Mediationsphasen …

Mediation transformiert aktiv!

Ein Mediationsverfahren läuft in 6 Phasen (mind. 6 Sitzungen) plus Phase „Null“:

Phase „Null“: Persönliche, meist telefonische Kontaktaufnahme durch eine Partei oder einen Dritten (Institution wie Jugendamt/Anwalt/Arbeitgeber/Chef). Kurze Klärung, ob der Fall mediationsfähig ist und wer beteiligt ist.

Phase 1 – Erklären/Information: Vorbereitung, erste Konfliktanalyse, Einführung sowie Auftragserteilung (Mediationsvertrag/Honorarvereinbarung), Information über den Verlauf

Phase 2 – Sammeln: Informations- und Themensammlung sowie Gesprächsregeln festlegen (durch die Medianten)

Phase 3 – Klären & Erhellen I: Einführung für erfolgte Handlungen, die dann zum Mediationsfall führen – Bekannte Faktoren – „Spitze des Eisbergs“ (Sichtbarer Konflikt, Argumente für den Konflikt, Non-verbale Kommunikation)

Phase 4 – Klären & Erhellen II (Vertiefende Konfliktklärung): Vertiefung der Hintergründe für erfolgte Handlungen, die zum Mediationsfall führen – “ Unbekannte Faktoren / Basis des Eisbergs im Wasser“ (Ziele, Sichtweisen, Gefühle, Erwartungen, Wünsche, Werte, Erfahrungen, Intrapersonale Herausforderungen (aus der eigenen Lebensbiographie generell oder aktuell), Missverständnisse, Interessen und Beziehungsebenen/Beziehungsformen

Phase 5 – Finden: „… so machen wir´s, nämlich fair, effektiv, innovativ sowie vernünftig-sachgerecht & stabil„!“ – Innovative Ideensuche, Bildung von Lösungsversuche & neue Optionen auf Grundlage gemeinsam möglicher Interessen – Zukunftsversionen. Bewertung und Auswahl der Optionen auf der Grundlage der Interessen als erster Schritt der Einigung auf eine neue Regelung oder Lösung auch unter Beachtung von möglichen Terminen/Fristen.

Phase 6 – Unterschreiben: Abschluss einer Mediationsvereinbarung als schriftliche Dokumentation des entwickelten Ergebnisses (Memory-Effekt); Umsetzung der Vereinbarung wird nur von den Medianten unterzeichnet.

Merkmale der Mediation:

  • Externer Dritter (Mediator) begleitet & moderiert die Mediation
  • Allparteilichkeit / Neutralität
  • Vertraulichkeit / Schweigepflicht gegenüber allen Aussenstehenden/Dritten; knappe faktische Information – keine inhaltlichen – gegenüber Arbeitgeber
  • Einbeziehung aller beteiligten und persönlich erscheinenden Konfliktparteien
  • Eigenverantwortung der Teilnehmer & Offenlegung aller wichtigen Informationen für alle Parteien
  • Fall- und Problemspezifische bezogenene Mediation

Grundhaltungen des Mediators

  • Empathie
  • Wertfrei & aktiv zuhörend
  • Wertschätzung für Erlebnisse & Aussagen
  • Echtheit & Klarheit
  • Systemisches & adaptives Denken 

… Transformativ ist aktives Wandeln

Mediation bedeutet „Vermittlung“ – ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren. Diese Mediation ist schnell, kostengünstig, beziehungsschonend und -fördernd. Selbst in noch so hoffnungslos scheinenden Konfliktsituationen zeigt das Verfahren den teilnehmenden Parteien wie sie ihre eigenen Potenziale entdecken und fördern können, um selbstverantwortlich und gemeinsam zu einem Ergebnis zu gelangen, das für alle Beteiligten eine Win-Win-Ergebnis darstellt.

Setzen andere Konfliktlösungsverfahren wie z.B. Schiedsgericht oder Schlichtung letztlich „nur“ auf die Vermittlung zwischen Konfliktparteien und die Lösung eines Problems, so greift die Mediation tiefer, sie zielt auf mehr.

Transformation bedeutet Übergang, Wechsel, Umformung. Transformation beinhaltet aktiv alte & neue Kenntnis, alte & neue Einblicke, bisheriges & neues Wissen sowie bisherige & neue Erfahrungen zu verbinden bzw. persönlich zu integrieren. Transformation in spiritueller Art und Weise kann man auch als den Übergang von einer Bewusstseinsstufe zu nächsten, höheren bezeichnen.

Mediation geht über die Regelung von Sachfragen und dem Ausgleich von Interessen hinaus.

Mediation ergründet die Bedürfnisse von Menschen, die Themen & Inhalte, die hinter ihren Wünschen und Interessen liegen; mit der Start-Frage „Was willst du?“ öffnet sich die folgende Frage: „Warum brauchst du das?“.

Hier entsteht Raum für die Teilnehmern, sich eigner Interessen und Bedürfnisse bewusst zu werden, sie zu verstehen und auszusprechen und in dieser Selbstakzeptanz dann auch die Interessen und Bedürfnisse des Gegenübers genauso zu akzeptieren, um damit gegenseitig anzuerkennen was Hintergründe & Inhalte sind – Transformation wird so möglich.

Mediation ist für die lösungsorientierte Bearbeitung jedes Konfliktes und jeder Herausforderung zwischen Menschen geeignet und daher in vielen Lebensbereichen anwendbar wie bei:

  • Paar- und Familien (Familien-, Trennungs- und Scheidungsmediation)
  • Generative Herausforderungen
  • Konflikte zwischen Wirtschaftsunternehmen (Wirtschaftsmediation)
  • Konflikte innerhalb eines Unternehmens, Arbeitsplatz, Mobbing/Bossing
  • Umwelt- und Naturschutzkonflikte (Umweltmediation)
  • Schule & Ausbildung
  • Täter-Opfer-Konflikte
  • und vieles mehr …