Latente Hochbegabung

Neben den erstgenannten, erkannten und anerkannten Erfolgreichen Berufstätigen Hochbegabten gibt es die latenten Hochbegabte.

Sie sind wie hochgezüchtete, besondere Rennpferde, die evtl. ein lebenlang mit den Hufen scharren und nicht wissen wohin sie springen sollen oder sie bleiben im Luftsprung dauerhaft stehen, weil sie nicht landen können.

Oder sie machen manche Aufgaben scheinbar „mit links“ wie das Abitur, das Studium und einen Job. Sie sind in der Lage sich mit der eigenen Denkgeschwindigkeit, der Kenntnis um die eigne Kompetenzen und Interessen, das eigene Leben gut einzurichten – auch aus Selbstgenügsamkeit als durchaus positiver Eigenschaft heraus.

Dennoch liegt „Frustrations-Empfinden in der Luft“ wegen frühkindlicher Traumatisierungen wie Spott, Ablehnung, Anforderungen und anderer negativer Einflüsse, die durch die Fähigkeiten eines Hochbegabten „sich-selbst-auch-in-Schach zu halten“ sowie eigene Unruhe & Unzufriedenheit erzeugen, viel Energie blockierend oder Energie kostend, die eigentlich der Begabungsentwicklung besser dienen würde, einfach wie im Laufrad laufen lässt – ohne effektives Ergebnis.

Überforderung, Stress und emotionale Ungleichgewichte können dann auftauchen neben einer gewissen – auch isolierenden Aggresivität und dann Unverständnis für das Gegenüber.

Das bedeutet Hochbegabte müssen gelegentlich ihr Tempo „runterschalten und zügeln“ oder auch ihre Verständnisbereitschaft und Empathie, die vorhanden ist, trainieren.

Wobei Duldsamkeit oft von ihnen selbst falsch interpretiert wird, was unter Umständen mit einer Bescheidenheitsaufforderung zusammenhängt, die echter Selbstgenügsamkeit und ihrem tatsächlichen, echten Wertebewusstsein gegenübersteht; entweder unbeachtet oder unerkannt.

Positiv ist dabei durchaus auch ihr „Tempomachen“, weil in ihrer Pionierhaften Inititative eben auch notwendige, wichtige Potentiale für Veränderungen stecken.

Nichts desto Trotz im wahrsten Sinne dieser worte, muss ein Hochbegabter mit enormer Frustration umgehen, sich im „Immer-wieder-Aufstehen“ üben und so lernen was adaptives, innovatives Denken und Handeln bedeutet im Zusammenhang mit Antifragilität (= das Lernen das aus Scheitern und Verletzung entsteht).