich wird – letztlich sind das wütende, zum Teil sehr traumatisierte Menschen, die alles tun, um niemals mit ihren Wunden in Berührung zu kommen und diese dann 1:1 weiterleben und weitergeben! Aber all das liegt in ihrer Verantwortung und Entscheidung sich zu verändern – was sie höchst selten tun.

Für hochbegabte/hochsenible Frauen und Männer bedeutet das die Möglichkeit an narzisstische Männer und Frauen wegen der hohen Empathie zu geraten – wegen oder trotz Erfahrungen von schon erlebten unterschiedlichen Missbrauchserfahrungen/Missbrauchsbeobachtungen – und dann zu verkümmern. Das gilt auch bei Borderliner-Partnern! Oft kommen hochbegabte/hochsensitive Frauen und Männern schon aus Herkunftsfamilie mit diesen unerkannten Persönlichkeitsstörungen der Eltern oder Großeltern und erleben diese dann mit dem eigenen Partner noch einmal. Am besten auf Distanz gehen und sich für sich selbst entwickeln.

Das Dualseelenmodell ist das Beziehungserklärungsmodell in unserem aktuellen Blickfeld – einleuchtend – für persönliche Entwicklung unter dem Aspekt von zwei Menschen in einer Beziehung und auch für den Menschen allein, der laut Goethe “ Zwei Seelen in der Brust“ hat. Es kann also sein, dass ein Kopfmenschen mit dem Attribut „Beziehungsklärer“ und ein Herzmenschen mit dem Attribut „Loslasser“ („runner“) miteinander in Beziehung sind und auch der Einzelne beide Komponenten hat, weil er mit seiner Seele vollständig ist wie der andere (kein halber Mensch!) sondern in sich vollständig angelegt!

Auch die Wandlungsmöglichkeit – ein Kopfmensch kann lernen zu fühlen; weil ein Herzmensch eben natürlicherweise impulsiver und emotional bewegter lebt. Umgekehrt wird der Herzmensch rationaler und überlegter. Das bedeutet aus dem Dualen – dem Sich-Beziehen auf den Partner – die Frage: Wie beziehe ICH mich auf den Partner? Das Leben? Mit welchen Werten? Sind das wirklich meine eignen Werte? Oder wie entdecke ich diese? Was muss ich verändern aus mir heraus für ein besseres Gelingen der Beziehung? Wie beziehe ich mich neu?

Die Idee ist immer noch ein „sich gegen überstehen“, allerdings in ebenbürtigen Beziehungen ohne Deals nach dem Motto; „ich gebe dir und du gibst mir bzw. ich nehme einfach mehr, weil ich mehr brauche und du musst mir dafür zur Verfügung stehen“. Also GmbH-Beziehungen mit Konten von Haben und Sollen – das funktioniert immer weniger bzw. hat noch nie zu einer erfüllten Liebesbeziehung geführt.

Der Kopfmensch oder Gefühlsklärer lebt mit seinem Verstand und Logik; als Mann wie als Frau mehr „männlich“ erfolgs- und leistungsorientiert. Als ganzer „Kerl oder KerlIn“ ist er Buisnessmann oder Buisnessfrau, ErnährerIN und Boss der Familie – Gefühle sind nicht so „das Ding“ – Alles ist unterschwelliger oder im Hintergrund: ein Gefühlsklärer weiß schon, was er fühlt und damit weiss er um diese Liebe in seinem Herzen. Er schweigt darüber, äussert sich nicht und behält sie lieber für sich wie andere Gefühle von Trauer oder Wut. Es kann auch sein, dass er völlig „im Moment präsent“ ist mit dem Lieblingsmenschen, für den er die schönsten, stärksten Gefühle. Sein Lieblingsmensch ist sein Herzmenschen, seine ihn ergänzende Hälfte – fertig.

Der Kopfmensch geht gerne emotionalen Entscheidungen oder Streitereien aus dem Weg. Weil es ihnen „zu viel ist“, auch unbändige Angst macht, wie das Resultat aussehen könnte, wenn sie ihre Gefühle äußern. Er „sitzt gerne“ aus – haut auch dann ab in seine Rückzugsräume. Es kann also passieren, dass der Gefühlsklärer geht und damit Emotionen aus dem Weg.

Der Kopfmensch ist auch kühl und stark abgeklärt, wo er Minuten zuvor noch der herzlichste Mensch der Welt war – er sucht dann Abstand zu seinen eigenen Gefühlen, weil er gerne die Kontrolle hat und dann gar nicht spontan ist und lieber hinter hohen Schutzmauern – ein „Dornröschen oder Ritter in Rüstung“ eben.

Der Kopfmensch macht meist nichts aus bösem Willen; seine Prägungen beeinflussen ihn. Er hat das so gelernt, kontrolliert zu leben und Kontrolle zu verlieren macht Angst oder Vertrauen zum Herzenswunsch aufzubauen, diese Emotionen zu leben, das dauert. Meist leitet er zu Beginn der Beziehung und bietet dem Herzensmenschen viel Lernstoff, autonom zu werden. Das führt dann zu Konflikten und allerlei Ängsten bis zur Trennung, weil der Herzmensch irgendwann vor Schmerzen wie Zurückweisung, Ablehnung usw. dann sich erhaltend geht.

Dein Lieblingsmensch lebt mit dem Kopf? Oder lebst DU mit einem Herzmenschen?!

Der Herzmensch kann eine Frau oder ein Mann sein, die lernt los zu lassen … Ein Herzmensch freut sich über liebevolle Begegnungen und lebt mit Gefühlen; er geniesst sie und lebt gerne in einer Verbindung. Dieser Gefühlsmensch lebt all seinen Sinnen mit dem Herzen verbunden und ist wenig rational.

Die Herausforderung ist in diesen Beziehungen eine unerklärliche, fast magische Anziehung. Genau diese veranlasst den Kopfmenschen sich zurückziehen, um seine Gefühle zu klären oder sie sich selbst zu erklären und teilt dem Herzmenschen mit, dass diese Liebe nicht zu leben ist – er geht anders als der Herzmensch, schon sehr schnell.

Und der Herzmensch? Er muss lernen sein Herz mit dem Verstand zu verbinden, um zu erkennen, was für ihn wirklich gut ist und was wirklich schlecht und unbekömmlich bis schmerzhaft ist für ihn (der Kopfmensch merkt das nämlich nicht – gleich, weil er vermeidet zu fühlen). Denn genau das passiert bei dem Herzmenschen, er erlebt viel eher Ängste, Schmerz und Leid sowie Liebeskummer durch den Rückzug seines Lieblingsmenschen. Und muss sich damit auseinandersetzen, als neuer Beziehungsklärer für sich selbst: die Art und Weise wie er Beziehung beobachtet und erlernt hat durch Eltern oder andere Paare in seiner Kindheit, das was ihn faszniert und abgestossen hat, eigene Beschlüsse (die er/sie als Kind dann traff, um auch etwas zu vermeiden), Kommunikationsformen (die für ihn/sie „falsch“ sind im wesentlichen), Verhaltensformen im „weiblichen und männlichen“ Rollenverhalten bzw. in der eigenen Definition von Frausein/Mannsein und vieles mehr, muss bewusst werden, um dann klar und liebevoll zu sich eine gute Beziehung zu haben und dann zu anderen Menschen. Eine „kindliche Romantik“ verschwindet so, und fördert eine „erwachsene Romantik mit Realitätssinn“.

Der erst mal mehr kopfige Gefühlsklärer lebt sein Leben aus seinen Sicherheitsfeldern weiter wie bisher; es geht ihm offenbar gut ohne den Herzmenschen – „vergisst“ ihn teilweise bewusst in seiner „Rüstung“ und auch dann Oberflächlichkeit.

Der Herzmensch wird zum Loslasser, vom Schmerz-weg-Rennenden zum Klärer mit Herz & Verstand – egal, ob Karma oder „Seelenband“, was gerne angeführt wird in der Dualseelendiskussion – er muss aufbrechen und fortgehen. Das heisst in sein Leben: seine Tiefe, dort wo Ängste von Verlassenheit, Einsamkeit, Vertrauensbrüchen usw. versteckt liegen und ihn negativ emotional reagieren lassen statt agieren.

Der „Loslasser“ lernt aus dem Herz für sich flexible Grenzen zu setzen. Nach wirklich traurigen und dunkleren Tagen, gewinnt der Loslasser dann wieder Lebensfreude und Aufgeschlossenheit am Leben wieder.

Damit ist der loslassende Herzmensch nun der aktive Part in der Beziehung und der klärende Kopfmensch ist passiv geworden – kann auch nichts tun, weil der Herzmensch nun handelt.

Nach diesem Beziehungskonzept muss der Kopfmensch dem veränderten und sich-bewusst gewordenen Herzmenschen folgen. Der Kopfmensch muss sich mit seinen Gefühlen ernsthaft auseinandersetzen. Vorsicht: der Herzmensch muss für sich gehen und nicht in der Hoffnung, dass der Kopfmensch folgt (das ist ein Trugschluss!). Er geht in die Entwicklung, wenn er sich dafür entscheidet! Und das geht am besten, wenn der Herzmensch sich wirklich für sich entschieden hat und persönliche Entwicklung oder Heilung der inneren Wunden seines „Inneren Kindes“, der „Inneren Frau“ und des „Inneren Mannes“.

Diese Entwicklungen können auch in einer Partnerschaft gelingen; sie sind dynamisch-lebendig und alles andere als starr; die Paare, die den Wert dieser Dynamik schätzen lernen, können vielfach mit einer ander wachsen und diese monogame vertrauensvolle Beziehung ist von Dauer.

Die Dynamik im Überblick:

  • Ablehnung und Rückzug durch den Gefühlsklärer
  • Der Loslasser erkennt Ängste und lässt diese los; bearbeitet und wandelt sie – Transformation.
  • Der Herzmensch hat losgelassen und ist gelassen. D.h. er lässt alles Sein zu und Resonanzen zu „Untiefen“ des Kopfmenschen sind vorbei; er ist bei den Themen frei, weil er für sich in die „Tiefen“ ist.
  • Der kopfklärende Gefühlsklärer kommt mit seinen Gefühlen und Emotionen in Kontakt wie Liebeskummer und Verlustängsten, Unterlegenheit/Überlegenheitsgefühlen und Rollen, die er sich zugelegt hat.
  • Der loslassende Herzmensch setzt für sich liebevoll Grenzen, „rennt“ den Partner alles andere als retten wollend hinterher und so kann der Kopfmensch seinen Schutzwall dann auch abbauen mit Selbstvertrauen. Die Retter-Opfer-Täter-Dynamik endet.
  • Durch die liebevolle verinnerlichte Haltung des Herzmenschen mit gesunder Distanz kann der Kopfmensch sich mit seinem Herz endlich annähern und bleiben, weil auch er jetzt seine Ängste durchleuchtet hat; doch dazu muss er bereit sein und sich dafür entscheiden.
  • Das gilt auch bei Dreiecksverhältnissen, die erst gelöst sind, wenn der Herzmensch die Muster: eigene Beteiligung bei den „Spielen“ der eigenen Eltern und Machtzuweisungen, Retterfunktionen usw. erkannt hat.

Dieses Konzept hat eine enorme Gültigkeit für den Beziehungsverlauf von hochbegabten und sehr sensiblen Menschen. Es kann auch sein, das genau diese Herzmensch- und Kopfmensch-Entwicklung jeder in sich durchläuft mit eben den dualen Startpunkten und Antagonisten in sich selbst. Während der Partner dann über die Entwicklung in die notwendige eigenen Phasen kommt in der Wechselwirkung.

Das zu wissen, ermöglicht eben den Fortbestand einer Beziehung, die Konfliktphasen und auch eine bewusste Trennung.

Willst Du Coaching & Beratung für dich alleine?

Wollt ihr zusammen Coaching & Beratung auf dem Weg ein wirklich liebevoll – klares und bewusstes Paar zu sein?

Hab`Mut für DICH! – Habt den Mut für Euch! …