Mediation

Recht-haben-wollen„-Dominanzierung, „Aber-Du hast„-Sätze oder „Sie sehen mich nicht und meine Leistungen„- Aussagen lassen Konflikte hochkochen. Diese Sätze und Empfindungen zeigen Wirkung, sie demotivieren privat wie beruflich und fördern Streit.

Hinter Leistungsabfall, unbewusster und bewusster Leistungsverweigerung, Teilnahmslosigkeit bis Verhöhnung oder Abwendung, Aktionen wie Stehenlassen, sind immer sehr persönliche und menschliche Hintergründe zu finden. Diese Inhalte, alte Erfahrungen oder negativen Ereignissen wirken mit einem „Rattenschwanz“ an Erfahrungen wie „dicke, undurchdringliche“ Filter in aktuellen Situationen … sie schaden und fügen neuen Schaden bevor echte Lösungen entstehen können.

Mediation ist aktive Gestaltung einer Lösung nach einem Konflikt, einem Streit oder einer Auseinandersetzung! Es kommen dabei Hintergründe, Werte sowie Motivationsgründe für eine erfolgte Handlung „auf den Tisch“.

Dazu brauchen die Konfliktbeteiligten einen unbeteiligten, „allparteilichen“ Dritten, der vermittelt und begleitet in dem Prozess der Mediation (6 Phasen).

Schon in der Antike war diese Form der Vermittlung bekannt: Solon (*640 v. Chr. in Athen † ca. 560 v. Chr.) hatte zwischen Bürgern und Sklaven vermittelt und so dazu beigetragen, dass Demokratie als Leitline zur Beachtung von menschlicher Würde, Anspruch auf Gesundheit, gute Lebens- und Wohnmöglichkeiten der Bürger sowie der Sklaven immer wieder bei allen Unruhen umgesetzt wurde. Dazu gehört auch als politisches Grundprinzip Förderalismus (Umsetzung von Eigenständigkeit einzelner Regionen).

Das Prinzip der Eigenständigkeit als Mensch (Frau/Mann) ist in Partnerschaften, Familien sowie in Teams und Abteilungen von Unternehmen wichtig. Ein anderer Ausdruck ist Pluaralität (Vielfältigkeit), die im positiven Sinn das Leben „bunt und lebendig“ macht.

Vielfältigkeit produziert auch Auseinandersetzungen, schlechte Verhaltensweisen, Missverständnisse, Beharren auf eigener Meinung und eigenem Recht, Streitigkeiten. Herausforderungen beruhen oftmals auf persönlichen Unterschiedlichkeiten, die dem jeweiligen Partner nicht bewusst und nicht gleich erkennbar sind oder auch verurteilt werden.

Da über diese die Kommunikation oder Arbeitsabläufe belastenden Faktoren wenig oder selten gesprochen wird, verhärten sich im Laufe von Streitigkeiten und/oder unterschiedlichen Vorstellungen „die Fronten“. Aus einer „Nichtigkeit“ schaukeln sich die Emotionen hoch und werden zu verhärteten Beziehungsstrukturen, weil auch alte negative Erfahrungen auftauchen. Dies gilt nicht nur für final für Beziehungen in Familie und Partnerschaft, sondern auch im Berufsalltag und Kunden- und Geschäftsbeziehungen.

Lösungen können oftmals dann erarbeitet werden, wenn ein neutraler unbelasteter Dritter, dem Problem offen und wertungsfrei gegenübertritt und den Raum für gute Alternativen eröffnet. Dazu ist wichtig auch Verständnis für die andere Seite, den Konfliktpartner zu entwickeln und eine Möglichkeit eröffnet sich mit der Mediation.

Mediation ist ein Mittel, mit dem ich Ihnen durch meine Qualifikation als „Zertifizierte Mediatorin“ den Weg für konstruktive Lösungen öffne und Sie begleite.

Vielfältigkeit & Gemeinsamkeit – im Konfliktfall bzw. in der Lösungsgestaltung – wie sieht das aus?

Ein neues (gemeinsames?) Ziel oder Ergebnis, das für mindestens zwei Gesprächspartner – Medianten genannt – wichtig ist, kann die „missliche“ Situation kostruktiv und zum Wohl für beide Seiten verändern.

Das kann völlig individuelle und innovative wie auch klassische Lösungen, Ergebnisse und Umsetzungen ermöglichen.

„Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Konfliktparteien mit Hilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung Ihres Konfliktes anstreben.“
Bundesmediationsgesetz Juli 2012