Mediation – 6 Phasen

Die 6 Phasen entsprechen ungefähr auch dem Aufwand, den die Medianten zeitlich erbringen müssen. Das heisst die Anwesenheit aller Medianten (Konfliktbeteiligten) muss in allen terminierten Treffen erfolgen.

Dauer jedes Meetings (Mediationstermine): ca. 2 Stunden; meist erfolgen zwischen 6 und 8 Terminen bis zur Lösung mit allen Medianten gemeinsam.

6 Phasen:

  1. Informationsgespräch & Mediationsbündnis: Die Konfliktparteien schildern, worin ihr Konflikt besteht. Der Mediator informiert über Prinzipien (Erklärung der Allparteilichkeit des Mediators, Schweigepflicht) sowie über Ablauf und Ziel der Mediation. Die Konfliktparteien (Medianten) erklären ihre freiwillige Entscheidung zur Mediation, beschliessen die Grundregeln und schliessen ein Bündnis zur Mediation. Der Mediationsvertrag mit dem Mediator wird unterzeichnet, die Regelung der Honorarzahlung vereinbart.
  2. Sammlung der strittigen & unterschiedlichen Themen: In dieser Phase werden die Themen aufgelistet, die zu verhandeln sind – Streitpunkte sowie Übereinstimmungen werden erkennbar. Es wird die Bedeutung der Themen in eine Prioritätenstruktkur gebracht und so das weitere Vorgehen bestimmt.
  3. Konflikterhellung – Bearbeitung des Konfliktes: Was sind die Hintergründe für den Konflikt? Erste, meist bewusste Beweggründe (Motivationen) und Interessen werden herausgearbeitet
  4. Konfliktvertiefung – Weitere Bearbeitung des Konfliktfeldes: Weitere, meist unbewusste persönliche Erfahrungen, Erwartungen und Enttäuschungen plus Verständnisentwicklung bei der Gegenpartei
  5. Entwicklung, Bewertung und Verhandlung von Lösungsvorschlägen: Die Medianten finden ein Weg und Ziele, die sie umsetzen wollen. Auch rechtliche Rahmenbedingungen und Fristen sind dabei zu berücksichtigen; über die Sie sich – gemeinsam oder getrennt – bei einem Beratungsanwalt informieren können. Rechtliche Aspekte werden gemeinsam besprochen sowie die Möglichen Folgen für das Ergebnis der Mediations besprochen. Das Ergebnis unterliegt freiwilliger Akzeptanz und Vereinbarung möglicher Lösungsumsetzung
  6. In dieser abschliessenden Phase prüfen die Medianten, ob die gefundenen Lösungen als fair empfunden werden und angenommen werden können. Eine schriftliche Vereinbarung und Absichtserklärung wird unterzeichnet (kann als Vorlage für eine rechtsverbindliche notarielle Vereinbarung dienen oder auch bei anwaltlichen Prozessen als Grundlage genutzt werden).

Nach ca. 6 Monaten werden die Erfahrungen mit dem Mediationsergebnis in einer einmaligen – honorarplichtigen – 2stündigen Sitzung besprochen.

Beispiele der Mediation – private und berufliche Konflikt-Themen:

  • Trennung
  • Scheidung
  • Familienfelder; auch generationsübergreifend
  • Familienunternehmen und Nachfolgeregelungen
  • Erbstreitigkeiten
  • Freundschaften
  • Nachbarschaft
  • Schüler-Lehrer
  • Konflikte in Betrieben, zwischen Mitarbeitenden, zwischen Teams und Abteilungen, bei Schwierigkeiten in Betriebs- und Unternehmenshierarchien und bei Konflikten auf der Managementebene
  • Zwischen Unternehmen
  • Gesellschafterbereich
  • Kunden-Dienstleister-Bereich
  • Mitglieder und Organisations-Bereich
  • Generelle Begleitung von Meetings

Honorarregelung:

Generell zahlt jeder Konfliktteilnehmer anteilig das Honorar! Es kann allerdings auch von einem Teilnehmer ausschliesslich allein bezahlt werden oder von einem Dritten wie dem Arbeitgeber, der für die Mitarbeiter zahlt (hier besteht überigens ebenfalls Schweigepflicht von der Seite des Mediators in den besprochenen Inhalten; lediglich dass die Mitarbeiter zur Mediation erscheinen, teilt der Mediator dem Arbeitgeber mit).

Es gibt auch Versicherungen, die im Mediationsfall bezahlen – bitte bei der Rechtsschutzversicherung erfragen.

Das Honorar bezieht sich auf 1,5 bis 2 Stunden je Phasenthema.

Das Honorar ist bei Privatpersonen sofort nach der jeder Mediationseinheit bar zu zahlen; Rechnungsquittung wird zugesandt.